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Handyvertrag Kündigungsfrist herausfinden: Kündigungsdatum auf Handy-Rechnung ab 1.12.2017 gesetzliche Pflicht – aber nicht immer!

Handyvertrag Kündigungsfrist

Gar nicht so einfach, an die Handyvertrags-Kündigungsfrist zu denken: Bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten ist eine Kündigung des Handytarifs schnell mal vergessen. Das Transparenzgesetz verpflichtet nun die Provider, auf der Handyrechnung das Kündigungsdatum auszuweisen.

So könnt ihr auf einen Blick überprüfen, bis wann ihr euren Handyvertrag  spätestens  kündigen müsst, wenn ihr einen Vertragswechsel vornehmen wollt. Grundsätzlich ist es ja immer sinnvoll, zum Ablauf der Mindestlaufzeit nach neuen günstigen Handyverträgen zu schauen, denn günstige Angebote oder bessere Leistungen sind immer wieder recht einfach zu finden (z.B. in unserer Liste bester Handytarife).

Handytarif-Kündigungsfrist: Laut Transparenzverordnung auf der Rechnung

Wann muss ich meinen Handyvertrag kündigen? Diese Antwort findet ihr ab 1. Dezember 2017 auf eurer Handyrechnung. Das sieht jedenfalls schon die im Sommer 2017 in Kraft getretene Transparenzverordnung vor. Die Provider hatten somit ausreichend Zeit, um die Änderungen im Rahmen einer Übergangsfrist vorzubereiten.

Kündigungsdatum des Handyvertrag ab 1.12.2017 Schwarz auf Weiß

So heißt es in §5 in den »Informationen zur Vertragslaufzeit und zum Anbieterwechsel«, dass Provider folgende Informationen auf der Handyrechnung ausweisen müssen:

  • das Datum des Vertragsbeginns,
  • den aktuellen Zeitpunkt des Endes der Mindestvertragslaufzeit sowie
  • die Kündigungsfrist und den letzten Kalendertag, an dem die Kündigung eingehen muss, um eine Vertragsverlängerung zu verhindern

Die Änderungen dürften dann spätestens auf der Rechnung für Dezember auftauchen − die ja im Januar 2018 versendet wird oder einzusehen ist.

Normalerweise 3 Monate Kündigungsfrist

In Laufzeit-Verträgen über 24 Monate gilt meist eine Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Laufzeitende. Ihr solltet euch also am besten bereits im 20. Vertragsmonat (von 24) mit dem Kündigungsschreiben auseinandersetzen, sodass ihr die 3 Monate sauber einhaltet. Nett also, wenn ihr künftig euren spätesten Kündigungstermin einsehen könnt. Aber: Die Kündigung muss bis zu diesem Zeitpunkt eingehen, als Datum zählt nicht das Absendedatum.

Übrigens: Auch eine Kündigung per E-Mail ist seit dem 1.10.2016 rechtens (Textform statt Schriftform).

Denn: Verstreicht eure 3-Monats-Frist, führt ihr euren Vertrag zu den vereinbarten Konditionen für mindestens 12 Monate weiter. Sollten dann also Neukunden-Aktionen herausfallen, durch die ihr bspw. sehr günstig an einen Handyvertrag gekommen seid, wird es teuer!

Transparenzverordnung und Kündigungsfrist betrifft nur Laufzeitverträge

Wer einen Handytarif ohne Laufzeit bzw. mit einer kurzen Laufzeit von nur 30 Tagen oder vier Wochen abgeschlossen hat, hat keinen Anspruch auf die Mitteilung der Kündigungsfrist auf der Handyrechnung. Also: Selbst rechnen! Maximal ein Monat geht euch ja dadurch verloren …

Transparenzgesetz: Neben Kündugungsfrist auch verbrauchtes Datenvolumen auf der Rechnung

Auch das monatlich verbrauchte Datenvolumen soll auf der Rechnung ausgewiesen werden. Das ist vor allem im Fall eines Vertragswechsels sinnvoll: Wenn ihr euch unsicher seid, wie viel Datenvolumen ihr benötigt, dann schaut in eure Abrechnungen. Dort könnt ihr einsehen, ob euer Datenverbrauch während der Mindestlaufzeit gestiegen ist oder ob ihr möglicherweise überversorgt seid.

Wer im Vertrag mit 5 Gigabyte Datenvolumen nur zwei Gigabyte pro Monat verbraucht, der kann beim Vertragswechsel in einen günstigeren Vertrag mit weniger Daten wechseln, vielleicht sogar in einen Handytarif unter 5 Euro?

In der Transparenzverordnung (§ 10) heißt es dazu: Anbieter müssen »nach Ende des vereinbarten Abrechnungszeitraums das insgesamt verbrauchte Datenvolumen und das vertraglich vereinbarte Datenvolumen« zur Verfügung stellen. Auch eine tagesaktuelle Anzeige des bereits verbrauchten Datenvolumens ist Pflicht.

Dies setzen die meisten Provider ja bereits um, zum Beispiel mithilfe von Apps und mobilen Internetseiten.

Elektronische Rechnung mit Handyvertrag-Kündigungsfrist

Mittlerweile sind die meisten Vertragsanbieter dazu übergegangen, die Rechnung nicht mehr in Papierform zuzustellen, sondern elektronisch bereitzustellen. Per E-Mail oder über das Kundencenter. So wird die aktuelle Rechnung schnell mal übersehen.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (3258 Artikel)
Daniel hat den Handytarif-Markt seit 2009 intensiv im Blick und weiß um die günstigsten Handy-Deals in Handyshops, bei Tarif-Discountern, Serviceprovidern und Netzbetreibern und stellt euch die neuesten Smartphone- & Tarif-Deals vor. Daniel lebt in der Nähe von Hamburg.

Habt ihr eure Kündigungsfrist schon entdeckt?

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