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Handy am Steuer: Veboten und teuer! Neuer Bußgeldkatalog 2017 verschärft Handy-Verbot beim Autofahren!

Handy am Steuer

Dass ein Handy am Steuer nichts zu suchen hat, sagt euch neben dem gesunden Menschenverstand auch die Straßenverkehrsordnung.  Ab dem 19.10.2017  gelten innerhalb Deutschlands neue Verkehrsregeln, oder sagen wir besser: angepasste Verordnungen. Der  Bußgeldkatalog 2017  soll abschrecken: So steigt das Verwarngeld von 60 € auf 100 €, wenn ihr leichtsinnig mit dem Smartphone beim Führen eines Kfz erwischt werdet.

Auch Fahrradfahrer werden mit dem Handy in der Hand stärker zur Kasse gebeten: Statt 25 € sind es nun 55 €. Außerdem bezieht sich das Handy-am-Steuer-Verbot sinnigerweise auch auf andere Kommunikationsgeräte wie Tablets oder Laptops.

Handy am Steuer = Höhere Strafen!

Das Prinzip des neuen Bußgeldkatalogs, der natürlich auch noch andere Dinge (wie illegale Autorennen) im Kern mit aufnimmt, heißt: Abschreckung! Deshalb klettern auch die Strafen für Dinge, die eigentlich eine Selbstverständlichkeit sind.

Ein Beispiel: Wer auf der Autobahn bei Unfällen keine Rettungsgasse bildet, wurde früher mit 20 € bestraft − aktuell sind es mindestens 200 €, in schweren Fällen sogar 320 € plus Fahrverbot. Dass so etwas neu geregelt werden muss: eigentlich eine Bankrotterklärung an den Verstand der Menschen, aber es gibt eben immer wieder solche Idioten.

Handynutzung: Strafe = 100 Euro + Punkt in Flensburg

Doch kommen wir zurück zum Thema, also was mit unbelehrbaren Autofahrern, die zugleich ihr Smartphone nutzen, ist. Diese werden künftig ebenfalls härter bestraft, zahlen 100 € statt 60 €. Dazu kommt der Punkt in Flensburg, also ein Eintrag in die Verkehrssünder-Kartei. Hier wurde eine Bundesratsabstimmung sehr schnell umgesetzt.

Bußgeldkatalog 2017: Fahrverbot möglich

Kommt es im Zuge der Handynutzung beim Autofahren zu einer Sachbeschädigung, werden sogar bis zu 200 €, 2 Punkte in Flensburg sowie ein Monat Fahrverbot verlangt.

Auch für Fahrradfahrer gelten neue Bußgelder: Aus 25 € werden künftig mindestens 55 €, wenn ihr auf dem Drahtesel telefoniert. Was ja nun mal auch wirklich nicht sein muss. Ausgeweitet wurde das Verbot übrigens auch auf Tablets und Laptops. Eigentlich unglaublich, dass dies bislang Ausnahmen waren …

Verbotswidrige Nutzung von Mobiltelefonen im Straßenverkehr rückläufig?

Dass die Verschärfung von Strafmaßnahmen als erfolgreich gilt, deckt eine Statistik des Kraftfahrtbundesamtes (KBA). Die Zahl der verzeichneten Vergehen ist spürbar rückläufig. Allerdings sollte man natürlich bedenken, dass hier nur die mitgeteilten Verstöße, also die geahndeten Vergehen, gezählt werden. Wie hoch die Dunkelziffer ist? Schwer festzustellen!

So ganz schwarz-weiß ist das Handyverbot am Steuer übrigens nicht. Es gibt Ausnahmen.

Handy am Steuer: Was ist verboten?

Ganz klar geregelt und verboten ist die aktive Handynutzung am Steuer. Hier einmal entsprechende Beispiele, was klipp und klar geahndet wird, wenn ihr beim Autofahren hierbei erwischt werdet:

  • Telefonieren ohne eine Freisprechanlage
  • Textnachrichten (SMS) lesen oder schreiben
  • Anrufe, Statusmitteilungen, Uhrzeit usw. auf dem Smartphone nachschauen
  • Wegdrücken von Anrufen, damit es nicht mehr klingelt
  • Mit dem Handy surfen
  • Handy bzw. Smartphone in der Hand halten, wenn der Motor läuft

Handy am Steuer: Was ist erlaubt?

Doch die pauschale Aussage greift zu kurz. Interessanterweise wurde in einem Urteil des Amtsgerichts Landstuhl (Az.: 2 OWi 4286 Js 12961/16) das Anschließen eines Smartphones an eine Ladestation während der Fahrt als nicht strafbar beurteilt. Hintergrund: Für eine Strafe müsse ein Bezug zu einer Telefon-Funktion gegeben sein. Das Umverlegen des Handys (zu einer Ladestation) sei also nicht zu ahnden.

Nun ja, wirklich logisch klingt das für unseren Geschmack nicht, schließlich soll die erzieherische Maßnahme ja darin bestehen, das Smartphone erst gar nicht in die Hand zu nehmen, um nicht abgelenkt zu werden.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (3531 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / hat auf derselben Schule wie Pinar Atalay (ARD Tagesthemen) Abitur gemacht / nicht mit dem Torwart vom HSV zu verwechseln / zahlt monatlich 16,25 € für seine 10 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999

Was meint ihr zum Handy-Verbot und den Strafen bei der Smartphone-Nutzung beim Fahren? Zu hoch, zu niedrig, genau richtig?

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