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Rufnummernmitnahme: Vertragswechsel mit Portierung der Handynummer – in 5 Schritten erfolgreich zum neuen Anbieter!

Portierung der Handynummer zum neuen Anbieter: So klappt die Rufnummernmitnahme!

RufnummernmitnahmeDas Thema Rufnummernmitnahme ist nicht zu unterschätzen: Wisst ihr, bei wie vielen Freunden, Bekannten und Kollegen eure Nummer im Smartphone eingespeichert ist? In unserem Fall sind wir uns da gar nicht so sicher und können die genaue Zahl nur schätzen. Umso schlimmer, wenn wir uns für einen neuen Mobilfunk-Anbieter entscheiden und dann daran denken müssen, unsere neue Rufnummer jedem mitzuteilen.Wie gut, dass es die Möglichkeit gibt, seine Rufnummer zum neuen Anbieter mitzunehmen (Portierung). Wie das genau funktioniert, erklären wir euch in den folgenden Abschnitten.

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Bevor es losgeht: Die rechtlichen Grundlagen

Die Mitnahme der alten Handynummer, die auch als Portierung (MNP) bezeichnet wird, ist seit dem 1. November 2002 verpflichtend für alle Anbieter. Und zwar unabhängig vom Netz. Egal, wo ihr aktuell also einen Vertrag geschlossen habt: Wenn ihr wechseln wollt, dürft ihr eure alte Rufnummer in jedem Fall behalten. Anfangs war die Portierung jedoch mit einer hohen Gebühr verbunden, die die Bundesnetzagentur drei Jahre später schließlich auf höchstens 29,95 Euro (netto) begrenzte. Deshalb gewann die Rufnummernmitnahme erst seit 2005 an Attraktivität und konnte sich nach und nach durchsetzen.

Rufnummermitnahme

Mitnahme der Nummer auch vor Vertragsende möglich

Seit 2012 habt ihr außerdem die Möglichkeit, eure Handynummer noch während eines laufenden Vertrags portieren zu lassen. Der alte Anbieter weist euch dann bis zum Vertragsende eine neue Nummer zu. Vorteil: Ihr könnt eure alte Handynummer sofort im Rahmen eures neuen Vertrags nutzen. Der Übergang erfolgt nahtlos.

Die Übernahme ist nicht möglich, wenn es sich um einen Tarifwechsel statt um einen Anbieterwechsel handelt. Dies kann auch dann relevant sein, wenn der Wechsel etwa zwischen zwei Mobilfunk-Discountern erfolgt, die von der gleichen Muttergesellschaft betrieben werden (z.B. Drillisch; auch wenn dieser Fall eher eine Ausnahme darstellt). Im Zweifelsfall hilft immer eine Rückfrage beim Kundenservice, bevor ihr einen Neuvertrag abschließt.

Keine (eingehende) Portierungspflicht

Denn: Anbieter sind zwar verpflichtet, Rufnummern für die Portierung freizugeben. Es besteht jedoch keine Pflicht für den neuen Anbieter, dem Wunsch des Neukunden zu entsprechen und dessen alte Handynummer in den neuen Vertrag zu integrieren. Dieser Fall ist jedoch in der Praxis sehr selten und entspricht nicht dem Service-Gedanken der meisten Anbieter – ganz im Gegenteil werben die meisten Anbieter mit der Option, die alte Rufnummer bequem in den neuen Vertrag mitnehmen zu können.

So läuft die Portierung

Wie funktioniert die Rufnummernmitnahme?

Wir erklären es euch:

Schritt 1: Einen neuen Vertrag finden und den alten Vertrag kündigen!

Um eine alte Rufnummer zu portieren, sind im Prinzip nur wenige Schritte erforderlich. Allem voran geht natürlich der Vertragswechsel. Vergleicht Handytarife und sucht euch euren neuen Wunschtarif und -anbieter heraus. Hilfe dabei gibt es wie gewohnt von den HandyRaketen, z.B. in unseren Ratgebern:

In den neuen Vertragsbedingungen erfahrt ihr auch direkt, ob eine Rufnummernmitnahme belohnt wird – etwa durch einen Wechselbonus im Rahmen besonderer Angebote.

Schritt 2: Kosten in Erfahrung bringen!

Jeder Anbieter kann für die Rufnummernmitnahme eine Gebühr in Höhe von bis zu rund 30 Euro verlangen. Die Höhe dieser Gebühr erfahrt ihr in den Vertragsbedingungen oder beim Kundenservice eures Anbieters. Erfahrungsgemäß liegt diese bei rund 25 bis 30 Euro.

