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Roaming-Gebühren in der EU: Abschaffung der Roaming-Kosten in Europa zum 15.6.2017 tritt in Kraft

EU Roaming-Gebühren 2017

Ärgert ihr euch, weil ihr teure Handyrechnungen aus den letzten Urlauben mitgebracht habt? Dann gibt es eine gute Nachricht – zumindest für EU-Urlauber: Ab dem 15.6.2017 (Stichtag) ändert sich dank Roam-Like-At- Home (kurz: RLAH) einiges. Das Prinzip wurde per EU-Roaming-Verordnung durchgesetzt. Seid ihr also auf Reisen in einem der 28 Mitgliedstaaten (bald auch inkl. Liechtenstein, Norwegen, Island) unterwegs, könnt ihr zu Inlandspreisen telefonieren, simsen und surfen. Denn die Roamingaufschläge, die bis dato gelten, werden abgeschafft. Wichtig: Telefonate von Deutschland ins Ausland gelten als internationale Verbindungen und werden von der EU Roaming Regelung nicht abgedeckt.

EU-Roamingkosten

Ohne Reue: Durch die Abschaffung der EU-Roamingkosten zum 15.6.2017 könnt ihr euer Handy im EU-Ausland sorgenloser nutzen, als dies bislang der Fall war

Wirklich eine nette Übersicht mit Fragen und Antworten (FAQs) zum Thema EU Roamingverordnung und dem Roam Like At Home Prinzip bietet die Bundesnetzagentur selber.

Ro­am-Li­ke-At-Ho­me kurz vor dem Start: Wird mein Tarif automatisch umgestellt?

UPDATE VOM 14.6.2017 Ein entscheidender Stichtag der EU Roaming Verordnung steht kurz bevor. Ab dem 15.6.2017 heißt es: Roam-Like-At-Home. Die Bundesnetzagentur hat es schon auf einen Satz reduziert:

»Roam-Like-At-Home bedeutet, dass Sie ab dem 15.06.2017 Ihren inländischen Tarif zu den gleichen Konditionen im EU-Ausland nutzen können wie zu Hause.« (Quelle: BNetzA)

Klingt ja erst einmal ganz einfach. Ihr solltet euch aber trotzdem mit euren Vertragsdetails auseinandersetzen. Denn die automatische Umstellung auf einen regulierten Tarif passiert nicht zwingend. Und spezielle Vertragskomponenten, wie Community Flats, gelten oftmals nicht im Ausland.

EU Roaming Verordnung: Vor dem Urlaub noch den Vertrag checken

Gelten die Vorgaben der EU Roaming Verordnung sofort und für jedermann ab dem 15. Juni 2017? Nein, denn habt ihr zum Beispiel in der Vergangenheit einen alternativen Roaming Tarif gebucht, kommt dieser zur Anwendung. Wobei euch aber die Möglichkeit gegeben werden muss, in einen regulierten Tarif zu wechseln, wenn ihr das wollt. Euer Anbieter sollte auch ohnehin über Roam-Like-At-Home informiert haben.

Ganz nebenbei: Wenn ihr euch für einen »Deutschland-Tarif« ohne Roaming entschlossen habt, dann müsst ihr euch für eure Reisen ohnehin um eine andere Möglichkeit kümmern – wie eine Prepaid-SIM-Karte.

Regulierter Tarif vs. alternativer Tarif

Macht es unter Umständen Sinn, in einem alternativen Tarif zu bleiben? Wie das immer so ist: Das kommt ganz darauf an. Hier mal zwei Vorteile, die wir euch anhand des PremiumSIM LTE 2000 aufzeigen wollen. Denn hier wird ein alternativer Tarif mit dem sogenannten Europa Paket angeboten.

Zwar könnt ihr hier nicht euer komplettes Datenvolumen mit in das EU Ausland nehmen – das aber auch durch die Fair Use Regelung (Anmerkung weiter unten) beschnitten werden könnte. Aber immerhin 1GB. Diese 1 GB bekommt ihr im EU-Ausland extra. Das Datenvolumen wird nicht von eurem Inlandsvolumen abgerechnet.

