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Drillisch Aktie im Sinkflug: Setzt Telefónicas Billigmarke Blau dem Provider wirklich zu? Wird es neue Tiefpreis-Flats geben?

Warum die jüngste Drillisch-Aktienenkurs-Entwicklung für Tiefpreise sorgen könnte

Drillisch-AktieDie Drillisch Aktie ist unter Druck. Wer die Kursentwicklung des börsennotierten Mobilfunkunternehmens in den letzten Tagen verfolgt hat, wird bemerkt haben, dass der Anbieter gleich zwei Tage in Folge erdrutschartige Verluste zu verzeichnen hatte. Nun ist das Bullen-und-Bärenmärkte-Spiel an der Börse nichts Ungewöhnliches − doch vielleicht sorgen die aktuellen Börsenwerte dafür, dass es demnächst doch billig bleibt bzw. günstige wird. Was unser Anlass zur »Spekulation« ist: Lesen!

Drillisch Aktienkurs auf Talfahrt: Was ist eigentlich der Grund?

Eigentlich gleicht der Drillisch-Aktienkurs eher einer Erfolgskurve − auch nach dem Kauf durch United Internet (1&1) war hier von Turbulenzen weniger die Rede. Mit einigen Höhen, aber auch Tiefen schlängelte sich der Mobilfunker durch die Börsenlandschaft. Langfristig mit einem klaren Aufwärtstrend.

Was jetzt aber in den letzten beiden Tagen abgeht, könnte durchaus einen Einfluss auf die kommende Preisentwicklung auf dem Mobilfunkmarkt nehmen. Seht euch dazu am besten einfach einmal die Drillisch-Aktie in der Kursentwicklung an, um zu verstehen, was passiert ist. Binnen 2 Tagen ein Absturz von fast 10 € (jetziger Kurswert: 48,20 €) − das ist bemerkenswert viel.

Was steckt hinter der Aktienkurs-Entwicklung von Drillisch?

Ein wenig überzogen scheint uns die Erklärung für den doch recht starken Abwärtssog zu sein. So wurde am 27.6.2018 eine Analyse der Commerzbank durch Heike Pauls öffentlich, nach der die Preisbrecher-Angebote (die Rede ist vom PremiumSIM LTE S für 8,99 €) durch die jüngste Preis-Aktion für die Telefónica-Netzbetreiber-Billigmarke Blau (gemeint ist der Blau Allnet L für 9,99 €, teilweise mit Cashback über Reseller) stark unter Druck stünden − so jedenfalls die Expertenmeinung. So würde Drillisch sein Neukundenziel (ambitioniertes Wachstum von 15%) nicht erreichen.

Billigmarke Blau als Grund für den Drillisch-Aktien-Absturz?

Wir teilen diese Ansicht nicht, halten die Einschätzung gar für übertrieben: Zum einen handelt es sich bei Drillischs Tarif ja um einen monatlich kündbaren Vertrag (im Gegensatz zu den Laufzeit-Angeboten von Blau), zum anderen ist die Ablehnungsquote bei Blau erfahrungsgemäß recht hoch. Und auch der maximal mögliche Highspeed im Telefónica-Netz fällt bei den PremiumSIM-Angeboten höher aus − hier hat Blau im direkten Vergleich eigentlich Leistungsnachteile.

Andererseits vermarktet Telefónica seine billige Blau Allnet-Flat für 9,99 € mittlerweile recht aggressiv, schaltet dazu auch TV-Werbung, während die Drillisch-Handyverträge ja ausschließlich online angeboten werden. Sollte Blau tatsächlich signifikant Kunden abgeworben haben?

Drillisch Aktienkurs

Ist der Drillisch Aktienkurs wegen Blau unter Druck? Die Analystenmeinung legt dies nahe

Drillisch Aktie unter Druck: Neue billige Flats in Sicht?

Nun kann es durchaus sein, dass in den nächsten Tagen und Wochen wieder alles ins Lot rückt, es wieder aufwärts geht. Aber: Warum wir die Entwicklung der Drillisch-Aktie nun besonders beobachten, liegt auch daran, dass viele Drillisch-Marken zum Quartalsende ihre Aktionen einstellen:

Heißt also: Die hervorragenden Konditionen bei den Billigmarken werden anscheinend Geschichte, denn ein erneutes Absenken der Preise können wir uns einfach nicht vorstellen.

Doch: Durch den jüngsten Kurs-Sturz könnte Drillisch evtl. doch unter Druck geraten und schon bald Analysten mit hohen Neukunden-Zuwachszahlen, einem wichtigen Gradmesser, überraschen wollen. Dafür wären neue Preismarken (ohne zu wissen, wie das Geschäft tatsächlich läuft, und das ist ja die große Unbekannte) erforderlich.

Alle Szenarien sind denkbar:

  • Drillisch nimmt die Kursentwicklung der Aktie hin, weil intern so gute Zahlen bekannt sind, dass man gar nicht in der Bredouille ist, irgendetwas ändern zu müssen − unwahrscheinlich, denn bereits die 50-Euro-Marke ist gefallen. Es müssen dringend positive News her.
  • Telefónica setzt mit der Marke Blau den Drillisch-Billigmarken so zu, dass wirklich reagiert werden muss, wie es die Analystenmeinung zum Ausdruck bringen soll − glauben wir nicht dran.
  • Drillisch startet eine Neukunden-Offensive, um Analysten überzeugen zu wollen, und sprintet mit aggressiven Angeboten durchs Sommerloch, um auf ein Kundenhoch zu klettern − Analysten dürften überzeugt sein, wenn Drillisch sich von Blau noch einmal stark abhebt, allerdings geht das zulasten des Umsatzes pro Nutzer.

Bis vor wenigen Tagen haben wir noch fest daran geglaubt, dass Drillisch ernst macht und die Preise erst einmal wieder anzieht, zumindest für die monatlich kündbaren Tarife. Durch die jüngste Aktienkursentwicklung sind wir eher zurückhaltend geworden. Vielleicht wird doch mehr oder weniger verlängert?

Wie in Börsenmärkten: Vieles bleibt auch im Mobilfunkmarkt Spekulation. ;-)

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (3510 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / hat auf derselben Schule wie Pinar Atalay (ARD Tagesthemen) Abitur gemacht / nicht mit dem Torwart vom HSV zu verwechseln / zahlt monatlich 16,25 € für seine 10 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999

Wie seht ihr den Kursverlauf der Drillisch-Aktie? Glaubt ihr an neue Billig-Flats?

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