Schritt 3: Den Datenabgleich beachten!

Berücksichtigt, dass die bei eurem alten Anbieter hinterlegten Daten (bei Privatkunden: Rufnummer, Name, Geburtsdatum) genau mit den Daten übereinstimmen müssen, die ihr bei eurem neuen Anbieter eintragt. Der Abgleich erfolgt maschinell und ist beispielsweise problematisch, wenn sich euer Name oder eure Adresse geändert hat. Habt ihr euren alten Anbieter nicht informiert, wird der Antrag auf Rufnummernmitnahme abgelehnt.

Schritt 4: Portierung beim alten Anbieter beantragen!

Bei der Portierung kommt es darauf an, ob es sich bei eurem alten Vertrag um einen Prepaid-Tarif oder um einen Mobilfunkvertrag mit Laufzeit handelt.

  • Bei einem Prepaid-Tarif müsst ihr eine sogenannte »Verzichtserklärung« ausfüllen (ihr verzichtet sozusagen auf die Nutzung eurer Prepaid-Karte und Nummer) und diese beim alten Anbieter gemeinsam mit einer Kündigung einreichen. Dafür gibt es vorgedruckte Formulare, die neben der Angabe eurer Rufnummer auch die SIM-Kartennummer und euren Namen oder das Geburtsdatum abfragen.
  • Bei einem Vertrag mit Laufzeit (Postpaid) ist ein Antrag auf Rufnummernmitnahme erforderlich. Diesen stellt ihr entweder noch während der Vertragslaufzeit oder bis zu 30 Tage nach Vertragsende bei eurem alten Anbieter. Auch in diesem Fall erhaltet ihr alle notwendigen Formulare. Beachtet: Entscheidet ihr euch für eine Mitnahme während der Vertragslaufzeit, müsst ihr selbstverständlich alle noch ausstehenden Kosten bis zum Vertragsende übernehmen und euren Vertrag rechtzeitig kündigen. Wann die Übertragung der Handynummer genau erfolgt, erfahrt ihr in der Regel per SMS.

Schritt 5: Auf die Freischaltung der »neuen alten Nummer« warten

Nachdem der alte Anbieter die Nummer abgeschaltet und damit freigegeben hat, muss der neue Anbieter diese lediglich noch aktivieren. Die Gebühr für die Freigabe eurer Nummer wird von eurem Konto oder eurer Prepaid-Karte abgebucht. Bis zum Abschluss der Portierung kann es einige Stunden dauern. Danach seid ihr wie gewohnt unter eurer alten Handynummer erreichbar. Mit dem Unterschied, dass ihr ab sofort zu den Konditionen eures neuen Mobilfunk-Anbieters surft, telefoniert und SMS schreibt. Gegebenenfalls erhaltet ihr jetzt noch euren Wechselbonus – entweder als Prepaid-Guthaben oder als Gutschrift.

Handynummer wechseln - oder die alte Nummer mitnehmen?

Zu viele Informationen auf einmal?

Wie die Rufnummernmitnahme genau funktioniert, erklärt euch Anbieter smartmobil in einem kurzen Video:

Bonus: Netzzugehörigkeit in Erfahrung bringen!

Im Rahmen der Mitnahme wird die gesamte Nummer inklusive Vorwahl zum neuen Anbieter übertragen. Dementsprechend sind die ersten Ziffern der Mobilfunknummer mittlerweile kein Indiz mehr für den Anbieter und das Netz. Das bringt einen Nachteil mit sich: Telefoniert ihr beispielsweise kostenlos ins Vodafone-Netz, könnt ihr nicht mehr automatisch an der Nummer des Anzurufenden erkennen, ob dieser ebenfalls das Vodafone-Netz nutzt (und nicht etwa o2). Um die Netzzugehörigkeit einer Rufnummer herauszufinden, bieten die Netzbetreiber Abfragemöglichkeiten an. Etwa über eine kostenlose Kurzwahl, per SMS oder online.

Wer seine alte Handyrufnummer mit zum neuen Anbieter nehmen möchte, erhält meistens einen Bonus für die bzw. Rufnummernportierung, wie es auch heißt. Allerdings sollte man sich von diesem Bonus nicht blenden lassen, zumal beim alten Anbieter Gebühren für den Rufnummernwechsel anfallen. Meist kompensiert das gewährte Extra-Guthaben lediglich diese Kosten. Welche Voraussetzungen ihr für einen Rufnummernübertrag erfüllen müsst, erfahrt ihr in diesem Ratgeber.

