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Breitbandmessung: So viel Highspeed bietet ein Handytarif tatsächlich!

Breitbandmessung

Was hat es mit der Breitbandmessung eigentlich genau auf sich? Durch die Umsetzung der Transparenzverordnung im Mobilfunk zum 1.6.2017 seid ihr ja vielleicht nicht nur bereits über das neue Produktinformationsblatt in den Onlineshops gestolpert, sondern auch über den Zusatz, dass ihr eure reale Handy-Internet-Geschwindigkeit unter www.breitbandmessung.de überprüfen könnt. Was ist damit denn nun gemeint? Und warum lohnt es sich, einmal zu überprüfen, wie viel Highspeed am Ende tatsächlich auf eurem Smartphone ankommt.

Breitbandmessung-App der Bundesnetzagentur misst tatsächliche Bandbreite

Bietet ein Handyvertrag den mobilen Zugang zum Internet, muss es ein Produktinformationsblatt für dieses Angebot geben. Dort vermerkt ist dann, mit welchen  Datenübertragungsraten maximal  gerechnet werden kann, wenn ihr diesen Handytarif abschließt! In Zeiten von GigaBoost und LTE Max denken wir alle doch gleich: Krass, wie schnell das doch gehen muss!

Maximaler Highspeed ≠ Realer Highspeed

Doch wie das nun immer so ist: Die Maximal-Angabe ist wie bei Autos eine Höchstgeschwindigkeitsangabe − aber Vollgas wird eben nur selten gefahren. Dazu kommt, dass die mobile Handy-Internet-Geschwindigkeit ja von diversen Faktoren abhängig ist, von denen der Standort im jeweiligen Netz wohl der schwerwigendste ist. Da reicht dann manchmal auch nicht das beste Mobilfunknetz. Und so verwundert nicht, dass die Bundesnetzagentur (BNetzA) im Frühjahr herausgefunden hat:

»Betrug der Anteil von Endkunden, der mindestens die Hälfte der maximalen Übertragungsrate erreichte, im Festnetz knapp über 70 Prozent, wurde dieser Wert bei den  mobilen Anschlüssen lediglich von unter 30 Prozent der Nutzer  erreicht.«

Quelle: Pressemitteilung der BNetzA vom 27.3.2017

Eigentlich unfassbar, oder? Nur 3 von 10 Nutzern erreichen die mindestens 50%(!) der zugesicherten maximalen Bandbreite. Das heißt: 70 Prozent erreichen den notierten Highspeed beim Surfen gar nicht erst, der übrigens auch im Produktinformationsblatt notiert ist. Im Grunde also eine − sorry, Verbraucherschützer! − völlig unsinnige Angabe, dieses PDF, das seit dem 1.6.2017 Pflicht ist. Gibt über den tatsächlichen Highspeed keinen Aufschluss.

www.breitbandmessung.de mit zusätzlichen Informationen

Und genau deshalb wird im Zuge dieser Produktblätter auch damit geworben, eine Breitbandmessung vorzunehmen, und zwar via www.breitbandmessung.de mit der verlinkten App. Damit ist dann übrigens nichts anderes als ein Handy-Speedtest gemeint, in dem wir das übrigens einmal für einen Anbieter gemacht haben.

Unterschiede zwischen Download- und Upload-Bandbreite

› Was bedeutet Download-Bandbreite, was ist die Upload-Bandbreite?

Wie der Name schon sagt: Die Download-Bandbreite gibt an, mit welchem Datendurchsatz aufgerufene Inhalte bei euch ankommen, also bspw. Website oder empfangene Bilder bei WhatsApp. Sie liegt erfahrungsgemäß stets höher als die Upload-Bandbreite, bei der es sich um die Bandbreite handelt, die euch zum Senden zur Verfügung steht. Bandbreite ist also auch nicht immer gleich Bandbreite. Für den Abschluss eines Mobilfunkvertrags interessant ist die Download-Bandbreite, weil sie angibt, wie hoch die Geschwindigkeit zum Abruf von mobilen Inhalten ist.

Mobilen Bandbreiten im Überblick

Die maximalen Download-Bandbreiten sind in Klassen unterteilt:

  • GPRS: maximale Bandbreite 56 kBit/s.
  • Edge: 220 kBit/s.
  • UMTS: 376 kBit/s.
  • HSDPA: 7,2 Mbit/s. / 21,6 Mbit/s. / 42,2 Mbit/s.
  • LTE: 25 Mbit/s. / 50 Mbit/s. / 100 Mbit/s. / 225 Mbit/s. / 300 Mbit/s. / 375 Mbit/s. / 500 Mbit/s.
Breitbandmessung im Handytarif

So sieht die App aus: Die Breitbandmessung im Handytarif ist kinderleicht

Highspeed-Datenvolumen mit der Speedtest-App messen

Ihr wollt jetzt auch einmal testen, wie viel Highspeed tatsächlich bei euch ankomm?

So geht’s: Ihr ladet euch die App herunter, deaktiviert WLAN, wählt euren Mobilfunkanbieter aus (damit die App die Daten zuordnen kann und somit ein genaues Bild zeichnen kann, welche Anbieter Verbesserungsbedarf haben) und führt eine Breitbandmessung an eurem Standort durch.

Sowohl Download- als auch Upload-Bandbreiten werden euch angezeigt, ihr könnt sie auch speichern. Um auf Nummer sicher zu gehen, führt den Test mehrfach hintereinander durch, um die Daten zu verifzieren. Aber Achtung: Euer Datenvolumen wird hier belastet. Habt ihr keine Internet-Flat, achtet darauf, dass euch nicht unnötige Kosten entstehen.

Die Ergebnisse der vielen Einzeltests werden übrigens geclustert und dann in einem Breitbandmessung-Jahresbericht veröffentlicht.

Linktipps:


Habt ihr die Breitbandmessung-App schon ausprobiert? Ist die Diskrepanz zwischen tatsächlicher Geschwindigkeit und Maximal-Geschwindigkeit immens hoch?

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