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Bundesnetz: Einheitliches 5G-Mobilfunknetz aller 3 Netzbetreiber mit „National Roaming“ im ländlichen Raum gegen Funklöcher?

Bundesnetz

Wird es bald ein Bundesnetz geben? Viel wird bereits über den 5G-Ausbau (als Nachfolger von 4G/LTE) spekuliert. Netzbetreiber und Bundesnetzagentur finden sich Anfang 2019 zusammen, zur Auktion der 5G-Frequenzen. Allerdings stehen die Kriterien noch nicht ganz fest.

Und auch die Bundesregierung will mitreden: Ein geheimes Ministertreffen fand im Oktober 2018 statt. Darin ging es unter anderem um die Einrichtung eines Bundesnetzes: In ländlicheren Regionen soll zukünftig nicht jeder Netzbetreiber ein eigenes Netz (mit vielen Funklöchern) betreiben. Stattdessen könnte es ein einheitliches Netz geben, auf das dann alle Mobilfunk-Kunden mittels National Roaming zugreifen können.

Bundesnetz könnte 5G-Netzabdeckung verbessern

Der Netzausbau ist so eine Krux. LTE ist längst nicht flächendeckend verfügbar. Und auch im 3G-Netz gibt es zahlreiche Funklöcher. Zwar gibt’s immer mal wieder halbherzige Versuche, Funklöcher zu melden. Aber so richtig viel hat es dann doch nicht gebracht. Das ist wohl mittlerweile auch bei der Bundesregierung angekommen, die jetzt ein besseres und flächendeckendes 5G-Netz verwirklicht haben will. Das geht zumindest aus einem Bericht des SPIEGEL hervor.

Im Oktober fand dem SPIEGEL zufolge ein geheimes Krisentreffen statt. Teilnehmer: Jochen Homann, Bundesnetzagentur-Präsident, Andreas Scheuer (Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur), Peter Altmaier (Bundesminister für Wirtschaft und Energie) und Helge Braun (Chef des Bundeskanzleramts). Thema: die ausstehende Versteigerung der 5G-Funkfrequenzen.

5G Bundesnetz

Mit dem 5G Bundesnetz (einheitlich im ländlichen Raum dank National Roaming) könnten Netzunterschiede der Vergangenheit angehören. Allerdings handelt es sich hier um einen Vorschlag, also graue Theorie

5G: Bundesnetz mit National Roaming statt Funkloch

Die könnte nun nämlich doch anders ausfallen, als es sich die Netzbetreiber gedacht haben. 90 Prozent Flächendeckung waren eigentlich anberaumt. Nun hakt die Bundesregierung nach: Auch im ländlichen Raum soll die 5G-Verfügbarkeit garantiert werden. Das könnte durch ein 5G-Bundesnetz verwirklicht werden.

Soll heißen:  Im ländlichen Raum soll nicht jeder Netzbetreiber sein eigenes Netz aufbauen . Stattdessen soll es ein einziges großes Mobilfunknetz geben, auf das dann alle Mobilfunkkunden gleichermaßen zugreifen können. Dieses Prinzip ist noch aus dem Zusammenschluss der Netze von E-Plus und o2 bekannt. Sprich: Ihr würdet automatisch in das Netz mit der an eurem Standort besten Abdeckung wechseln.

Außerdem soll das Netz an Straßen flächendeckend ausgebaut werden – um etwa das autonome Fahren zu ermöglichen.

5G-Frequenz-Versteigerung: Darf die Bundesregierung Einfluss nehmen?

Eigentlich nicht. Aus der Frequenz-Versteigerung muss sich die Bundesregierung heraushalten. So berichtete der Spiegel weiter:

»die Auktion muss nach Auffassung der Bundesnetzagentur ohne Einflussnahme der Regierung erfolgen. Deshalb fürchtet man in der Netzagentur nun Klagen von Mobilfunkunternehmen.«

Klar ist: Niemand möchte ein löchriges Mobilfunknetz. Gerade, weil 5G die Grundlage für das SmartHome und den nächsten Schritt der Digitalisierung sein. Mal sehen, ob sich die Bundesnetzagentur nun an die Vorgaben der Bundesminister hält – und ein Bundesnetz verwirklicht.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (3530 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / hat auf derselben Schule wie Pinar Atalay (ARD Tagesthemen) Abitur gemacht / nicht mit dem Torwart vom HSV zu verwechseln / zahlt monatlich 16,25 € für seine 10 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999

Ein 5G-Bundesnetz in Kooperation mit allen 3 Netzbetreibern - kann das gut gehen?

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