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Handy Sicherheit: Tipps für den sicheren Umgang mit dem Smartphone

Handy-Sicherheit

Was sind wichtige Tipps zur Handy-Sicherheit? Neue Smartphone-Modelle erobern den Markt und Handytarife kommen mit immer mehr Leistung: Dank Handyverträgen mit hohem Datenvolumen könnt ihr zum Beispiel fast überall so viel surfen, wie ihr wollt.

Doch ist das überhaupt sicher? Wer das Handy kaum noch aus der Hand legt, sollte sich die Mühe machen und sich mit einigen grundlegenden Themen zur Smartphone-Sicherheit befassen. Aber auch Gelegenheitsnutzer sollten wissen, wie man sich sicher im mobilen Internet bewegt.

Tipps für mehr Handy-Sicherheit

Wie schützt ihr euch am besten vor unberechtigten Zugriffen auf euer Handy? Ein grundsätzlicher Tipp ganz zuerst: Achtet unbedingt darauf,  immer die aktuellste Version des Handy-Betriebssystems  zu installieren. Wenn möglich!

Denn mit Android-Updates und iOS-Updates werden nicht nur neue Funktionen auf das Smartphone gespielt. Auch  wichtige Sicherheitslücken werden per Update behoben . Nutzt ihr also ein älteres Smartphone, stellen Hersteller oft die Unterstützung mit Aktualisierungen ein. Dann gilt es, noch vorsichtiger zu sein.

Smartphone sicher machen per Sperrcode

Wenn ihr ein neues Handy einrichtet, solltet ihr daran denken, einen Sperrcode zu benutzen. Es gibt unterschiedliche Methoden, das Smartphone zu sperren, also vor unberechtigten Zugriffen, etwa nach einem Diebstahl, zu schützen. Nur wer den Entsperrcode kennt, hat Zugriff auf das Handy und die dort hinterlegten Daten. Je nach Betriebssystem und Handymodell stehen unterschiedliche Sperrmöglichkeiten zur Verfügung. Die einfachste und bekannteste ist wohl der PIN-Code.

Doch es gibt noch einige weitere Entsperrcodes, hier die häufigsten:

  • PIN: Ihr gebt einen Code aus mindestens vier Zeichen ein
  • Muster: Ihr zeichnet ein Muster auf das Display
  • Knock-Code: Ihr entsperrt das Smartphone, indem ihr einzelne Segmente in einer bestimmte Reihenfolge antippt
  • Fingerabdruck: Ihr gebt den Zugriff auf das Handy per Fingerabdruck frei
  • Smart-Lock: An von euch bestimmten Orten wird das Handy automatisch entsperrt, sodass ihr keinen Code eingeben müsst
  • Face-ID: Mit dem iPhone X führt Apple eine weitere und neue Methode ein, das Handy vor fremden Zugriffen zu schützen: Das Entsperren funktioniert mittels biometrischer 3D-Gesichtserkennung FaceID, bei der das Gesicht von allen Seiten gescannt und Zugriff auf das Handy bei Übereinstimmung gewährt oder eben abgelehnt wird.

Bei den meisten Handys stellt ihr selbst ein, wann das Smartphone gesperrt werden soll. Etwa eine halbe Minute oder erst zwei Minuten nach Abschalten des Displays. Auch das Sperren des Handys mittels Ein-/Aus-Taste ist möglich. Es gilt: Je kürzer der Zeitraum, desto sicherer die Einstellung.

Ihr könnt die gewünschten Einstellungen in der Regel unter »Anzeige« und »Sperrbildschirm« vornehmen. Wo genau sich der Eintrag befindet, ist aber auch von eurem Handy-Betriebssystem abhängig.

Sicher am Handy: Daten-Diebstahl vermeiden

Auf dem Handy sind viele sensible Daten hinterlegt. Seien es Zugänge zu Facebook und E-Mails, Online-Banking-Apps oder Onlineshops samt hinterlegten Kreditkarten-Daten. Aber auch private Fotos oder Browser-Verläufe sollten nicht in falsche Hände geraten.

