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ALDI TALK Freischaltung der Prepaid-Karte für Flüchtlinge problematisch – auch andere Anbieter betroffen?

ALDI TALK in den Nachrichten-Schlagzeilen: Können Flüchtlinge SIM-Karte nicht aktivieren?

ALDI TALK: Probleme mit Freischaltung von SIM-Karten für Flüchtlinge? Wer als Flüchtling eine SIM-Karte bei ALDI TALK freischalten möchte, hat es schwer: Wie die Verbraucherzentrale Niedersachsen informiert, haben Flüchtlinge Probleme mit der Aktivierung von ALDI TALK SIM-Karten. Seit dem 1.7.2017 müssen Prepaid-Kunden sich für die Freischaltung ihres Pakets legitimieren, es gilt die sogenannte Prepaid-Ausweispflicht − nicht nur für Flüchtlinge. Die mit der Verifizierung vertrauten Dienstleister haben aber allem Anschein nach nicht nur alle Hände voll zu tun, sondern auch Schwierigkeiten, die Aufenthaltstitel anzuerkennen. Was dazu führt, dass eine Freischaltung der ALDI TALK Startpakete für Flüchtlinge fehlschlägt. Hier lest ihr die aktuellen ALDI TALK Nachrichten zu diesem »Flüchtlingsproblem«.

Kurz ein paar Takte zur Verbraucherzentrale Niedersachen. Diese legt sich schon seit einiger Zeit mächtig ins Zeug, um Flüchtlingen einen Wegweiser im Verbraucher-Vertragsrecht an die Hand zu geben. Das zeigt sich nicht zuletzt in einer wachsenden Sammlung hilfreicher Broschüren in allen Lebenslagen, die es definitiv verdient, einem breiteren Publikum bekannt bekannt gemacht zu werden. Chapeau:

ALDI TALK: Freischaltung für Flüchtlinge nicht möglich?

Die eingangs erwähnte Meldung der Verbraucherzentrale Niedersachsen sorgt für Wirbel: Denn Flüchtlinge mit einem Aufenthaltstitel seien nicht in der Lage, ihre erworbenen Prepaid-Pakete zu registrieren. Denn haben Flüchtlinge weder Pass noch (Personal-)Ausweispapiere, schlägt das Video-Ident oder Post-Ident-Verfahren alleim Anschein nach fehl.

Verantwortlich dafür sei offensichtlich ein technisches Problem bei der Lesbarkeit:

»[…] Per Gesetz sind für die Identifizierung neben Reisepass und Personalausweis auch Aufenthaltstitel, Ankunftsnachweise sowie die Bescheinigung über die Aufenthaltsgestattung beziehungsweise die Aussetzung der Abschiebung zulässig. „Bei den von ALDI Nord eingesetzten Post- und Video-Ident-Verfahren können Dokumente wie die Aufenthaltsgestattung nicht gelesen werden,  da die Schrift anscheinend zu klein ist “ […]«

Flüchtlings-Probleme mit der Prepaid-SIM-Karten-Freischaltung

Das Problem der Flüchtlinge mit der Prepaid-SIM-Karten-Freischaltung könnte sich nicht nur bei ALDI TALK ergeben

Prepaid-Karten für Flüchtlinge allgemein nicht aktivierbar?

Natürlich wirft das ein schlechtes Licht auf die Mobilfunkmarke. Doch wir glauben, dass sich die Fallzahl-Häufung aus der Beliebtheit dieses Tarifs heraus ergibt. Und durchaus weitere Anbieter betroffen sein könnten.

Aufenthaltstitel-Lesbarkeitsproblem bei SIM-Karten-Freischaltung?

Sollte das technische Lesbarkeitsproblem wirklich der Grund sein, dann dürfte es noch eine weitere Welle von Fällen nach sich ziehen, eben auch bei anderen Prepaid-Anbietern. Durch die Prepaid-Legitimierungspflicht staut sich bei den Anbietern ja ohnehin bereits das Verfahren der SIM-Karten-Freischaltungen und wird zum Geduldsspiel, ob man Flüchtling ist oder nicht.

Die zusätzliche Barriere der (Zu-)Kleinschrift könnte aber flächendeckend dazu führen, dass Aufenthaltstitel nicht anerkannt werden und die Registrierung fehlschlägt. Interessant wäre in diesem Zusammenhang ja das Beispiel eines Anbieters, bei dem sich Flüchtlinge problemlos mit einen Aufenthaltstitel legitimieren können.

Wie Telefónica (unserer Meinung nach) plausibel gegenüber teltarif mitteilt, kann es sich nicht um ein spezifisches ALDI-TALK-Problem allein mit Flüchtlingen handeln (klingt irgendwie blöd, wissen wir), da auch andere Mobilfunkmarken diese oder ähnliche Dienstleister-Verfahren zur Freischaltung nutzen, die auch bei ALDI TALK zum Einsatz kommen.

Allerdings ist die Forderung der Verbraucherzentrale, nicht aktivierbare Prepaid-Karten zurückzugeben (und damit quasi seinen Handyvertrag zu widerrufen), durchaus nachvollziehbar. Wenn das Budget knapp ist, sind selbst die 12,99 € fürs SIM-Karten-Startpaket zu viel.

Prepaid-Karten-Anmeldung auch bei anderen Anbietern nicht möglich?

Allerdings geistert nun erst einmal ALDI TALK im Zusammenhang mit Problemen bei der Prepaid-Freischaltung durch die Nachrichten.

Wir denken aber, dass das Thema in den kommenden Tagen weitere Kreise ziehen wird, wenn das Feedback zu weiteren Mobilfunkteilnehmern aufläuft, das durch das mediale Echo sicherlich nicht lange auf sich warten lassen wird.

Vielmehr bleibt dann die Frage im Raum, wie denn das Problem der Flüchtlinge, ihre SIM-Karten nicht aktiviert zu bekommen, gelöst werden kann. Und zwar einerseits auf die Schnelle, andererseits aber auch wirklich so sorgfältig, wie es das Gesetz verlangt. Es zeigt sich einmal mehr, wie schwierig sich Gesetzesvorhaben am Ende tatsächlich in der Praxis umsetzen lassen.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (3819 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / hat auf derselben Schule wie Pinar Atalay (ARD Tagesthemen) Abitur gemacht / nicht mit dem Torwart vom HSV zu verwechseln / zahlt monatlich 16,25 € für seine 10 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999

Habt ihr auch schon von Problemen von Flüchtlingen bei Freischaltung von SIM-Karten gehört? Wisst ihr, woran die Anmeldung scheitert?

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