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Android Kosten: Gebühren von bis zu 40 US-Dollar für Hersteller? Werden Handys nun teurer?

Android Gebühren von bis zu 40 $ im Gespräch für Google App-Nutzung

Android KostenDrohen den Smartphone-Herstellern nun etwa Android-Kosten als Lizenzgebühr? Möchte Google somit eine Android-Hersteller-Gebühr einführen? Das geht aus den von Google aktualisierten Lizenz- und Nutzungsbedingungen hervor. Die neue Gebührenstruktur ist wohl eine Antwort auf die Milliardenstrafe der EU. Die sah nämlich in den Einschränkungen, die Google Smartphone-Herstellern auferlegte, Marktmissbrauch. Jetzt kontert Google und will bis zu 40 US-Dollar für die Verwendung von Android-Apps. Das könne sich auf die Smartphone-Preise auswirken.

Android für Hersteller nicht mehr kostenlos?

Noch im Sommer hat die Europäische Kommission Google zu einer Rekordstrafe verdonnert: 4,34 Milliarden Euro sollten fällig werden − wegen Marktmissbrauchs. Die EU kritisierte vor allem Googles strikte Vorgaben, an die sich Smartphone-Hersteller zu halten hatten, wenn diese Android als Betriebssystem auf ihre Geräte bringen wollten. So war die Google Suche als einzige »Suchmaschinen-App« Pflicht.

Auch der Chrome-Browser musste vorinstalliert werden. Google ging in Revision und verkündete im Oktober 2018 eine weitere Strategie: Hersteller sollen das Betriebssystem Android in Zukunft nicht mehr kostenfrei auf ihre Smartphones bringen können.

Android Gebühren

Kommt auf Hersteller Android Lizenz-Gebühren zu? Berichte unterstützen die Diskussion um Extrakosten ab 2019

Android: Gebühren für Hersteller wohl bis zu 40 US-Dollar

Mit einer Android-Gebühr kontert Google also, um die Vorgaben der Kommission zu erfüllen. Herstellern will Google nun bessere Wahlmöglichkeiten bieten, das aber gleichzeitig mit einer durchaus üppigen Gebühr versehen: 40 US-Dollar soll die Integration von Android-Apps und Google Play Store innerhalb der EU in Zukunft wohl kosten.

Und damit wir uns nicht falsch verstehen: Nicht einmalig pro Hersteller, sondern natürlich pro Mobiltelefon. Das berichtet unter anderem The Verge unter Berufung auf vertrauliche Dokumente.  Die neuen Gebühren könnten ab Februar 2019 greifen  – und je nach Handy-Typ und Land variieren.

Neue Android-Lizenzgebühr: Werden Handys teurer?

Steigende Smartphone-Preise sind wir ja längst gewohnt. Eine UVP um die 1000-Euro-Marke löst längst keine Schnappatmung mehr aus − jetzt könnten Handys erneut einen Preissprung verzeichnen.

Aber: Nicht jedes Handy wird den Informationen von The Verge zufolge wohl mit einer entsprechenden Gebühr versehen sein. Wer etwa die Google Suche und Chrome vorinstalliert, könnte von der Gebühr ausgenommen sein. Außerdem wird die Höhe der Gebühr wohl von der Pixeldichte des Handys abhängig sein. Für günstigere Handys mit unter 400 ppi (viele aktuelle Mittelklasse-Handys siedeln im Bereich um die 400 ppi, weitere Informationen im Ratgeber Smartphone-Displays) könnte die Gebühr je nach EU-Land zwischen 2,50 US-Dollar und 10 US-Dollar liegen.

Also: Hersteller könnten die Android-Gebühr an den Kunden weitergeben. Die 40 US-Dollar stellen jedoch das Maximum dar. Wer ein Handy der unteren Preisklasse (etwa unter 100 €) kauft oder eben ein Smartphone, auf dem Google-Apps vorinstalliert sind, könnte die neue Gebührenordnung gar nicht bemerken. Damit ist allerdings auch fraglich, ob Hersteller nicht alles wie bislang beibehalten – und die entsprechenden Google-Apps (Chrome, Google Suche) weiterhin verwenden. Dass Handys generell teurer werden, ist somit nicht gesagt.

Christian
Über Christian (Redaktion) (3555 Artikel)
Ist spätestens seit dem Studium der Kommunikations-Wissenschaft (ab 2004) dem Mobilfunk-Sektor verfallen / war als "Mystery Shopper" bzw. Test-Kunde in Handy-Shops undercover / journalistisches Handwerkszeug unter anderen bei DeWeZet (lokal), taz & WELT (überregional) verfeinert / war als stellv. Chefredakteur bei der SPARWELT an Bord / probiert aktuell einen Unlimited-Tarif aus

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