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5G Netz in Deutschland: Wo ist 5G bereits verfügbar? Das sind die Fortschritte der Netzbetreiber beim Ausbau!

5G Netz

Das 5G-Netz nimmt Fahrt auf. Nach der Versteigerung der Funklizenzen 2019 begann Vodafone (und nicht die Telekom, wie man annehmen könnte bei dem ganzen Marketing derzeit) als erster Netzbetreiber mit dem Ausbau. Doch Telekom und o2 zogen rasch nach. Und 2021 geht es zügig weiter, nachdem die LTE-Ausbauverpflichtung (bis Ende 2019 musste das erledigt sein) als abgeschlossen gilt.

Mittlerweile sind nicht nur 5G-Smartphones längst erschwinglich geworden: Auch das 5G-Handynetz erreicht immer mehr Menschen. Ein Überblick zum neuen Mobilfunknetzstandard, zur Verfügbarkeit und zum Ausbau.

Wo ist das 5G-Netz verfügbar?

Das 5G-Netz ist bereits in zahlreichen Städten und auch auf dem Land verfügbar.

Die Netzbetreiber Telekom, Vodafone und o2 stellen mittlerweile auch für das 5G Handynetz eigene Online-Karten bereit, mit denen ihr den Ausbau überblicken könnt. Wie so oft gilt: Jeder Netzanbieter hat sein eigenes Tempo.

Wo gibt es schon 5G in Deutschland?

Die Deutschland-Karte der Bundesnetzagentur weist das 5G-Netz aktuell (Stand: März 2021) noch nicht aus.

Um also herauszufinden, wo es in Deutschland bereits 5G gibt, ist ein Blick in die einzelnen Übersichtskarten der Netzbetreiber vonnöten.

Wann kommt 5G bei der Telekom?

Die Telekom will bis Ende 2021 80 Prozent der Bevölkerung mit 5G versorgen.

Im Januar 2021 gab es 5G bereits an über 1.200 Standorten. Demnach kommen, so die Telekom, zwei Drittel der Bevölkerung bereits an 5G.

Die Abdeckung könnt ihr auch mittels Karte checken:

Wo ist Vodafones 5G verfügbar?

Vodafone hat 2020 etwa 16 Millionen Menschen mit dem neuen 5G-Netz erreicht, das sind etwa 20 Prozent. Bis Jahresende (2021) soll 5G für rund 30 Millionen Menschen, etwas mehr als ein Drittel, verfügbar sein.

Am 12.4.2021 gab der Netzbetreiber bekannt, ein eigenes 5G Kernnetz auf die Beine zu stellen (Vodafone 5G Standalone).

Wo gibt es 5G bei o2?

Die Telefónica hat erst spät mit dem 5G-Ausbau angefangen und sich 2020 erstmal die Großstädte vorgenommen. Erste Antennen funkten 2020 in Berlin, Hamburg, Köln, München und Frankfurt am Main mit 5G.

Bis Ende 2021 will die Telefónica 30 Prozent der Bevölkerung mit 5G versorgen, bis Ende 2022 soll es mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland sein. Bis 2025 soll 5G dann flächendeckend in Deutschland verfügbar sein.

Neues 5G-Netz bei 1&1 Drillisch

Als viertes und neues Handynetz in Deutschland entsteht zukünftig das 1&1 Drillisch Netz bzw. 1&1 Netz. Der Grundstein wurde dank des National Roaming Abkommens mit o2 mittlerweile gelegt.

Heißt also: Nutzt ihr in Zukunft einen 1&1 Tarif oder einen Handytarif der Drillisch-Marken (sofern Drillisch einmal mit der Vermarktung von 5G startet), werdet ihr 5G-Tarife wohl direkt via 1&1 beziehen können. Und dort, wo noch keine Netzkapazitäten frei sind oder niedrigere Netzstandards (4G) nötig sind, wohl im Telefónica-Netz von o2 unterwegs sein.

Wann ist das 5G-Netz flächendeckend verfügbar?

Wann das 5G-Netz flächendeckend verfügbar ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch der berühmte Blick in die Glaskugel.