Lohnt sich eine Verschlüsselung?

In den Einstellungen vieler Smartphones könnt ihr eine Verschlüsselung vornehmen. Die Verschlüsselung betrifft alle auf dem Handy abgelegten Daten wie Chats, Browser-Verläufe oder Fotos. Diese Daten sind vor dem Zugriff Dritter gesichert. Zum Beispiel können Unbefugte das Smartphone nicht einfach an einen Computer anschließen und die Daten vom Handy herunterkopieren. Macht ihr die Verschlüsselung jedoch rückgängig, dann gehen die ehemals verschlüsselten Daten komplett verloren.

Sichere Handy-Passwörter vergeben

Generell gilt: Je länger, desto sicherer. Vergebt ihr eine PIN zum Entsperren, wählt ihr besser sechs statt vier Zeichen. Falls möglich, solltet ihr neben Zahlen auch Buchstaben vergeben.

Das gilt natürlich auch für die Vergabe von Passwörtern zu den typischen Seiten und Diensten, die ihr am Handy nutzt. Kauft ihr zum Beispiel mobil bei Amazon oder eBay ein? Habt ihr einen Google-Account eingerichtet? Passwörter sollten aus einer Kombination aus Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen. Ein ideales Passwort darf nicht zu kurz und möglichst nicht im Wörterbuch zu finden sein. Idealerweise vergebt ihr für jeden Login ein eigenes Passwort.

Tipps zum generellen Passwort-Schutz gibt zum Beispiel die Verbraucherzentrale.

Passwort-Manager verwalten Zugänge

Gar nicht so einfach, sich all die vergebenen Passwörter zu merken. Dafür gibt es Passwort-Manager. Diese helfen dabei, sichere Passwörter zu generieren und speichern diese ab. Ihr merkt euch dann das Master-Passwort für die App oder greift per Fingerabdruck auf die hinterlegten Passwörter zu.

Kostenpflichtige Passwort-Manager für Android, iOS sowie den Computer (Windows und MacOS) hat die Stiftung Warentest in der Ausgabe 10/2017 unter die Lupe genommen. Den Test könnt ihr kostenpflichtig herunterladen.

Für den Ernstfall: Smartphone-Ortung aktivieren

Sollte euer Handy gestohlen worden sein? In diesem Fall könnt ihr das Smartphone orten lassen. Das funktioniert nur, wenn eine Internetverbindung besteht und das gestohlene Handy eingeschaltet ist. Beachtet, dass ihr die Option Handy-Ortung im Vorfeld aktivieren müsst. Den letzten Standort des Handys könnt ihr euch zum Beispiel über euer Google-Play-Konto anzeigen lassen. Unter iOS gibt es die Option »Mein iPhone suchen«.

Sind Handy-Apps sicher?

Viele Sicherheitsfragen behandeln den Schutz der auf dem Handy enthaltenen Daten bei einem Diebstahl. Doch was ist, wenn der Angriff über das Internet kommt, ihr also schädliche Programme auf dem Handy installiert? Die Wahrscheinlichkeit, Viren und Schad-Programme über Apps auf das Handy zu laden, ist vergleichsweise gering. Denn Apps, die ihr direkt über den Google-Play-Store herunterladen könnt, sind in der Regel geprüft. Vor dem Download könnt ihr euch an folgenden Punkten orientieren:

  • Ist die App schon länger erhältlich? Gibt es Bewertungen?
  • Verlangt die App nach besonderen Berechtigungen oder Zugriffsrechten?

Vorsicht vor APK-Dateien

Kritischer sind dagegen sogenannte APK-Dateien zu sehen. Diese ladet ihr frei über das Internet herunter, also nicht direkt über den App-Store. Darin kann sich Schadsoftware verstecken, Download und Installation solcher Dateien sollten also mit Vorsicht zu genießen sein.

