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Welche Handy Geschwindigkeit brauche ich 2018 wirklich? Wie viel Mbit/s. im neuen Handytarif?

Handy Geschwindigkeit

Welche Handy-Geschwindigkeit benötige man eigentlich, wenn man schon vor der Wahl steht, einen neuen Handytarif abzuschließen. Reichen 7,2 MBit/s. aus? Oder ist das arg mickrig? Und muss es LTE sein? Wie schnell bin ich im mobilen Internet überhaupt unterwegs? Und was bedeutet LTE bzw. LTE Max mit bis zu 500 MBit/s., wie wir es bspw. von Vodafone (»schnellstes Netz«) kennen. Und was sagt die maximale Bandbreite überhaupt über die tatsächliche Datengeschwindigkeit aus?

Zugegeben, es ist gar nicht so einfach, bei den vollkommen unterschiedlichen Handy-Internet-Geschwindigkeiten durchzublicken.

Ob es wirklich raketenstarkes LTE sein muss oder ob ein billiger Tarif mit schmalen 7,2 MBit/s. (UMTS) ebenfalls ausreicht − wir helfen bei der Entscheidung für den passenden Handytarif. Und erklären, wie viel mobiler Speed tatsächlich bei euch ankommt.

Handy-Geschwindigkeiten (Übersicht)

Wer ins Kleingedruckte schaut, wird mitunter von den immer höheren maximalen (!) Internet-Geschwindigkeiten überrascht. Die (maximale) Bandbreite ist enorm.

Handy-Surfgeschwindigkeit

Wer viel mobil unterwegs ist, wird sich für die richtige Handy-Surfgeschwindigkeit interessieren

Von 7 bis 500 MBit/s. sind die unterschiedlichsten Werte dabei. Netzbetreiber gehen mittlerweile sogar dazu über, die Geschwindigkeit als LTE Max anzugeben, da sich alle paar Wochen die maximale Geschwindigkeit erhöht.

Aber: Welche Handy-Geschwindigkeit benötige ich tatsächlich? Und was davon ist reines Marketing?

2G, 3G, 4G: Was ist das?

Klar sollte euch sein: Durch die Transparenzverordnung müssen Mobilfunkanbieter seit dem 1.6.2017 den maximal möglichen Highspeed sowie die Drosselung der Geschwindigkeit in einem sogenannten Produktinformationsblatt auflisten. Wirklich sinnvoll ist das aus unserer Sicht aber für den Verbraucher nicht. Denn entscheidend ist, was hinten rauskommt, also wie die Netzabdeckung konkret aussieht. ;-)

Gemeint ist damit, welche Internet-Handygeschwindigkeit im Alltag erreicht wird. Über eine Breitbandmessung könnt ihr herausfinden, wie viel tatsächlich vom maximal möglichen Highspeed ankommt. Das geht auch ganz einfach über einen Handy-Speedtest.

Welche Smartphone-Surf-Geschwindigkeiten gibt es?

Zuerst ein kleiner Exkurs zu den üblichen Surf-Geschwindigkeiten, die immer mal wieder im Kleingedruckten auftauchen. Aufgepasst: Gelegentlich werden Nachkommastellen gerundet angegeben. Sodass eine Handy-Geschwindigkeit von 21,6 MBit/s. auch mit 21 MBit/s. angegeben werden kann. Spürbar ist dieser Unterschied sicher nicht. Also glauben Sie nicht, dass 21,6 Mbit/s. soviel besser als 21 Mbit/s. sind … ;-)

3G-Geschwindigkeiten

  • 16 kBit/s. (nach Drosselung)
  • 32 kBit/s. (nach Drosselung)
  • 64 kBit/s. (nach Drosselung)
  • 1 MBit/s. (nach Drosselung, nur o2 Free)
  • 7,2 Mbit/s.
  • 14,4 Mbit/s.
  • 21,6 Mbit/s.
  • 42,2 Mbit/s.

