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Mehrwertsteuersenkung für Handytarife: Was heißt das konkret? Wird mein Handyvertrag ab 1.7.2020 günstiger?

Mehrwertsteuersenkung für Handytarife

Mit dem am 3.6.2020 vorgelegten Corona-Konjunkturpaket hat die Regierung eine Absenkung der Mehrwertsteuer vom 1.7.2020 bis 31.12.2020 von 19% auf 16% (bzw. von 7% auf 5%) beschlossen − doch wie wirkt sich diese Mehrwertsteuersenkung auf Handytarife aus? Wird mein laufender, bestehender Handyvertrag jetzt für ein halbes Jahr automatisch günstiger? Oder muss ich die Preissenkung, also die Weitergabe des Mehrwertsteuer-Rabatts, selbst beantragen oder jetzt den Tarif wechseln? Oder sollte ich generell auf günstige Handytarife in der zweiten Jahreshälfte hoffen? Genau dieses Thema nehmen wir hier unter die Lupe.

Eins vorab: Wir gehen davon aus, dass alle Mobilfunkanbieter ihre Preise anpassen und die Mehrwertsteuer-Senkung (automatisch) weitergeben werden − weshalb es unserer Meinung nach entbehrlich ist, einzelne Anbieter aufzulisten, die explizit mitteilen, dass sie die Steuersenkung weitergeben. Schönes Marketing für die Mobilfunkunternehmen vielleicht, aber lasst euch davon nicht blenden. Vielmehr sollten wir DIE Fälle auflisten, in denen KEINE Weitergabe der 3% erfolgen wird oder wo wir Tricks sehen.

Mobilfunktarife: Weniger Mehrwertsteuer vom 1.7.2020 bis 31.12.2020

Schauen wir einfach erst mal, worum es überhaupt für voraussichtlich (eine Verlängerung der Maßnahme ist durchaus denkbar) ein halbes Jahr geht. Fakt ist: Die Mehrwertsteuer-Senkung ist beschlossene Sache, und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)

»ruft die Spitzenverbände der Wirtschaft und des Handels zu einer Selbstverpflichtung auf,  die geringere Mehrwertsteuer eins zu eins an die Kunden  weiter zu geben«

Heißt also im Klartext: Wir als Verbraucher(innen) sollen von der Senkung der Mehrwertsteuer profitieren, nicht die Mobilfunkbetreiber. Diese sind also angehalten, die Mehrwertsteuer-Senkung weiterzureichen, sodass es de facto 6 Monate lang billiger werden soll.

Weniger Mehrwertsteuer für bestehende Handyverträge?

Interessant:  Eine gesetzliche Verpflichtung zur Weitergabe der MwSt.-Senkung gibt es nicht ; die Bundesregierung erwartet dies zwar, aber es gibt keine Handhabe, dies durchzusetzen. Einige Anbieter haben bereits jetzt verbraucherfreundliche Regelungen in ihren Preislisten, andere wiederum weisen Bruttopreise aus.

Wir gehen fest davon aus, dass auch bestehende Handyverträge günstiger werden, auch wenn es nicht immer gesetzlich (über die AGB) eindeutig ist.

Bei Drillisch heißt es beispielsweise:

»Alle Preise sind in EURO (€) angegeben und beinhalten die gesetzliche Mehrwertsteuer«

Das ermöglicht also theoretisch, die reduzierte Mehrwertsteuer in bestehenden Tarifen nicht weiterzugeben. Daran glauben wir zwar nicht, ausschließen können wir das aber nicht.

Bei congstar heißt es z.B. klipp und klar für (auch für bestehende) Tarife:

»Bei einer Änderung des Umsatzsteuersatzes werden die Preise mit Mehrwertsteuer entsprechend angepasst.«

Hier hätten Kunden also einen Rechtsanspruch, da sie ja zu diesen Konditionen ihren Vertrag geschlossen haben. Der Telekom-Discounter muss also die (tarifliche) Mehrwertsteuer-Senkung weitergeben, verkauft sie uns aber mit eigener Pressemitteilung im Positiv-Kontext. Ja, das ist dann Marketing.

Für den Mobilfunk-Sektor maßgeblich ist dabei der normale Mehrwertsteuersatz, also 19% − die werden für ein halbes Jahr zu 16%, die die Unternehmen vereinnahmen werden, eine Ersparnis von 3% also für uns. Vor allem, wenn sich Abrechnungsmonate überschneiden, wird dies für den Kunden wohl kaum nachvollziehbar werden angesichts vieler krummer Summen. Aber dazu weiter unten, beim pauschalen Ansatz bzw. Gutschrift.

Eine Selbstverpflichtung (zur Weitergabe der dreiprozentigen Absenkung) lehnen einige Händler übrigens ab, sagen aber zugleich zu, »verantwortungsbewusst« mit dem Thema umzugehen. Na dann!