Nur so viel: Die UMTS-Abschaltung wird ab Sommer 2021 für eine weitere Beschleunigung beim 5G-Ausbau sorgen.

Die Netzbetreiber haben auch bereits konkrete Pläne verlauten lassen: Bis Ende 2021 möchte die Telekom beispielsweise rund 80 Prozent der Bevölkerung mit 5G versorgen. o2 will eine flächendeckende Versorgung bis 2025 erreichen.

Was brauche ich, um 5G zu empfangen?

Um 5G zu empfangen, braucht ihr

  • ein entsprechend ausgebautes 5G-Netz an eurem Standort
  • ein 5G-fähiges Handy und
  • einen 5G-Tarif, der überhaupt erst Zugriff auf den neuen Netzstandard verschafft.

Was steckt hinter Dynamic Spectrum Sharing beim 5G-Ausbau?

Ein wichtiges Schlagwort beim frühen 5G-Ausbau ist das sogenannte Dynamic Spectrum Sharing.

Übrigens der Grund, warum es mit dem Ausbau vergleichsweise schnell voran geht. Denn: Die Netzbetreiber greifen auf die vorhandene Infrastruktur zurück, verpassen ihren Antennen quasi ein »Upgrade«.

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Vorteil: 5G ist schnell und in weiten Teilen des Landes (und nicht nur in Großstädten) verfügbar. Nachteil: Die maximale Surfgeschwindigkeit ist vergleichsweise niedrig, 5G wird längst nicht voll ausgereizt.

Bislang wurde das Netz als eher umgerüstet statt neu ausgebaut.

5G Handynetz: Andere Frequenz = unterschiedliche Geschwindigkeiten

Wie bei LTE auch (wer erinnert sich nicht an das berühmt-berüchtigte LTE Band 20, das zwar in Europa, nicht aber in Asien verbreitet und deshalb ausschlaggebend für China-Importe war?) gibt es unterschiedliche Frequenzen, auf denen das 5G-Handynetz ausgebaut wird.

So kommt in Großstädten eher die Gigabit-Frequenz mit 3,5 GHz. zum Einsatz, flächendeckender Ausbau findet eher auf 700 MHz. statt. Je nach Netzbetreiber werden auch unterschiedliche Frequenzbänder genutzt, etwa das Band n1 mit 2,1 GHz. bei der Telekom.

In einer Übersicht hat Vodafone übrigens die drei wichtigsten Frequenzen noch einmal erklärt:

  • 700 MHz.: Frequenz mit größter Reichweite (bis zu 8 km), Einsatz für flächendeckende Versorgung auf dem Land (inkl. Gebäude), dafür langsam mit maximal 200 MBit/s..
  • 1,8 GHz.: mittlere Reichweite (max. 3 km), Fläche und Gebäude abgedeckt, ideal für Städte, Geschwindigkeiten von bis zu 500 MBit/s..
  • 3,5 GHz.: sehr geringe Reichweite und kaum in Gebäuden verfügbar, ideale Verwendung an Orten mit hohem Aufkommen, etwa Messe, Flughafen, Bahnhof, Stadion oder in der Industrie, Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s..

Übrigens ist 5G nicht nur für Smartphones interessant: Auch das Internet of Things (vernetzte Geräte) soll vom Ausbau zunehmend profitieren, eine bessere Verbindung etwa von Smart-Home-Produkten oder Maschinen gewährleisten.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (4399 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / zahlt monatlich 20 € für seine 20 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999 / nutzt aktuell ein iPhone

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Externe Quellen und Bild-Hinweise: Telekom Pressemitteilung: 5G ist das neue Normal beim Mobilfunk-Ausbau der Telekom, Vodafone Pressemitteilung: Ausbau schneller als geplant: Vodafone erhöht 5G-Ziele, o2 Pressemitteilung: o2 schaltet 5G-Netz an: Spätestens 2025 soll ganz Deutschland mit 5G versorgt sein, Vodafone Pressemitteilung: 5G: Welches Smartphone kann welche Frequenz? (alle zuletzt am 2.3.21 abgerufen)


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