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Rufumleitung zur Mailbox: Kosten im Ausland nicht unterschätzen – damit die Mobilbox nicht zur Kostenfalle wird

Rufumleitung

Mit der Rufumleitung ist das so eine Sache: In der Regel ist sie voreingestellt, ermöglicht beispielsweise, dass Anrufe auf die Mailbox weitergeleitet werden.

An sich gar nicht so schlecht, doch im Ausland, speziell außerhalb der EU, können nach wie vor hohe Kosten entstehen, wenn die Einstellungen rund um die Anrufweiterleitung nicht stimmen.

Bedingte Rufumleitung oder absolute Rufumleitung − oder doch lieber alles abschalten? Wir geben euch einen »Leitfaden« an die Hand, damit die Mobilbox im Ausland nicht zu einer Kostenfalle wird.

Rufumleitung auf die Mailbox – vor der Reise ins Ausland unbedingt umstellen!

Mit der Roaming-Regulierung hat die EU bereits einen Weg für eine bessere Kosten-Übersicht bei der Handynutzung im Ausland geschaffen. Aber: Speziell Aufenthalte außerhalb der EU können nach wie vor ungewollte Zusatz-Kosten auf der Handyrechnung mit sich bringen. Schuld ist die Rufumleitung, das stellte bereits die Verbraucherzentrale fest.

Deshalb gilt:  Vor der Reise unbedingt die Art der Rufumleitung umstellen . Fragt sich nur, wie. Wir haben uns das mal genauer angeschaut.

Bedingte Rufumleitung: Hohe Roaming-Gebühren möglich

Die bedingte Rufumleitung ist wohl der geläufigste Begriff, wenn es um die Mailbox-Funktionen geht. Denn: Neu aktivierte SIM-Karten sind meistens mit bedingter Rufumleitung versehen.

Das bedeutet, dass eingehende Anrufe zuerst zu eurem Handy geleitet werden. Dort wird geprüft, ob ihr überhaupt erreichbar seid: Ist euer Anschluss besetzt, geht ihr nicht dran oder habt ihr überhaupt Empfang? Solltet ihr nicht erreichbar sein, wird der Anrufer zur Mailbox weitergeleitet. Die Bedingung für die Anruf-Umleitung ist also: Es geht (aus welchen Gründen auch immer) niemand ans Telefon.

Bei Auslandsaufenthalten entstehen Roaming-Kosten also in doppelter Hinsicht: Für die Weiterleitung des Anrufs ins Ausland und für den Weg zurück nach Deutschland. Das mag bei Aufenthalten in der EU nicht so sehr ins Gewicht fallen (ihr zahlt bei der Mailbox-Abfrage beispielsweise den Betrag, der auch im Inland anfällt, meistens also gar nichts), doch wer etwa in die USA oder in die Schweiz fliegt, ist von dieser Abrechnungsmethode direkt betroffen.

Aufgepasst: Die EU-Roaming-Gesetzgebung umfasst zwar mittlerweile Anrufe nach Deutschland. Telefonate ins Ausland sind davon jedoch ausgenommen, auch wenn die EU hier nachjustieren will.

Absolute Rufumleitung: Sofortige Weiterleitung, niedrige Kosten

Die absolute Rufumleitung ist bei Auslandsaufenthalten aus Kostensicht die bessere Wahl.

Was ist bei der absoluten Rufumleitung anders, als bei der bedingten Rufumleitung? Eingehende Gespräche werden gar nicht erst ins Ausland weitergeleitet. Der Anrufer wird direkt auf die Mailbox durchgestellt – und zwar noch in Deutschland, selbst dann, wenn ihr euch mit dem Handy im Ausland aufhaltet. Es gibt also keine Bedingung für die Rufumleitung mehr, eine Prüfung auf bestimmte Kriterien (wie »Anschluss besetzt«) ist nicht mehr notwendig.

Heißt aber auch: Rufumleitungen müssen bei Auslandsaufenthalten nicht generell abgeschaltet werden, um Kosten zu sparen. Hier reicht das Umswitchen auf die  sofortige Weiterleitung . Die Kosten bei bedingter Rufumleitung fallen nicht mehr an.

