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Project Treble: Google bringt Android-Updates schneller auf euer Smartphone

Project Treble

Das Project Treble wurde zur Verwirklichung schnellerer Android-Updates ins Leben gerufen. Denn Bloatware, Hersteller-spezifische Anwendungen und die Kombination der unterschiedlichsten Hardware-Komponenten und damit verbunden verschiedener Treiber verzögern die Verfügbarkeit wichtiger Aktualisierungen der Handy-Betriebssysteme zunehmend.

Project Treble will dagegenhalten. Kauft ihr ein Handy, das sich dem Projekt angeschlossen hat, könnt ihr mit einem rascheren Rollout rechnen. Damit bleibt das Smartphone auch länger up to date.

Googles Project Treble für schnellere Android Updates

Googles Project Treble ist eine Alternative zu Android One. Es handelt sich um ein komplettes (und eben nicht wie bei Android One entschlacktes) Betriebssystem, das eine eigene Hersteller-Oberfläche oder vorinstallierte Apps umfassen kann.

Project Treble gibt es seit Einführung von Android 8 Oreo. Sinn dahinter:  Schnellere Android Updates  ermöglichen!

Warum ist das Project Treble notwendig?

Oft vergeht viel Zeit vom Release einer neuen Android-Version bis zu dem Tag, an dem das Update tatsächlich auf eurem Handy eintrifft. Schuld daran ist nicht unbedingt Google, denn jedes Handy-Modell ist anders. Soll heißen: Hersteller müssen nicht nur ihre eigenen Nutzer-Oberflächen und die auch als Bloatware bezeichneten speziellen Apps anpassen.

Auch bei der Verknüpfung von Hard- mit Software hapert es. WLAN-Chip, Kamera & Co. benötigen spezielle Treiber, um zu funktionieren. Diese jeweils dem Betriebssystem anzupassen, ist umständlich.

Und hier kommt Project Treble ins Spiel: Updates für das Android-Betriebssystem erfolgen dank Treble unabhängig von den benötigten Treibern. Das Portal mobilsicher.de erklärt es noch einmal genauer:

»Dazu hat Google die „Schnittstellen“ zwischen Treiber und Android-System genau definiert. Das heißt: Mit Project Treble ist genau vorgeschrieben, wie die Treiber künftig mit dem Betriebssystem kommunizieren sollen. Ändert sich nun etwas im Android-Betriebssystem, bleiben diese Schnittstellen gleich.«

Soll heißen: Ein Update auf eine neue Android-Version kann stattfinden, die Treiber bleiben jedoch wie sie sind, müssen nicht erst durch den Hersteller angepasst werden. Wer es noch genauer wissen will: Details verrät der Android Developers Blog in einem Beitrag von Mai 2017.

Project Treble: Samsung und Huawei sind dabei, aber nicht immer

Sony, HTC, Samsung und Huawei unterstützen das Project Treble bereits.

Es gilt eine einfache Faustregel:  Alle Handys, die mit Android 8 Oreo (oder besser) veröffentlicht werden, müssen das Projekt unterstützen , so jedenfalls die Vorgabe von Google. Für andere Smartphones (zum Beispiel mit Android 7 Nougat) ist Project Treble keine Pflicht, wohl aber eine Möglichkeit.

Heißt also: Hersteller wie Samsung und Huawei sind dabei, allerdings nicht immer und nicht mit allen Geräten. Die meisten Smartphone-Neuheiten von 2018 dürften mittlerweile auf Treble setzen. Aber es gibt Ausnahmen, so etwa das Samsung Galaxy A8 von Anfang 2018 – das hat nämlich nur Android 7.1 vorinstalliert.

Project Treble Phones: Auch Handys vor Android 8

Wer ein Handy mit Android 7 Nougat ab Werk besitzt, kann jedoch Glück haben. Denn die Liste der Project Treble Phones umfasst eben auch Handys vor Android-Version 8. Sofern diese auf Oreo geupdatet werden und der Hersteller sich freiwillig dem Projekt angeschlossen hat.

Jaja, zugegeben, das ist ganz schön schwammig. Netzwelt.de hat sich die Mühe gemacht und eine Liste mit Project-Treble-Handys zusammengestellt, die erst nachträglich vom Hersteller auf Android 8 gebracht wurden.

Mit dem Release von Android 9 Pie dürfte aber nach und nach die Auswahl der Treble-Handys immer mehr ansteigen. Mittlerweile bringt kaum noch ein Hersteller ein Handy mit Android Nougat ab Werk heraus.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (4070 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / zahlt monatlich 16,25 € für seine 10 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999 / nutzt aktuell ein iPhone

Weniger Trouble: Setzt ihr auf Project Treble?

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