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Erster Handyvertrag: Per Checkliste zum ersten Handytarif für Einsteiger!

Erster Handyvertrag

Ihr wollt euren ersten Handyvertrag abschließen und fragt euch: Welcher Tarif ist als erster Handytarif ratsam?

Dann gilt es tatsächlich, zuvor einige (wenige) Überlegungen vorzunehmen:

Soll es ein Vertrag mit oder ohne Handy sein? Welche Ansprüche stellt ihr an das Datenvolumen und die übrigen Leistungen? Wollt ihr flexibel bleiben? Reicht womöglich sogar ein Prepaid-Tarif? Und in welchem Rahmen bewegt sich euer Budget?

Zugegeben, eine ganze Reihe Fragen, die jedoch alle ihre Berechtigung haben. Mit unserer Checkliste findet ihr euren ersten Handytarif.

Erster Handyvertrag: Unsere ehrliche Checkliste für die Tarifsuche

Ein erster Handyvertrag muss her. Doch wo anfangen zu suchen? Zugegeben, der Mobilfunkmarkt ist ganz schön unübersichtlich, wenn man sich diesen zum allerersten Mal anschaut und weit und breit niemanden hat, der das Fachchinesisch aufdröselt.

Mit unserer Checkliste für Smartphone-Neulinge schafft ihr Klarheit. Beantwortet euch vor Beginn eurer Suche selbst die folgenden Fragen − und ihr könnt dann gezielt nach passenden Angeboten Ausschau halten!

Lesetipp Ihr sucht einen ersten Handytarif für Kinder? Schaut euch die Tipps in unserem Extra-Beitrag dazu an.

Erster Handytarif mit oder ohne Handy?

1. Zuerst einmal geht es an die Grundpfeiler des neuen Tarifs: Soll es ein Handy mit Vertrag, also ein sogenanntes Handy-Bundle sein? Oder seid ihr lediglich auf der Suche nach einem SIM-only-Tarif, soll heißen, dem reinen Mobilfunktarif ganz ohne Smartphone (»nur Karte«)?

Bei Tarifen mit Handy könnt ihr meist aktuelle Top-Smartphones für vergleichsweise kleines Geld mitfinanzieren, wenn ihr bei seriösen Onlinehändlern (sogenannte Reseller) bestellt. Reicht euch ein günstiges Einsteiger-Smartphone (zum Beispiel für unter 100 bis 150 €) bzw. setzt ihr auf einen jederzeit kündbaren Tarif, dann lohnt sich der gemeinsame Kauf eigentlich nicht mehr.

Dann gilt es, Handy und Vertrag einzeln zu finden. Reiner Tarif oder Handy mit Vertrag: Hier gelangt ihr jeweils direkt zu den Besten ihrer Klasse:

Erster Tarif: Lieber ohne Laufzeit!

2. Klingt ja im oberen Absatz schon an: Wollt ihr euch für (meistens) 24 Monate binden oder wollt ihr lieber flexibel bleiben? Der Vorteil eines Laufzeittarifs: Oft gibt es ein Handy für eine schmale Zuzahlung dazu. Das wird dann monatlich abbezahlt.

Ein Tarif ohne Laufzeit ist dagegen flexibler. Ihr könnt jederzeit euren Anbieter wechseln, zum Beispiel, wenn ihr in eurem Netz keinen Empfang habt oder einen besseren Tarif an anderer Stelle findet.

Prepaid oder Postpaid im ersten Handyvertrag?

Das führt uns auch schon zur nächsten Frage: Soll es ein Prepaid- oder Postpaid-Tarif sein? Auch Postpaid-Tarife können ohne Laufzeit daherkommen, sodass ihr relativ schnell aus dem Vertrag herauskommt.

Es gibt aber eben auch Prepaid-Tarife. Dabei ladet ihr ein Guthaben auf eure SIM-Karte. Ist das Guthaben komplett aufgebraucht, dann ist Schluss: Ihr könnt zwar noch erreicht werden, aber zum Beispiel keine Telefonate führen oder surfen.