4G-Geschwindigkeiten (LTE-Geschwindigkeit)

  • 21,6 Mbit/s.
  • 25 Mbit/s.
  • 50 Mbit/s. (meistens bei Drillisch)
  • 100 Mbit/s.
  • 225 Mbit/s. (o2 Free Tarife)
  • 300 Mbit/s. (Telekom)
  • 500 Mbit/s. (Vodafone)

Eine genauere Übersicht über die Unterschiede zu den Mobilfunkstandars 2G, 3G, 4G / LTE und 5G lest ihr in einem Extra-Beitrag nach.

Klassische Handy-Geschwindigkeit im 3G-Netz (UMTS / HSDPA)

Das 3G-Netz ist noch immer Grundlage für viele Tarife, insbesondere der Prepaid-Anbieter und Mobilfunk-Discounter. Im 3G- und 3G-Plus-Netz gelten bessere Geschwindigkeiten als im älteren Edge-Netz (2G). Falls ihr aber in einer Region mit schlechterem 3G-Ausbau unterwegs seid, kann durchaus mal ein »E« für Edge-Netz auf dem Display auftauchen – ein Hinweis darauf, dass die »bis zu …«-Angaben in jedem Fall ernst zu nehmen sind und eben das maximal Mögliche abbilden.

Alter Handy-Speed-Standard: Bis zu 7,2 Mbit/s. oder 14,4 Mbit/s.

Surfen mit bis zu 7,2 MBit/s. war lange Zeit bei den meisten Anbietern die Standard-Variante. Noch heute ist eine Bandbreite von bis zu 7,2 Mbit/s. ein Klassiker in Prepaid-Tarifen und bei vielen Mobilfunk-Discountern, die das Telekom- und Vodafone-Netz nutzen.

Und im Grunde reicht das:  Denn flüssiges Surfen ist mit bis zu 7,2 MBit/s. gut möglich . Auch, wenn es ums Streamen oder um das regelmäßige Aktualisieren von Facebook, Instagram, Snapchat & Co. geht. Lediglich größere Downloads sind schwierig oder mit mehr Zeit verbunden.

Bitte nicht falsch verstehen: Ob 7,2 Mbit/s. im Alltag wirklich mobil Spaß machen, steht auf einem anderen Blatt. Wir betrachten nur die (technische) Möglichkeit. Und die ist durchaus gegeben, selbst wenn man mit einem 7,2-Mbit/s.-Angebot unterwegs ist, dass oftmals wesentlich günstiger ist als ein Tarif mit mehr (theoretischem) Datendurchsatz.

Als kleiner Anhaltspunkt: Eine 500 MB große Datei ladet ihr mit 7,2 MBit/s. innerhalb von knapp unter 10 Minuten herunter. Allerdings: Da diese Handy-Geschwindigkeit vor allem in billigen Tarifen zur Verfügung steht, solltet ihr auf Tipp größere Downloads über das mobile Netz verzichten. Denn dann ist das Datenvolumen von meist nur bis zu 2 Gigabyte schnell verbraucht.

Etwas schneller sind übrigens Tarife mit bis zu 14,4 MBit/s. Allerdings handelt es sich dabei um eine seltene Variante, die nur noch in wenigen Tarifen angeboten wird. Wem die 7,2 MBit/s. nicht ausreichen, der sollte lieber die nächsthöheren Varianten oder einen LTE-Tarif wählen.

Begriffsklärung 2G, 3G, 4G: Wofür stehen die Abkürzungen?

Die maximalen Download-Bandbreiten sind in Mobilfunk-Standard-Klassen unterteilt. Ein kurzer historischer Abriss: 2G ist seit 1992 eingeführt, 3G (UMTS) seit 2000. Das G steht dabei für Generation.

Mobilfunk-StandardKlassemax. Bandbreite
2GGPRS56 kBit/s.
2GEDGE220 kBit/s.
3GUMTS376 kBit/s.
3GHSDPA7,2 bis 42,2 Mbit/s.
4GLTE 21,6 bis 500 Mbit/s.
5G??????

