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Android Go: Was kann die Light-Version des Smartphone-Betriebssystems überhaupt?

Android Go

Einige Smartphones kommen mit Android Go statt mit der üblichen Android-Version daher. Android Go bildet dabei eine Möglichkeit, auch günstigen Einsteiger-Handys den Zugriff auf aktuelle Apps und wichtige Sicherheitsupdates zu geben. Mit möglichst geringen Leistungseinbußen und bei möglichst ruckelfreier Performance. Allerdings bietet ein Handy mit Android Go weniger Funktionen, als ein klassisches (Premium-) Smartphone. Wir haben uns das mal genauer angeschat.

Android Go – Was ist das überhaupt?

Mit Android Go ist eine Light-Variante des Handy-Betriebssystems erhältlich, die speziell für Einsteiger-Smartphones gedacht ist. Diese Mobiltelefone verfügen meist über abgespeckte Hardware-Features, sodass die neueste Android-Version meistens gar nicht erst auf dem Handy läuft – aufgrund von zu wenig Speicher oder einem zu langsamen Prozessor.

Deshalb wurden viele Budget-Smartphones bisher mit einer veralteten Android-Version statt einem Android Lite ausgeliefert. Das ist sicherlich nicht optimal, schließlich kommen in neuen Versionen nicht nur weitere Funktionen hinzu – auch Sicherheitslücken werden geschlossen.

Exakte Bezeichnung: Android 8.1 Oreo Go

Die ersten Handys mit Android Go wurden im Frühjahr 2018 vorgestellt.  Android Go ist somit eine entschlackte Version von Googles Android Oreo . Auf der offiziellen Android-Seite findet sich die Bezeichnung »Android Oreo (Go edition)«, und in den Produktdetails aktueller Handys lesen wir meistens unter Betriebssystem  Android 8.1 Oreo Go , wenn es sich um die schlanke Lite-Version handelt.

Klassisches Android vs. Android Go: Wo liegt der Unterschied?

Android Go wurde speziell für Einsteiger-Smartphones konzipiert.  Smartphones mit maximal 1 GB Arbeitsspeicher  sollen laut der englischsprachigen Wikipedia Android Go verpasst bekommen. Android Go soll datensparend laufen.

Weitere Features sind:

  • belegt weniger internen Speicher auf dem Handy
  • schmalere Versionen der Google-Dienste, etwa eine schlanke Gmail- oder Google-Maps-App
  • weniger Apps vorinstalliert
  • Einschränkung der gleichzeitig ausführbaren Anwendungen auf maximal 4 Apps
  • Hervorhebung ressourcensparender Apps im Google-Play-Store
  • deutlichere Anzeige, etwa von freiem Speicher und Batteriestand
  • einfachere Datenverwaltung durch neuen File-Browser

Nachteile von Android Go

In der Verwendung der Lite-Versionen einzelner Apps liegt aber auch der Nachteil: Google-Apps wie Maps belegen nicht nur weniger Speicher, sondern bieten auch weniger Funktionen als die großen Geschwister. So lassen sich Karten in Google Maps Go nicht offline Speichern und die Navigation in Echtzeit steht ebenfalls nicht zur Verfügung. Weitere Funktionen wie das Ausführen von zwei Apps gleichzeitig via Split-Screen sind ebenfalls nicht möglich.

An Apps könnt ihr auf spezielle Lite-Apps zugreifen, die im Google-Play-Store extra hervorgehoben werden. Aber auch normale Apps laufen unter Android Go. Klar: Die Specs des Handys erlauben kaum leistungsintensive Apps. Speicher und Arbeitsspeicher dürften entsprechend schnell ausgelastet sein.

Welches Handys nutzen Android Go?

Android Go läuft zum Beispiel auf dem Nokia 1 sowie auf dem Alcatel 1X. Beide Smartphones mit einer UVP von unter 100 € haben wir euch ja bereits ausführlich im Handyblog vorgestellt.

Weitere Hersteller, die auf Android Go setzen, sind neben Nokia (bzw. HMD Global) und Alcatel auch ZTE und Wiko. Huawei liefert mit dem Y3 ein Modell mit schlankem Betriebssystem und Samsung könnte mit dem J2 nachrücken.

Lohnt sich ein Handy mit Android Go?

Die Lite-Version Android Go läuft vor allem auf Einsteiger-Handys, die in den meisten Fällen unter 100 € Kosten. Greift ihr zu einem solchen Handy, wisst ihr bereits, dass ihr mit abgespecktem Leistungsumfang rechnen müsst. Android Go bringt dabei das neueste Betriebssystem auf’s Handy und lässt das Smartphone dennoch vergleichsweise flüssig laufen.

Das ist nicht nur bequemer, wenn es um die praktische Anwendung geht: Ihr werdet auch mit Sicherheitsupdates versorgt. Allerdings müsst ihr auf einige Funktionen, die die Vollversionen einiger Apps mitbringen, verzichten.

Vollumfänglich und ohne Leistungseinbußen geht’s dann eben doch nur, wenn ihr etwas mehr Geld auf den Tisch legt. Vielleicht mit einem guten Bundle aus Handy mit Tarif? In einem eigenen Ratgeber rechnen wir euch außerdem vor, wie viel so ein Smartphone eigentlich kostet.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (3498 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / hat auf derselben Schule wie Pinar Atalay (ARD Tagesthemen) Abitur gemacht / nicht mit dem Torwart vom HSV zu verwechseln / zahlt monatlich 16,25 € für seine 10 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999

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