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Bloatware vom Handy entfernen: Vorinstallierte Android-Apps als unnütze Ressourcenfresser loswerden!

Bloatware

Unbeliebt, aber dennoch weit verbreitet: Bloatware ist auch auf Smartphones ein Thema. Die oft überflüssigen Anwendungen nutzen wichtige Ressourcen und verlangsamen das System. Doch was ist Bloat-Ware überhaupt? Und wie könnt ihr diese entfernen?

Dieser Beitrag soll es euch verraten: Wir tragen zusammen, was ihr über Bloatware wissen solltet und geben einige nützliche Tipps, ob und awie ihr die ungewollten Zusatz-Programme am Ende loswerdet.

Bloatware Wiki: Was ist Bloatware überhaupt?

Was ist Bloat-Ware überhaupt? Laut Wikipedia handelt es sich um Software, die mit so vielen Funktionen ausgestattet ist, dass diese nicht mehr wie eigentlich gewünscht verwendet werden kann. Das Programm ist überladen oder, gemäß der Übersetzung von to bloat, aufgebläht.

Keine Schadsoftware, aber unnütze Apps

Neben Software mit zu vielen Features werden oft auch unnötig installierte Programme als Bloatware bezeichnet. Ist im Grunde aus der PC-Welt bekannt: Neben Windows sind häufig weitere Anwendungen installiert, die gar nicht benötigt werden, das System verlangsamen aber gleichzeitig nur mit erheblichen Schwierigkeiten entfernt werden können.

Heißt also:

  • Durch Bloat-Ware werden wichtige Systemressourcen geblockt.
  • Bloatware belegt mit im Grunde nicht erwünschten Anwendungen Speicher.
  • Die Anforderungen an die Hardware steigen.

Handy Bloatware: Vorinstallierte Apps, die man gar nicht möchte?

Und was ist Bloatware am Handy? Was haben Smartphones mit dem Problem der aufgeblähten Software zu tun?

Wer Android-Handys nutzt, kennt das Problem vielleicht: Viele Hersteller installieren jede Menge Apps vor − die ihr dann nicht ohne Weiteres deinstallieren könnt. Ihr schleppt also eine ganze Reihe Apps mit euch herum, die an den Ressourcen zehren, Akku verbrauchen und wertvollen Speicherplatz belegen. Und die ihr womöglich gar nicht benötigt.

Android: Bloatware bei Samsung und nutzlose Bixby-Taste?

Geht es um Bloatware bei Android, dürfen sich allein aufgrund der Beliebtheit der Galaxy-Reihe viele User mit Samsungs Bloatware auseinandersetzen. In älteren Versionen bis 2016 lieferte Samsung Handys mit TouchWiz-Oberfläche aus.

Diese wurde im Januar 2017 von Samsung Experience (Details bei Wikipedia) abgelöst. Es handelt sich um ein User-Interface (UI), das sich optisch vom klassischen Android abhebt und zudem die eine oder andere zusätzliche und fest integrierte App mitbringt.

Sinnvoll sind sicherlich die Anpassungen für Edge-Display und S-Pen (etwa für das Galaxy Note), in Deutschland ist dagegen die eigene Bixby-Taste eher ein Ärgernis: Diese war bislang nutzlos, da dem Sprachassistenten Bixby die Unterstützung für die deutsche Sprache fehlte. Das soll sich jedoch schon bald ändern – so zumindest Samsung. Mal sehen, wann ihr die Taste dann auch hierzulande verwenden könnt.

Huawei Bloatware mit EMUI-Oberfläche

Bei Huawei heißt die eigene Benutzeroberfläche EMUI. Auch hier handelt es sich also nicht um reines Android, Kunden müssen sich somit auf Bloatware auf dem Handy einstellen. Nun gut, der Facebook Messenger steht zum Beispiel ohnehin auf der Download-Liste vieler Nutzer. Hinzu kommt jedoch noch eine Reihe weiterer Apps, die sicherlich nicht jeder Nutzer benötigt.

Über die App-Liste im Menü Einstellungen könnt ihr viele vorinstallierte Apps entfernen. Bei den übrigen Apps gibt’s einen kleinen Trick, den wir euch im nächsten Abschnitt vorstellen wollen.