Wenn euch 1GB im Urlaub reichen: Wunderbar. Wenn nicht, müsstet ihr per Data-Reset kostenpflichtig nachbuchen. Außerdem ist in dem Europa-Paket der Drillisch-Tarifmarke PremiumSIM noch das Reiseland Schweiz enthalten. Das würde bei einem regulierten Tarif herausfallen (Nicht-EU).

Roaming-Gebühren in der EU: Wegfall ab 15.6.2017 bestätigt

UPDATE VOM 1.2.2017 Dass innerhalb der EU die Roaminggebühren abgeschafft werden, war seit dem Herbst 2015 eigentlich bekannt. Allerdings wurde weiter debattiert, wie der genaue Wegfall dieser Kosten von den Netzbetreibern untereinander aufgeteilt wird. Das Europäische Parlament einigte sich nun auf Eckdaten. Und stellte klar, dass ab dem 15. Juni 2017 die Nutzung eures Handytarifs im EU-Ausland zu Inlandskonditionen Realität wird. Im Grunde bieten dann also alle Allnet-Flats eine EU-Roaming-Flat. 😉

Die Roamingkosten-Entwicklung für die Verbraucher-Endpreis zeigt: Allein der noch vor 2 Jahren gültige saftige Aufschlag entfällt künftig. Welch krasse Entwicklung!

EU Roaming-Gebühren 2017

Keine EU Roaming-Gebühren 2017 verbessern sicherlich den Auslandsurlaub ab dem 15.6.2017

Hintergrund: Telekommunikationsunternehmen können sich folgende Leistungen untereinander maximal in Rechnung stellen (Deckelung):

  • Telefonate: 3,2 Cent / Min.
  • SMS: 1 Cent / SMS
  • Daten: 7,70 € / GB
    › schrittweise Absenkung auf 2,50 € / GB ab 1.1.2022

Wie man sieht, wird dabei vor allem die Datennutzung eine große Rolle spielen. Für die Mobilfunkanbieter bedeutet das: Je mehr Datenvolumen ein Inlandstarif bietet, desto mehr kann dieser auch im Ausland genutzt werden − wer das ausreizt, macht es für den Mobilfunker teuer. Deshalb steigen die Preise bei Allnet-Flats auch wieder leicht an (bzw. sinken nicht mehr).

Im Grunde könnte man sich ab dem 15.6.2017 übrigens auch einen Tarif im EU-Ausland holen und den dann im Inland nutzen − schließlich sind Tarife mit viel Datenvolumen andernorts deutlich günstiger, wie der EU-Vergleich zeigt. Dieses Thema soll noch geklärt werden, denn natürlich ist das ein Dorn im Auge der Mobilfunkbetreiber und muss geregelt ablaufen.

Das gilt es zu beachten!

  • Auch wenn alles schon in Richtung Abschaffung der Roaminggebühren zielt: Bis einschließlich 14.6.2017 gilt noch die alte Regelung seit dem 30.4.2016 (s.u.)
  • Nicht jedes Land Europas ist auch gleichzeitg in der EU (Brexit, Schweiz, Türkei), Mobilfunkunternehmen schließen diese Länder aber manchmal trotzdem mit ein. Achtet auf die genauen Bedingungen bei jedem Netzbetreiber, bei dem ihr unter Vertrag steht!
  • Fernreiseziele außerhalb der EU betrifft diese neue Regelung keineswegs, hier sind immer noch hohe Preisaufschläge nötig. Am besten ist es, nach wie vor im Ausland eine günstige Prepaid-SIM-Karte zu ergattern

Ende der Roaminggebühren ab 2017 beschlossen

URSPRÜNGLICHER BEITRAG VOM 27.10.2015 Die Mobilfunk-Roaminggebühren innerhalb der EU  werden zum 15.6.2017 abgeschafft , das hat das Europäische Parlament auf seiner Plenartagung am 27.10.2015 in Straßburg beschlossen. Die schrittweise Senkung der Zusatzgebühren für die Nutzung fremder Netze innerhalb der EU war eigentlich schon für 2015 geplant, innerhalb des Parlaments war man sich jedoch uneinig. Die entsprechende Verordnung findet ihr hier.