21,6 Mbit/s und 42,2 Mbit/s. 3G-Geschwindigkeit

Gerade in Tarifen mit viel Datenvolumen ist die Surfgeschwindigkeit bei bis zu 21,6 MBit/s. und bis zu 42,2 MBit/s. noch etwas höher. Sodass ihr eben auch etwas größere Downloads recht schnell durchführen könnt.

LTE hat sich vor allem in o2-Handytarifen bzw. Telefónica-Netz-Angeboten durchgesetzt. Sodass die höheren 3G- und 3G+-Geschwindigkeiten vor allem in den Telekom- und Vodafone-Tarifen, die nicht von den Netzbetreibern selbst stammen, zum Einsatz kommen.

Wir würden allerdings nicht extra einen Aufpreis zahlen, nur um eine höhere Surfgeschwindigkeit zu erreichen. Dazu ist der Unterschied in den klassischen mobilen Anwendungen (Social-Media, Musik- und Video-Streaming, WhatsApp) einfach zu gering.

Mobile Surfgeschwindigkeit mit LTE Highspeed: 4G-Surfgeschwindigkeit ab 21,6 Mbit/s.

Viele Tarife, insbesondere die Original-Netzbetreiber-Handyverträge (Telekom Magenta Mobil, Vodafone Red, o2 Free) sowie die meisten Billigtarife im Telefónica-Netzverbund (vor allem die Tarifmarken der Drillisch AG) werden mittlerweile mit LTE umgesetzt.

Das 4G-Netz ermöglicht höhere Surfgeschwindigkeiten mit bis zu 500 MBit/s. Aber ist das überhaupt realistisch? Wir nehmen den LTE-Highspeed einmal genauer unter die Lupe.

LTE mit bis zu 25 MBit/s. Handy-Geschwindigkeit: Lohnt sich das überhaupt?

Wer die Abschnitte zur 3G-Geschwindigkeit verfolgt hat, wundert sich vielleicht: Ist LTE nicht mit schnelleren Highspeed-Geschwindigkeiten verbunden? Bei maximal 25 MBit/s. liegen einige Tarife allerdings noch deutlich unter den teilweise angebotenen 42 MBit/s. bzw. fast gleichauf mit den 21,6 MBit/s, die mit 3G möglich sind.

Die  kleinen LTE-Tarife lohnen sich also nicht direkt aufgrund der Geschwindigkeit . Können aber einen entscheidenden Vorteil mitbringen: Denn das LTE-Netz wird wesentlich stärker (und vorrangig) ausgebaut. Die  Netzbetreiber investieren kräftig in 4G und LTE-Netzausbau , während beim 3G-Netz eher der Status quo beibehalten wird.

Grundsätzlich kann sich der Wechsel in einen LTE-Tarif aufgrund des besseren Empfangs also lohnen. Auch wenn Tarife ab 50 MBit/s. die bessere Option darstellen.

LTE-Geschwindigkeit mit bis zu 50 MBit/s.: Standard-Speed

Zwar steht in fast allen Telefónica-Netztarifen LTE zur Verfügung. Allerdings gibt es auch hier einen Unterschied zum Netzbetreiber-Tarif (o2 Free). Denn die Surfgeschwindigkeit ist in den meisten Mobilfunkdiscounter-Tarifen auf maximal 50 MBit/s. begrenzt, aktionsweise oder optional auf 225 Mbit/s. (z.B. smartmobil LTE Pro). Dieser Wert hat sich somit als Standard-Variante in vielen LTE-Tarifen herauskristallisiert.

Lohnt sich LTE mit bis zu 50 MBit/s?

Die maximal mögliche Geschwindigkeit liegt deutlich über der mit 3G. Wenn ihr beispielsweise Downloads mit 500 MB Größe durchführt, dauert das nur rund anderthalb Minuten. Die meisten Webseiten laden in weniger als einer Sekunde.