Wir haben dennoch Vertrauen, dass sie den Preisvorteil weitergeben werden, allein schon wegen des öffentlichen Drucks.

Wer gibt die Mehrwertsteuer-Senkung für Handytarife nicht weiter?

Da wir also davon ausgehen werden, dass jeder Anbieter die Mehrwertsteuersenkung auf für laufende, bestehende Handytarife weitergeben wird, ist für uns kein Thema, aufzulisten, wer nun alles ankündigt, sie weiterzugeben. Teilt uns doch gern in den Kommentaren mit, ob euch Anbieter aufgefallen sind, die nicht günstiger werden. Vielen Dank vorab.

Als Lesetipp: Die besten Handytarife der Woche findet ihr in diesem Überblick (täglich recherchiert, Vorauswahl der Redaktion + Vergleichsrechner zum Selbstdosieren) − macht manchmal mehr aus, als 3% im bestehenden Tarif zu sparen, wenn man in einen preiswerteren wechselt. ;-)

Mehrwertsteuer-Senkung für Handyverträge als Gutschrift

Wir erwarten zum 1.7.2020 auf jeden Fall eine (halbwegs) chaotische Situation: Einige Anbieter (vermutlich die mit einem überschaubaren Tarifangebot, SIM-only) werden evtl. bereits angepasste Preise anzeigen, andere wiederum die (altbekannten) Konditionen. Denn die Halbjahres-Absenkung stellt auch die Mobilfunker mit ihrem Kleingedruckten vor Herausforderungen.

Der Verband für Telekommunikation und Mehrwertdienste (VATM, bekannt aus der VATM Mobilfunkstudie) hat per Video-Statement (YouTube) vorgeschlagen:

»Die extrem kurzfristig umzusetzende und auch nur vorübergehend geltende Mehrwertsteuerabsenkung um 3 Prozent stellt die Telekommunikationsunternehmen vor größte Herausforderungen. Die Branche unterstützt gleichwohl die Maßnahmen der Bundesregierung. Wir bitten aber dringend darum, im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens sicherzustellen, dass  flexible Lösungen wie z. B. Gutschriften ermöglicht werden und pauschale Hinweise auf den reduzierten Mehrwertsteueranteil ausreichen , damit nicht viele Millionen Verträge und Preisauszeichnungen angepasst werden müssen. Flexibilität und Rechtssicherheit werden entscheidend für den Erfolg dieser Maßnahme zur Abmilderung der Corona-Pandemie sein.«

Auch im Handel (ihr kennt vielleicht die Prepaid-Pakete an der Kasse) dürften die Verpackungsaufschriften nicht extra verändert werden, der Rabatt wird dann mit Sicherheit an der Kasse direkt abgezogen (im Grunde also falsche Auszeichnung für ein Prepaid-Startpaket).

Unbürokratische Umsetzung der Mehrwertsteuersenkung gefordert

Deshalb wird mit einer unbürokratischen Umsetzung gerechnet, die in der Realität wohl auf eine Gutschrift-Lösung hinauslaufen wird − so kann dann sichergestellt werden, dass nicht alle Produktinformationsblätter und Tarifdetails (um-)gepflegt werden müssen. Der pauschale Rabatt-Ansatz ist jedenfalls äußerst wahrscheinlich. Heißt also: Auf der Rechnung bleibt evtl. derselbe Preis wie immer stehen, durch eine Gutschrift kommt es aber zu einem krummen Abbuchungsbetrag.

MwSt.-Rabatt abgezogen? Steigt ihr durch eure Rechnung noch durch?

Wir erwarten für viele Anbieter ja folgendes Szenario:

  • Die angezeigten Preise für Grundgebühr und ggf. auch Anschlusspreis bleiben wie gehabt (unberücksichtigt), da diese ja auch ab dem 1.1.2021 gültig sind, werden aber im Warenkorb dann als Gutschrift wieder zurückgebucht.
  • Für Versandkosten und die einmalige Hardware-Zuzahlung erwarten wir hingegen einen direkten Rabatt, sodass ihr von Anfang an hierfür nicht zu viel bezahlt − folglich kann euch dort auch nichts gutgeschrieben werden.

Letztlich ist es also ein Kuddelmuddel, wenn ihr ein Bundle wählt: Der Tarifanteil wird ein wenig zu teuer dargestellt, weil eine Gutschrift (entweder im Warenkorb oder letztlich als reduzierte Lastschrift auf eurem Konto) in Abzug gebracht wird, Fixkosten wie die einmalige Zuzahlung für den Hardware- und Versandanteil direkt rabattiert. Da kann man schon mal mit den Gesamtkosten und den Preisvorteilen ins Schleudern kommen. Denn: Ein Teil wird rabattiert, ein anderer nicht. Macht es schwierig, das nachzuvollziehen.