Die Roamingkosten in Europa sollen ab 2017 komplett wegfallen - iPhones am Strand werden dann wohl noch normaler als bislang

Die Roamingkosten in Europa fallen ab dem 15.6.2017 komplett weg – iPhones am Strand werden dann wohl noch normaler als bislang

EU-Roamingpreise sinken bis 2017

Ab 30.4.2016 darf allerdings noch einmal mit einer Pressenkung gerechnet werden: So sinken die Kosten für den Extra-Aufschlag auf

  • maximal 5 Cent pro Minute (gedeckelt bei 19 Cent),
  • maximal 2 Cent pro SMS (gedeckelt bei 6 Cent) sowie
  • maximal 5 Cent pro MB Daten (gedeckelt bei 20 Cent),

(alles Nettopreise zzgl. MwSt. des jeweiligen Landes), bis er zur Feriensaison 2017 im Sommer komplett wegfällt. Die letzte Veränderung bedeutet bis zur Abschaffung der Gebühren, dass diese Preise nach wie vor zusätzlich zu den Tarifgebühren eures Inlandstarifes dazukommen.

Die Entwicklung der Roaminggebühren innerhalb der EU könnt ihr euch noch einmal in der Wikipedia vergegenwärtigen. Einen guten Hinweis bietet übrigens die EU zum Thema Roamingtarife. Und die Bundesnetzagentur erklärt euch noch einmal, was eigentlich Roamingkosten sind und welchen aktuellen Stand die Regelungen derzeit haben.

EU-Roaming-Kostenairbag bei 59,50 €

Zum Beispiel, dass ohnehin eine Regelung besteht, durch die ein Kostenairbag bei 50 € (zzgl. aktuell 19% MwSt. = 59,50 €) Pflicht ist. Heißt also, dass eure Roamingkosten die ca. 60 € nur dann übersteigen, wenn ihr ausdrücklich mehr wollt und das auch so kundtut.

Fair Use Regelung und »angemessenen Nutzung« als Schlupfloch?

Allerdings gibt es reglementierte Schlupflöcher, die sich an einer, etwas schwammig formuliert, »angemessenen Nutzung« orientieren:

»Wenn Betreiber ihre Kosten nachweislich nicht decken und beweisen können, dass sich dies auf die Inlandspreise auswirkt, können die nationalen Regulierungsbehörden ihnen gestatten, in Ausnahmefällen Minimalaufschläge zu erheben, um alle relevanten Kosten zu decken.«

Diese zusätzliche Verordnung dient dazu, Unternehmen bei missbräuchlicher, dauerhafter Nutzung durch Verbraucher zu schützen (sog. »Fair-Use-Policy«),

»beispielsweise wenn der Kunde eine SIM-Karte in einem anderen EU-Staat kauft, in dem die Inlandspreise niedriger sind, um sie bei sich zu Hause zu verwenden, oder wenn der Kunde sich dauerhaft im Ausland aufhält, aber einen in seinem und für sein Heimatland abgeschlossenen Vertrag nutzt.«

Zum Beispiel würde damit der Dauer-Nutzung des HoT fix in Deutschland einen Riegel vorgeschoben. 😉 Und auch Tarife wie TUI CONNECT würden dann irgendwie obsolet, wenn man sie nur aufgrund des Inklusiv-Datenvolumens fürs EU-Ausland buchen würde.

Übrigens: Auch wenn das Verhältnis von Tarif-Preis zu Datenvolumen sehr günstig ist, kann der Anbieter ab einer bestimmten rechnerischen Grenze einen Aufschlag für weiteres Datenvolumen verlangen.


Was haltet ihr von Roaminggebühren? Gut, dass 2017 endlich ein Ende in Sicht ist?

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