LTE max mit bis zu 225 MBit/s. 300 MBit/s., 500 MBit/s. oder sogar 1 GBit/s.?

Die Netzbetreiber haben ihre Smartphone-Geschwindigkeiten in den letzten Monaten deutlich aufgestockt. Während zuvor noch 100 MBit/s. das Maximum waren, bildet die Telefónica mit o2 Free und bis zu 225 MBit/s. mittlerweile das Schlusslicht.

Die Telekom bietet LTE max mit bis zu 300 MBit/s. an. Und Vodafone setzt noch eins drauf und vermarktet die eigenen Tarife als LTE max mit bis zu 500 MBit/s. Im Kleingedruckten spricht Vodafone sogar von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde, weist aber gleichzeitig darauf, dass es sich dabei um einen theoretischen Wert handelt:

»Hol Dir jetzt Deinen LTE Max Tarif von Vodafone. Mit dem aktuellsten Übertragungsstandard 4G LTE surfst Du so schnell wie nie zuvor. Mit der Technik sind in der Theorie Surf-Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde möglich.«

Unbedingt beachten: LTE max ist mit den »bis zu«-Angaben gleichzusetzen. Angegeben werden immer die maximal möglichen Geschwindigkeiten.

Surf-Geschwindigkeit nach Drosselung

Das Datenvolumen für diesen Monat ist aufgebraucht? Nicht immer greift die Datenautomatik. In vielen Tarifen wird eure Surf-Geschwindigkeit gedrosselt. Wie stark, das kommt auf den Handyanbieter an. Eins ist klar: Ihr müsst Einbußen hinnehmen, seid also wesentlich langsamer unterwegs. Je nachdem, welche Anwendungen ihr mobil nutzen wollt, macht sich die Drosselung also deutlich bemerkbar.

Smartphone-Geschwindigkeit nach Drosselung auf 16 kBit/s, 32 kBit/s und 64 kBit/s.: Im Schnecken-Tempo mobil surfen

Einige von euch erinnern sich vielleicht noch an die alten Zeiten und die Anfänge des Internets, als die Einwahl nur übers Modem mit typisch-nostalgischem Ton vonstatten ging. Damals benötigten Internetseiten noch eine halbe Ewigkeit, um zu laden.

Ähnlich sieht es mit den Surfgeschwindigkeiten nach einer Drosselung aus. Mit dem Unterschied, dass Webseiten heute mitunter viel komplexer und umfangreicher sind − eben viel mehr Bilder, Videos und weitere Inhalte beinhalten, die die Ladegeschwindigkeit verzögern.

Die beiden kleineren Varianten mit 16 kBit/s. und 32 kBit/s. kommen meistens in Drillisch-Tarifen zum Einsatz. Während andere Provider immerhin die etwas schnelleren 64 kBit/s. (am ehesten mit der alten ISDN-Geschwindigkeit vergleichbar) anbieten.

Für euch heißt das: Messenger-Nachrichten gehen zwar recht flott raus. Aber allein für den Versand und Empfang von Bildern ist Geduld gefragt. Streamen ist mit einigem Ruckeln verbunden, und auch die Ladedauer klassischer Webseiten ist deutlich bemerkbar, teilweise strecken sich diese auf mehrere Minuten.

Ihr solltet auf jeden Fall die abgespeckten mobilen Webseiten nutzen, die per Handy wesentlich schneller geladen werden können.

Übrigens: Wenn euch die Drosselung zu hart ist, könnt ihr bei vielen Anbietern neues Highspeed-Volumen bis zum Monatsende freiwillig nachbuchen (sogenannter Speed-Reset, z.B. der Drillisch Daten-Snack). Vorausgesetzt, ihr seid bereit, einen gewissen Betrag dafür aufzubringen. Das ist meist aber teurer, als wenn ihr von vornherein eine Allnet-Flat mit mehr Highspeed-Volumen buchen würdet.