Eine solche Schadsoftware kann zum Beispiel im Hintergrund kostenpflichtige Rufnummern anrufen oder ansimsen. Oder etwa eure Social-Media-Kanäle ausspähen und Nachrichten in eurem Namen versenden – die ihrerseits Schadsoftware enthalten.

Lohnen sich Anti-Viren-Programme für das Handy?

Antivirenprogramme bieten einen zusätzlichen Schutz. Teure Premium-Dienste sind in der Regel nicht zwingend notwendig, wenn ihr euch an die gängigen Sicherheitsregeln haltet, keine Fremdprogramme installiert und beim Surfen im mobilen Internet die Augen offenhaltet. Eine gute Zusammenfassung zum Thema liefert der MDR.

Smartphone-Sicherheit

Die Smartphone-Sicherheit sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden

Sicherheit am Smartphone mit WLAN und Bluetooth?

Auch offene WLAN-Netzwerke können eine Sicherheitslücke darstellen. So können Hacker über offene WLAN-Netze auf eure Daten zugreifen. Vermeidet deswegen, euch automatisch mit offenen WLAN-Netzen zu verbinden und achtet unterwegs darauf, verschlüsselte WLAN-Netze zu nutzen.

Auch Bluetooth-Verbindungen sind betroffen: Erst im September 2017 wurde vor der Bluetooth-Sicherheitslücke Blueborne gewarnt, die alle Smartphones sowie Bluetooth-Geräte angreifbar macht. Wichtig ist,  Sicherheitsupdates möglichst schnell zu installieren .

Smartphone Sicherheit und Kosten

Ihr verzichtet auf ein Datenpaket, aktivieren aber versehentlich den Zugriff auf das mobile Internet – das kann schnell zu hohen Kosten führen. Aber es gibt noch einige weitere Kostenpunkte, die ungewollt bei der Handynutzung entstehen können. Diese wollen wir der Vollständigkeit halber im folgenden Abschnitt kurz ansprechen.

Vorsicht vor versteckten Kosten oder In-App-Käufen

Einige Apps werden kostenlos angeboten, bieten aber die Möglichkeit der In-App-Käufe. So könnt ihr in vielen Spielen Pakete hinzukaufen, die besondere Gegenstände freischalten oder euch einen schnellen Aufstieg in höhere Level ermöglichen. Der In-App-Kauf ist natürlich keine Pflicht, ihr könnt diese Pakete vermeiden.

Etwas komplizierter ist die Aktivierung sogeanannter Drittanbieterdienste. Diese werden oft im Hintergrund aktiviert, wenn ihr ein Werbebanner antippt oder mobile Webseiten besucht. Der Drittanbieterdienst aktiviert dann ein Abo, die Abbuchung erfolgt über die Handyrechnung. Auf der sicheren Seite bewegen ihr euch, wenn ihr eine Drittanbietersperre einrichtet.

Was taugen Security Apps fürs Smartphones?

Noch ein Kostenpunkt sind sogenannte Testoptionen, die oft bei Vertragsschluss über Reseller automatisch aktiviert werden. Damit könnt ihr Apps oder Dienste wie save.tv, Gymondo oder BILDplus kostenfrei über einen Testzeitraum von meistens einem Monat nutzen. Falls ihr innerhalb des Testzeitraums nicht kündigt, kann die Testphase automatisch in ein kostenpflichtiges Abo übergehen – mit einer Mindestlaufzeit von bis zu 24 Monaten und Kosten von bis zu rund 5 Euro pro Monat. Hier gilt: Lest das Kleingedruckte aufmerksam durch.

Linktipps und Quellen:

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (3531 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / hat auf derselben Schule wie Pinar Atalay (ARD Tagesthemen) Abitur gemacht / nicht mit dem Torwart vom HSV zu verwechseln / zahlt monatlich 16,25 € für seine 10 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999

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