Anrufumleitung aufs Festnetz oder Handy

Wer unterwegs keinen Anruf verpassen will, erhält die Möglichkeit, eine Anrufumleitung vom Festnetz auf’s Handy einzurichten. Auch die Umleitung vom Handy zum Festnetz ist möglich. Doch aufgepasst: Während die Mailbox-Abfrage im Inland meist kostenlos erfolgt, ist die Weiterleitung ins Mobilfunknetz oder ins Festnetz meist mit Aufpreisen verbunden.

Rufumleitung: Kosten im Inland und Ausland

Nur als Beispiel: Die Telefónica-Preisliste weist für Rufumleitungen ins deutsche Mobilfunk- oder Festnetz einen Minutenpreis von jeweils 29 Cent aus, wenn ihr einen o2 Free Tarif nutzt und euch im Inland befindet. Eingehende Anrufe ins Ausland kosten je nach Weltzone bis zu 1,59 € pro Minute, Anrufe nach Deutschland bis zu 2,49 € pro Minute. Ihr seht schon, das kann sich bereits bei kurzen Gesprächen oder Nachrichten ordentlich aufsummieren, zu einer regelrechten Kostenfalle werden.

Rufumleitung per Tastenkombination deaktivieren

Normalerweise ist eure Mailbox automatisch aktiviert – und ebenso (bedingte) Rufumleitungen. Mit der richtigen Tastenkombination (ihr kennt das Prinzip der USSD-Codes) könnt ihr blitzschnell zwischen bedingter und absoluter Rufumleitung umschalten oder aber alle Rufumleitungen abschalten.

Art der UmleitungAktivierenDeaktivieren
bedingt generell**004*Nummer**Zeit in Sekunden###004#
bedingt, wenn ausgeschaltet oder kein Empfang**62*Nummer###62#
bedingt, wenn besetzt**67*Nummer###67#
bedingt, wenn niemand abnimmt **61*Nummer**Zeit in Sekunden###61#
absolut**21*Nummer###21#
alle Umleitungen-##002#

Mit Nummer ist die jeweilige Handynummer oder Festnetznummer, solltet ihr eine Weiterleitung auf die Sprachbox wünschen, die Handynummer samt Mailbox-Durchwahl gemeint. Die Zeit in Sekunden meint die Zeitspanne, bis die Weiterleitung in Kraft treten soll. Beispiel: Wer hier eine 30 einträgt, lässt das Handy 30 Sekunden lang klingeln, erst dann erfolgt die Weiterleitung.

Übrigens: Die generelle Deaktivierung von Rufumleitungen kommt dem Abschalten der Mailbox gleich: Anrufe werden nicht mehr weitergeleitet, eben auch nicht auf eure Sprachbox.

Rufumleitung für Android Handys einrichten

Wer sich keine Codes merken kann oder will, kann auch das Einstellungen-Menü seines Smartphones nutzen, um Rufumleitungen einzurichten. Zumindest klappt das bei Android-Smartphones. Navigiert dazu zum Eintrag Anrufe und sucht euch dort den Punkt Rufumleitungen heraus. Je nach verwendeter Android-Version kann sich die Benennung und Position der Einträge unterscheiden.

Rufumleitung beim iPhone

Auch am iPhone lässt sich die Rufumleitung einfach einrichten. Entweder über die oben genannten Codes oder aber über das Einstellungen-Menü. Wählt für letztgenannte Variante den Eintrag »Telefon« und anschließend »Rufumleitung« aus. Nun könnt ihr eine Telefonnummer eintragen, an die Anrufer weitergeleitet werden sollen.

Wollt ihr eine bestehende Rufumleitung löschen, könnt ihr den Schieberegler betätigen und die eingetragene Nummer ganz einfach löschen. Falls ihr euch nicht sicher seid, ob eine iPhone Rufumleitung vergeben wurde, dann checkt euer Display: Ganz oben in der Benachrichtigungsleiste seht ihr ein kleines Telefon-Symbol, das auf eine eingerichtete Rufumleitung hinweist.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (3498 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / hat auf derselben Schule wie Pinar Atalay (ARD Tagesthemen) Abitur gemacht / nicht mit dem Torwart vom HSV zu verwechseln / zahlt monatlich 16,25 € für seine 10 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999

Habt ihr eine Rufumleitung eingerichtet?

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