Gute Handy-Geschwindigkeit in der o2 Free Drosselung mit bis zu 1 MBit/s.

Wer einen o2 Free Netzbetreiber-Tarif (etwas günstiger mitunter über Reseller erhältlich) abschließt, entgeht der starken Drosselung. Denn o2 hat als bislang einziger Anbieter die harte Drosselung abgeschafft und reduziert den Handy-Speed auf vergleichsweise gute 1 MBit/s, was 1000 kBit/s. entspricht – also einem Vielfachen der klassischen Drosselung.

Damit sind nur wenige Einschränkungen verbunden. Denn Webseiten und Bilder laden innerhalb weniger Sekunden. Auch die Aktualisierung von Nachrichten-Seiten und Facebook-Timelines geht zügig vonstatten, selbst YouTube-Videos und Streams laden recht zügig.

Allerdings ist nicht garantiert, dass tatsächlich immer 1 MBit/s. ankommt: Auch dabei handelt es sich um eine »bis zu« bzw. »maximal«-Angabe.

Tipp Wem die 24,99 € im Monat für den Original-Vertrag o2 Free S zu viel sind: Als Provider-Tarif bekommt ihr den o2 Free S von mobilcom-debitel mit vergleichbaren Merkmalen, vor allem aber mit der milden Drosselung, für 14,99 € oder noch günstiger:

Zwar müsst ihr hier auf den ein oder anderen Netzbetreiber-Vorteil verzichten (z.B. o2-Kombi-Vorteile oder die Teilnahme am o2 Kinotag), dafür ist es aber schlichtweg günstiger.

Handy-Geschwindigkeit im Check: Wie viel MBit/s. brauche ich?

Jetzt wisst ihr zwar, wie schnell ihr theoretisch unterwegs sein könnt. Aber wie viel MBit/s. sind tatsächlich sinnvoll? Und muss es LTE sein? Ist eine hohe Bandbreite Pflicht?

Welche Handygeschwindigkeit brauche ich?

Am Ende stellt sich die Frage: Welche Handygeschwindigkeit brauche ich? Muss es immer LTE sein?

 

LTE-Geschwindigkeit schneller als DSL?

Wenn ihr euch die Handy-Geschwindigkeiten noch einmal vor Augen führen wollt, lohnt sich der Vergleich mit DSL.

DSL 16.000 ist ein weit verbreiteter Standard, der jedoch lange nicht in allen Regionen erreicht wird: Gerade in ländlichen Regionen geht es langsamer voran. DSL 16.000 entspricht dabei einem Speed von 16 MBit/s. Also nur einem Drittel der maximalen LTE-Geschwindigkeit in den Discounter-Tarifen mit bis zu 50 MBit/s.

Dieses Beispiel zeigt aber auch: DSL 6.000 war lange Zeit Standard (und ist es gerade auf dem Land noch immer). Die maximal 7,2 MBit/s., die in einigen 3G-Netz-Tarifen maximal erreicht werden können, übersteigen diesen Standard bereits.

Theorie oder Praxis? Wie viel Smartphone-Speed kommt tatsächlich an?

Handy-Internet-Geschwindigkeit per Breitbandmessung ermitteln

In unserem Beispiel haben wir die Handy-Internet-Geschwindigkeit per Breitbandmessung ermittelt

In den seltensten Fällen wird die maximal mögliche Geschwindigkeit tatsächlich erreicht. Wie viel Handy-Speed tatsächlich bei euch ankommt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Neben eurem gewählten Tarif spielen auch die Region und der dortige Netzausbau sowie euer Handy-Modell eine Rolle.

In Großstädten sind meistens höhere Geschwindigkeiten möglich, als auch dem Land.  Und ältere Handys oder günstige Smartphones können wirklich schnelle Geschwindigkeiten gar nicht verarbeiten . Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass nicht alle Handys LTE unterstützen.