Rufnummernmitnahme bei Anbietern

Direkt zu den Anbietern:

FAQ: Fragen & Antworten zum Thema Portierung

Wer einen Handyvertrag − ob nun Allnet-Flatrate, einen Paket-Tarif oder Prepaid − neu günstiger abschließen kann die angebotene Vertragsverlängerung zu alten (meist überhöhten) Konditionen bei seinem bisherigen Anbieter ausschlägt, möchte häufig seine alte Mobilfunknummer mitnehmen.

Diese sogenannte Rufnummernmitnahme sorgt bei manchen Verbrauchern für Kopfzerbrechen und Fragen:

  • Kann ich jede Rufnummer mitnehmen?
  • Was kostet eine Rufnummermitnahme?
  • Wann kann ich meine alte Rufnummer mitnehmen?

Die wichtigsten Richtlinien und Gesetze zu diesem Thema noch einmal zusammengefasst:

  • Die Rufnummernmitnahme in Mobilfunknetzen wird häufig mit den drei Buchstaben MNP abgekürzt. Damit ist der Begriff Mobile Nummer Portability gemeint, der als Standard die Mitnahme der kompletten Nummer inklusive Handy-Vorwahl (0160 … 0173 … etc.) definiert. Selbst bei einem Netzwechsel zieht die Vorwahl, an der man einst das Handynetz erkennen konnte, mit um, sodass es nur noch bei Neuverträgen möglich ist, die Vorwahl einem Netz(betreiber) zuzuordnen.
  • Bei einem Providerwechsel ist der alte Mobilfunk-Provider, mit dem ihr einen Vertrag hattet, gesetzlich verpflichtet, diese Handynummer für einen anderen Anbieter freizugeben (vgl. §46 TKG). Allerdings ist nicht jeder neue Anbieter im Gegenzug verpflichtet, diese zur Verfügung gestellte Nummer zu übernehmen und folglich eingehend zu portieren (otelo-Kunden vor 2013 werden damit leidliche Erfahrungen gemacht haben!).
  • Die Rufnummernmitnahme setzt voraus, dass der neue Provider diese Rufnummernmitnahme eingehend unterstützt. Informationen zur Möglichkeit der Portierung findet ihr entweder in der Preisliste bzw. den AGB des neuen Anbieters bzw. in den FAQ auf der jeweiligen Anbieter-Website. Eine eingehende Portierung kostet kein Geld extra, auch wenn dadurch ein Service-Aufwand entsteht, häufig belohnen die Anbieter bei Neuverträgen den Umzug sogar mit einem MNP-Bonus zwischen 25 und 30 €, der in etwa die Kosten bei eurem alten Anbieter, die immer anfallen, wettmacht.

Ist eine vorzeitige Rufnummernmitnahme (vor Vertragsende) möglich?

  • Ja, ihr könnt eure Rufnummer seit neuesten Regelungen auch dann mitnehmen, wenn ihr noch einen länger laufenden Mobilfunkvertrag habt. Allerdings laufen die Kosten für den Altvertrag weiter, lediglich die Rufnummer wird angefordert, bei Vertragsende freizugeben.

Was kostet eine Rufnummernmitnahme?

  • Für die Mitnahme der Handynummer fallen in aller Regel Gebühren an, die im Jahr 2004 von der Preisregulierungsbehörde (Bundesnetzagentur) auf maximal 29,95 € (Endkundenpreis inkl. MwSt.) festgesetzt wurden (siehe Pressemitteilung). Da der damalige Mehrwertsteuerbetrag noch bei 16% lag und heute bei 19% notiert, hat sich die Gebührenobergrenze leicht auf maximal 30,72 € (gerundet) erhöht. In der Praxis schwanken die Gebühren zwischen 24 und 30 €.

Die Bundesnetzagentur hat übrigens wichtige Informationen zur Portierung im Mobilfunknetz auf einer eigenen Seite hilfreich zusammengestellt.

Über Daniel (1654 Artikel)
Daniel hat den Handytarifmarkt seit 2010 intensiv im Blick und weiß um die günstigsten Handy-Deals in Handyshops, bei Tarif-Discountern, Serviceprovidern und Netzbetreibern und stellt euch die neuesten Handyschnäppchen und Tarifknaller vor. Daniel lebt in Berlin.
Tarif-Empfehlung

Habt ihr Erfahrungen mit der Mitnahme eurer Rufnummer im Rahmen einer Portierung gemacht? Hat das gut geklappt - oder war es eine einzige Katastrophe? Woran lag es?

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