Wie viel MwSt.-Rabatt kommt an?

Ihr könnt es auch bestimmt denken: Wer bereits einen günstigen Tarif nutzt (z.B. für 9,99 € im Monat), spart durch die Mehrwertsteuersenkung weniger − beim 10-Euro-Tarif also gerade mal 25 Cent (pro Monat) − ein. Wer nach Minute oder SMS abgerechnet wird, wird es nicht einmal in den Preislisten nachvollziehen können. Die speziell eingerichtete Seite des Telekom-Discounters congstar erklärt es ganz gut:

»Sichtbar wird der Rabatt übrigens ab Beträgen von 40 Cent (inklusive Steuer) aufwärts. Darunter wird zwar der Netto-Preis gesenkt, aber die Veränderung liegt unter einem Cent. Daher sieht man z.B. bei einem Preis von 9 Cent für eine SMS keine Veränderung zwischen der Berechnung mit 19% oder 16% Steuer.«

Mehrwertsteuer-Senkung: Umrechnung von 19% auf 16%

Mit dieser Tabelle (für die wohl wichtigsten Preismarken im Mobilfnk) könnt ihr euch ein wenig orientieren, was die Absenkung der Mehrwertsteuer konkret bedeutet (wobei wir hier aufgerundet haben, aber eine Abrundung im Verbrauchersinne durchaus denkbar ist):

Preis (inkl. 19%) Preis (inkl. 16%)
4,99 € 4,86 €
5,99 € 5,84 €
6,99 € 6,81 €
7,99 € 7,79 €
8,99 € 8,76 €
9,99 € 9,74 €
10,99 € 10,71 €
11,99 € 11,69 €
12,99 € 12,66 €
13,99 € 13,64 €
14,99 € 14,61 €
19,99 € 19,49 €
29,99 € 29,23 €
36,99 € 36,06 €

Bei Anwendung einer Gutschriften-Lösung würde also Monat für Monat die eigentliche Grundgebühr berechnet − letztlich aber ein Posten als Gutschrift in Abzug gebracht, der diesem Mehrwertsteuer-Rabatt-Anteil entspricht.

Mehrwertsteuersenkung auch auf die Kosten für Rufnummernmitnahme?

Für Wechselfreudige: Auch die Kosten für die Rufnummernmitnahme (ja gerade erst seit 20.4.2020 auf 6,82 € gedeckelt) dürften wohl sinken, wenn die Anbieter ihre Ankündigung, die 3% weitergeben zu wollen, ernst nehmen; die BNetzA weist den bisherigen Betrag ja als Bruttobetrag aus. Konsequenterweise müsste hier ebenfalls auf 6,65 € abgesenkt werden.

Da diesen Posten aber wohl kaum ein Kunde auf dem Zettel hat, sind wir gespannt, ob diese weiterhin voll berechnet wird, die Absenkung also unter den Tisch fällt oder nicht. Hier lauert einer der ersten Mehrwertsteuer-Tricks.

Offizielle Äußerungen zu dem Thema haben wir jedenfalls (noch) nicht mitbekommen.

Keine Mehrwertsteuersenkung für laufenden Hardware-Zuschlag / bestehende Ratenzahlung?

Wer ein sogenanntes Bundle (also ein Handy mit Vertrag) abgeschlossen hat, sollte sich ggf. noch einmal genau seine Konditionen anschauen.

Bei Anbietern, die explizit einen (monatlichen) Hardware-Zuschlag für das Gerät nehmen, könnte die Mehrwertsteuer-Senkung zwar den Tarif, nicht aber diese (im Grunde ja) Kreditrate betreffen.

Stutzig geworden sind wir nämlich ausgerechnet bei Telekom-Discounter congstar, der ja vollmundig die 1:1-Weitergabe der Mehrwertsteuerabsenkung postulierte − und die von fast allen Blogs einfach so (ohne Reflexion) »ge-copy-&-pasted« wurde. Hier heißt es nämlich auch:

»Bei der Preissenkung werden die Preise exakt entsprechend der Mehrwertsteuersenkung umgerechnet und auf volle Cent-Beträge aufgerundet. Dies betrifft unter anderem die Monatspreise für Postpaid-Tarife, die Monatspreise für den congstar Homespot und die (V)DSL-Angebote, die Abbuchungen auf Prepaid-Guthaben je Abrechnungzeitraum, einmalige Bereitstellungspreise, hinzubuchbare Optionen sowie  die Raten für Endgeräte 

Auf der eigenen Aktionsseite heißt es für bestehende (!) Ratenzahlung jedoch:

»Die Ersparnis aus der gesenkten Steuer geben wir 1 zu 1 an unsere Kunden weiter. Das gilt sowohl für Einmalpreise und monatliche Grundpreise bei Tarifen als auch für Preise bei Endgeräten.  Laufende monatliche Raten für Endgeräte, die vor dem 1.7.20 gekauft wurden, bleiben jedoch unverändert 

Entweder ist dies einfach nur missverständlich ausgedrückt − oder aber bewusst so verschleiert, dass Bestandskunden nicht von der Mehrwertsteuersenkung beim Hardwarezuschlag profitieren werden, die Pressemitteilung (ohne die Differenzierung zwischen Neu- und Bestandskunden in diesem Punkt) aber in Sicherheit wiegen soll?