Vorteil: Prepaid-Tarife eignen sich besonders gut zum Einstieg, etwa, wenn ihr nicht genau wisst, welche Leistungen ihr nun genau benötigt. Denn meistens könnt ihr Pakete mit Datenvolumen flexibel hinzubuchen oder wieder abwählen.

Unser Tipp: Solltet ihr einen reinen Handytarif nutzen wollen und kein Smartphone wünschen, wählt unbedingt einen  Handyvertrag ohne Laufzeit . Das muss übrigens nicht immer nur Prepaid sein, ist aber aufgrund der Kostenkontrolle (man kann hier nur das verbrauchen, was vorab auch aufgeladen wurde) noch sicherer.

Erster Handytarif

Als erster Handytarif eignen sich Tarifangebote ohne Laufzeit unserer Meinung nach am ehesten

Welche Leistungen sind für erste Handytarife sinnvoll?

  • Allnet-Flat: Diese ist in den meisten Tarifen mit Laufzeit enthalten. Prepaid-Tarife enthalten oft Pakete mit Freiminuten. Reine Basistarife ohne Grundgebühr berechnen euren Verbrauch, ihr bezahlt also jede vertelefonierte Minute. Vieltelefonierer wählen am besten die Allnet-Flat, Wenignutzer den Basistarif oder ein kleines Paket mit Frei-Einheiten.
  • SMS-Flat: In Laufzeittarifen meistens dabei. In Zeiten von WhatsApp, Facebook & Co. ist die SMS jedoch weniger wichtig geworden. Ein Extra-Paket für SMS lohnt sich in der Regel eher nicht.
  • Datenvolumen: Wie viel Datenvolumen ihr braucht, hängt davon ab, wie intensiv ihr besondere Anwendungen wie Spotify, Netflix, Google Maps, Facebook oder YouTube auch unterwegs mobil nutzen wollt.

Tipp: Unser Handytarife-Vergleich liefert Tipps für Wenig-, Normal- und Vielnutzer.

Neuer Handyvertrag: Alle Kosten im Blick

3. Ein Handyvertrag besteht längst nicht nur aus der Grundgebühr. Bevor ist also einen neuen Handyvertrag abschließt, solltet ihr alle Kosten im Blick behalten. Dazu gehören der einmalige Anschlusspreis oder der Preis für das SIM-Starter-Set, die Zuzahlung (falls es sich um ein Bundle mit Handy handelt) sowie mögliche Versandkosten.

Hinzu können weitere Kosten kommen, etwa durch die Datenautomatik oder Testoptionen. Und überlegt euch im Vorfeld, ob ihr den Tarif auch im Ausland nutzen wollt. Außerhalb der EU (auch Schweiz, Türkei) oder bei Anrufen ins Ausland können deutlich hohe Kosten auf euch zukommen.

Netzbetreiber oder Mobilfunk-Discounter?

4. Jetzt wird es speziell: Euren Tarif könnt ihr bei einem der großen Anbieter Telekom, Vodafone oder Telefónica abschließen. Die Netzbetreiber-Tarife sind meist teurer, bieten dafür aber einige Extras an. Dazu gehören Hotspot-Flats, Zero Rating (also surfen ohne Datenverbrauch, zum Beispiel Telekom StreamOn oder Vodafone Pass) oder aber eine besonders sanfte Drosselung (o2 Weitersurf-Garantie).

Dafür sind die Tarife der Mobilfunk-Discounter in der Regel deutlich günstiger. Vergleicht zum Beispiel mal die Preise bei den Drillisch-Marken wie PremiumSIM oder winSIM mit o2 direkt. Ein deutlicher Unterschied!

Welches Netz eignet sich am besten?

5. Das Telekom-Netz (D1) ist seit Jahren das Mobilfunknetz, das am besten in offiziellen Tests von Fachmagazinen abschneidet. Netzabdeckung und Netzqualität stimmen hier, auch wenn sich der UMTS-Rückbau schon in einigen Testnoten niederschlägt.

