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Marktwächter zur Kündigung bei Zurücknahme der Rufnummernmitnahme: Abmahnung an Vodafone & Telefónica

Erfolgreiche Abmahnung gegen Praxis der Vertragsverlängerung trotz Kündigung

Abmahnung wegen nicht erfolgter Rufnummernmitnahme an Telefónica und VodafoneSicherlich ein Spezialfall, aber dennoch ein Vorgehen, das einige Mobilfunkkunden in der Vergangenheit beschäftigte. So zogen die Mobilfunkanbieter Vodafone und die Telefónica in der Vergangenheit Handyvertragskündigungen eigenmächtig zurück, wenn Kunden den Antrag auf Rufnummernmitnahme zum neuen Provider zurücknahmen. Diese führte dann gar zu einer (unfreiwilligen) Vertragsverlängerung, wenn die Dreimonatsfrist abgelaufen ist. Das Ignorieren von Vertragskündigungen veranlasste die Marktwächter der Verbraucherzentrale nun zu einer erfolgreichen Abmahnung bei nicht erfolgter Rufnummernmitnahme an Vodafone und die Telefónica.

Marktwächter: Vodafone und Telefónica abgemahnt

Im Grunde handelt es sich bei der Kündigung eines Handyvertrags sowie bei der Rufnummernmitnahme zu einem neuen Provider um zwei unterschiedliche Vorgänge. Die Netzbetreiber Vodafone und Telefónica hatten das in der Vergangenheit anders gesehen. Kündigte ein Verbraucher fristgerecht seinen Handyvertrag und beantragte beim neuen Mobilfunkanbieter die Rufnummernmitnahme, zog diesen Antrag jedoch vor der Portierung zurück, war für die genannten Provider auch die Kündigung hinfällig.

Laut Tom Janneck, Teamleiter beim Marktwächter Digitale Welt der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein ist der Sachverhalt klar:

»Die Rufnummernportierung ist von der Kündigung des Telefonvertrages rechtlich unabhängig. Kündigt ein Kunde also fristgerecht seinen Vertrag, dann kann das Unternehmen nicht eigenmächtig eine Vertragsverlängerung einleiten.«

Kündigung auch ohne Rufnummernmitnahme gültig

Das Anliegen der Marktwächter hat nun Gehör gefunden: Sowohl Vodafone als auch die Telefónica lenkten ein. Das bedeutet: Eine Kündigung ist, sofern diese fristgerecht eingeht, in jedem Fall wirksam. Unabhängig davon, ob ihr die geplante Rufnummernportierung durchführt oder eben nicht.

Verbraucherzentrale einschalten, Beschwerden sammeln

Die Marktwächter weisen auf Beschwerdeformulare hin, über die diese oder ähnliche Anliegen gesammelt werden. Außerdem kann die Verbraucherzentrale weiterhelfen.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (3504 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / hat auf derselben Schule wie Pinar Atalay (ARD Tagesthemen) Abitur gemacht / nicht mit dem Torwart vom HSV zu verwechseln / zahlt monatlich 16,25 € für seine 10 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999

Was meint ihr? Richtig so? Oder viel zu sehr klein-klein, das hier geregelt wird?

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