Smartphone Bloatware entfernen oder deaktivieren?

Wie könnt ihr Bloatware bei Samsung, Huawei und anderen Herstellern vom Handy entfernen? Das Ärgerliche ist, dass Bloatware vom Smartphone oft nur über Umwege entfernt werden kann, statt über den klassischen Weg über das Deinstallieren-Menü. Die Programme sind quasi fest in das Betriebssystem integriert.

Statt Deinstallation könnt ihr euch in vielen Fällen immerhin für eine Deaktivierung der Apps entscheiden. Die jeweiligen Apps belegen dann zwar weiterhin Speicherplatz auf dem Smartphone, werden jedoch nicht mehr im Hintergrund ausgeführt, belegen keinen Arbeitsspeicher und verbrauchen keinen unnötigen Akku.

Zur Deaktivierung wählt ihr eine App über den Homescreen eures Smartphones an. Öffnet die App jedoch nicht, sondern tippt länger darauf, bis sich ein Menü öffnet.

Löschbare Apps könnt ihr dort bereits deinstallieren, nicht löschbare Apps können oft deaktiviert werden. Dieser Weg kann jedoch je nach Smartphone und Android-Version unterschiedlich ausfallen. Benötigt ihr eine deaktivierte App, könnt ihr diese über das Einstellungen-Menü wieder zurücksetzen.

Lese-Tipps Schaut euch auch das Video und die Hinweise von mobilsicher.de an. Dort wird euch noch einmal erklärt, wie ihr beim Entfernen von vorinstallierten Apps vorgeht. Welche Apps als Alternative zur bereits installierten Bloatware herhalten können, erklärt mobilsicher.de in einem umfangreichen Ratgeber.

Bloatware durch Rooten entfernen?

Beim »Rooten« (Wikipedia) entsperrt ihr euer Handy, verpasst euch sozusagen erweiterte Zugriffsrechte. Nach einem Root könnt ihr das durch den Hersteller veränderte Android-System durch eine sogenannte CustomROM wie etwa LineageOS ersetzen. Und habt dann in der Regel mehr Freiheiten, auch was die Installation und Deinstallation von Apps angeht.

Aber Vorsicht: Wollt ihr ein Handy rooten, solltet ihr unbedingt wissen, was ihr da tut. Ein Backup ist Pflicht. Beachtet außerdem, dass eventuelle Garantie-Ansprüche mit dem Root erlöschen können. Also:  Lass euch nicht leichtfertig auf Experimente beim Rooten  ein, so ein Smartphone ist schließlich nicht gerade billig.

Android One als Bloatware-Alternative

Schlanker kommt dagegen Android One daher. Das ist eine entschlackte Variante von Googles Betriebssystem, die zwar eine Reihe Google-spezifischer Apps enthält, jedoch auf Hersteller-Apps oder gar eine eigene Hersteller-Nutzeroberfläche verzichtet, eben eine Bloatware-Alternative.

Das frisst deutlich weniger Ressourcen. Außerdem werden Updates viel schneller ausgerollt. Denn bei regulären Updates auf eine neue Android-Version müssen Hersteller oft ihre spezifischen Apps anpassen. Das dauert mitunter sehr lange – ärgerlich, vor allem, wenn es sich um wichtige Sicherheitsupdates handelt.

Handys mit reinem Android stammen von Google (Pixel 3 und Pixel 3 XL). Aber auch weitere Hersteller nehmen am Android-One-Programm teil. Besonders häufig vertreten: HMD Global mit seinen Nokia-Smartphones. Dort könnt ihr also auf zahlreiche Updates und eine schlanke Android-Version hoffen.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (3258 Artikel)
Daniel hat den Handytarif-Markt seit 2009 intensiv im Blick und weiß um die günstigsten Handy-Deals in Handyshops, bei Tarif-Discountern, Serviceprovidern und Netzbetreibern und stellt euch die neuesten Smartphone- & Tarif-Deals vor. Daniel lebt in der Nähe von Hamburg.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Bloatware auf dem Smartphone gemacht?

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