Es kommt aber eben auch auf euren Standort an. Welches Handynetz hat in eurer Region die beste Abdeckung? Hier hilft es, Netzkarten heranzuziehen.

Aufgepasst: Am besten weit reinzoomen, denn Funklöcher sind oft erst auf den zweiten oder dritten Blick ersichtlich. Außerdem unterscheidet sich die Netzabdeckung. Je nachdem, ob ihr einen Vertrag mit LTE (4G) oder einen klassischen (und meist günstigeren) Vertrag mit 3G abschließt.

Klar, auch diese Karten bilden nicht komplett ab, wie gut der Empfang ist. Zum Beispiel innerhalb von Gebäuden. Die exakte Netzabdeckung an einem bestimmten Standort lässt sich nur im Praxistest ermitteln. Zum Beispiel, indem ihr Freunde oder Verwandte nach deren Erfahrungen in einem bestimmten Netz fragt.

Unser Tipp:  Auf 4G/LTE heute bitte nicht mehr verzichten ! (auch wenn’s teurer wird)

Unsere Empfehlung: Flexibel bleiben, dann weitersehen

Und was ist nun unsere Empfehlung für euren ersten Handyvertrag?

Wir raten euch, flexibel zu bleiben und dann weiterzusehen. Wer bislang ganz neu auf dem Gebiet Mobilfunk ist, kann wahrscheinlich nicht so gut abschätzen, wie viel Datenvolumen der Vertrag mitbringen sollte, welches Netz sich eignet und ob nun die Ausstattung für Wenignutzer reicht.

Zum Vorfühlen könnt ihr also einen Tarif ohne Laufzeit oder eine Prepaid-Karte wählen. Damit lässt sich relativ schnell und unkompliziert in einen Tarif mit veränderter Leistung (zum Beispiel mehr oder weniger Datenvolumen) wechseln.

Wer sich tatsächlich sicher ist, dass die Versorgung mit den ausgewählten Konditionen passt, kann dann noch immer ein passendes Bundle aus Handy mit Vertrag auswählen und die erste Handynummer dorthin mitnehmen (Portierung). Der erste Handytarif wird mit Sicherheit nicht der letzte bleiben! ;-)

Welche Kriterien für den ersten Tarif wichtig sind!
  • Flexibilität
  • Netzwahl
  • Keine Kostenfallen!
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
4.4

Flexiblen Tarif als ersten Handyvertrag wählen!

Unser Rat ist: Wählt als ersten Handytarif ein Angebot ohne Smartphone, das monatlich kündbar ist, LTE ermöglicht und bei dem ihr euch vorab über die Netzkarten vergewissert habt, dass ihr auch Empfang habt. Achtet ferner darauf, dass keine versteckten Kosten auf euch lauern (Datenautomatik, Testoptionen) – wagt also einen Blick ins Kleingedruckte! Wer zur Quasselstrippe neigt, muss unbedingt eine Allnet-Flat abschließen, denn bei Freiminuten-Tarifen fressen die Verbrauchsgrößen sonst die Preisvorteile auf. Prepaid Allnet-Flats von ALDI & Co. kosten bspw. 7,99 € (für 4 Wochen), liegen also unter 10 Euro im Monat. Mehr als 10 bis 15 Euro Grundgebühr solltet ihr zum Austesten erst einmal nicht vergeuden, bis ihr wisst, wie viel Datenvolumen ihr im Alltag tatsächlich benötigt. Erst dann lohnt sich ein ausführlicher Vergleichsrechner.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (3531 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / hat auf derselben Schule wie Pinar Atalay (ARD Tagesthemen) Abitur gemacht / nicht mit dem Torwart vom HSV zu verwechseln / zahlt monatlich 16,25 € für seine 10 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999

Erinnert ihr euch noch: Was war dein erster Handytarif?

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