Handy-Geschwindigkeitstest mit dem iPhone

In unserem Handy-Speedtest mit der Breitbandmessung-App haben wir die freenetmobile freeFLAT 2000 im Vodafone-Netz mit einem iPhone 5S in Hamburg (Zentrum) getestet. Rechts seht ihr die Ergebnisse. Eigentlich bietet der Tarif eine Internet-Flat mit bis zu 21,6 Mbit/s. − davon werden also im Download 11,46 Mbit/s. erreicht (ca. 53% des Maximums). In einem Ballungszentrum mit einem guten Smartphone!

Gut möglich, dass ihr gelegentlich auf dreistellige Bandbreiten kommt. Allerdings müssen dann wirklich alle Bedingungen stimmen. Nicht nur eurerseits. Denn: Auch wie viele Menschen aktuell gleichzeitig funken, ist relevant.

Haltet ihr euch also in der Großstadt (wo die Netze ja klassischerweise am besten ausgebaut sind) auf, können streng genommen in den seltensten Fällen maximale Geschwindigkeiten erreicht werden – da ihr selten ganz allein eine sogenannte Mobilfunkzelle nutzen könnt.

Faktoren, die die Handy-Surfgeschwindigkeit beeinflussen

Wie hoch die Handy-Geschwindigkeit ist, hängt also ab von:

Letzten Endes sind also auch in den Netzbetreiber-Tarifen mit LTE max eher durchschnittliche Geschwindigkeiten zwischen maximal 40 und 50 MBit/s. zu erwarten.

Handy-Highspeed mit LTE oder 3G?

Ob es jetzt ein 3G- oder ein LTE-Tarif sein soll, hängt vom Netzausbau in eurer Region ab. Sinnvoll ist es, eine Netzkarte heranzuziehen und den 3G- und LTE-Ausbau miteinander zu vergleichen. Für die Zukunft gilt: Investiert wird vor allem in das LTE-4G-Netz. Gerade auf dem Land kann der Empfang auch mit niedrigeren maximalen Handy-Geschwindigkeiten somit besser sein als im 3G-Netz.

Lohnt sich ein Aufpreis für höhere Surf-Geschwindigkeiten?

Unsere kurze Antwort dazu: Nein, eher nicht.

Wichtiger ist unserer Meinung nach, dass der Handytarif ausreichend Datenvolumen bietet. Alle Tarife ab 7 MBit/s. bieten bereits gute Möglichkeiten, flüssig im mobilen Internet zu surfen. Der Wirbel um LTE, LTE Max oder Rakten-Internet ist unserer Meinung nach eher großer Wirbel. Aber: Zukunftsfähiger ist das 4G-Netz mit LTE, weshalb LTE-Tarife natürlich Vorteile haben.

In LTE-Tarifen lohnt sich der Wechsel in die (sehr viel teureren) Netzbetreiber-Tarife jedoch nicht, wenn dies nur aufgrund der höheren Handy-Geschwindigkeit erfolgen soll. Dann solltet ihr schon weitere Vorteile der Netzbetreiber wie etwa Telekom Stream On (exklusiv bei der Telekom), den o2 Kinotag (nur für Original-o2-Kunden) oder aber den Vodafone GigaKombi-Vorteil (nur für Vodafone Red-Tarife) mit in Betracht ziehen.

Wenn eine Internetseite bei 50 MBit/s. innerhalb von deutlich unter einer Sekunde lädt, macht sich bei 225 MBit/s. oder 300 MBit/s. kaum ein Unterschied bemerkbar. Ob es nun um Zehntel- oder Hundertstel-Sekunden geht, ist im Praxis-Test kaum ausschlaggebend.

Und das noch immer begrenzte Datenvolumen (bei 15 Gigabyte ist meistens Schluss) verhindert ohnehin, dass ihr regelmäßig größere Dateien mobil herunterladet oder komplett auf einen Mobiltarif umstellt.


Auf welche Handy-Internet-Geschwindigkeit habt ihr euch festgelegt? Welcher Highspeed ist euch wichtig?

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