Keine Mehrwertsteuersenkung bei bestehender Ratenzahlung

Eher im Nebensatz erklärt: Es gibt keine Mehrwertsteuersenkung bei bestehender Ratenzahlung (für Verträge, die vor dem 1.7.20 geschlossen wurden)

Mehrwertsteuersenkung nur auf reine Tarifkosten?

Hier dürfte congstar mit Sicherheit keine Ausnahme darstellen. Wobei ihr aber eben auch sehen solltet: Irgendwann wurde das Gerät ja vom Anbieter für euch erworben (mit 19% Mehrwertsteuer). Wenn man jetzt 6 Monate nur 16% über die Rate von euch vereinnahmt werden (über die Raten), bindet sich der Anbieter das dann ein halbes Jahr selbst ans Bein. Je nach Kalkulation dürfte das nicht aufgehen.

Mit Blick auf eure monatlichen Kosten für euren Handyvertrag:

  • Wisst ihr eigentlich, wie viel eurer monatlichen Gesamtrate auf den Hardware-, also Geräteanteil, entfällt als Zuschlag?
  • Und wie behandelt euer Mobilfunkanbieter diesen Zuschlag, also die monatliche Rate bzw. Aufzahlung, dafür?

Gut möglich also, dass eure MwSt.-Ersparnis niedriger ausfällt als gedacht, nämlich nur auf eure reinen Tarifkosten. Nicht jeder schließt ja einen günstigen Mobilfunkvertrag ohne Hardware-Zuschlag ab.

Zuletzt noch eine Bemerkung: Bitte denkt daran, dass evtl. nicht immer alles direkt zum 1.7.2020 zur Ladenöffnung umgestellt ist in allen Systemen, vor allem nicht im Einzelhandel. Einige werden bestimmt schon früher damit starten, um nicht in eine Falle zu tappen. Vermutet dahinter aber keine Boshaftigkeit, sollte es ein Händler noch nicht geschafft haben. Wer Zeit hat, wartet einfach ein wenig ab, bis sich alles eingespielt hat. Denn Fehler wird es mit Sicherheit geben, und dann habt ihr ja die Lauferei. Wer direkt am 1.7.2020 in den Laden stapfen möchte, um sich hinterher aufregen zu wollen, dass die Mehrwertsteuer falsch berechnet wurde − macht das. Oder lest die Verfehlungen der Mobilfunkanbieter bei den Empörungsjournalisten nach. Ich würde eher etwas abwarten, wenn noch Zeit ist.

Zwischenfazit: Die Mehrwertsteuersenkung kommt − vermutlich für alle Tarife

Als kleines Zwischenfazit: Auch wenn sich euer Anbieter vielleicht noch nicht aktiv nach außen an euch gewendet hat − uns scheint realistisch, dass ihr bei allen Mobilfunkanbietern mit einer Mehrwertsteuersenkung rechnen könnt.

Denn ganz ehrlich: Wer sich hier verweigert, zieht einerseits Unmut der (teilweise wechselfreudigen) Verbraucher(innen) auf sich, andererseits führt es ja nun mal auch zu Imageschäden. Und die Tabelle zeigt: SO viel Ersparnis kommt (auch in bestehenden) Tarifen, um die es ja im Kern geht, gar nicht zustande. Shitstorms und Negativ-Marketing geradezuziehen wäre mit Sicherheit teurer.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (4186 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / zahlt monatlich 16,25 € für seine 10 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999 / nutzt aktuell ein iPhone
Welche Anbieter geben die Mehrwertsteuer für Handytarife weiter?
Unseren Einschätzungen zufolge werden alle Mobilfunkanbieter die Mehrwertsteuerabsenkung von 19% auf 16% vom 1.7.2020 bis 31.12.2020 weitergeben.
Wird mein Handyvertrag durch die Mehrwertsteuersenkung günstiger?
Ja, auch der bestehende, laufende Handyvertrag kann durch die Mehrwertsteuersenkung vom 1.7.2020 bis 31.12.2020 tatsächlich günstiger werden. Einige Anbieter geben diesen Rabatt explizit 1:1 weiter, wie sie schreiben. Für andere Mobilfunkanbieter erwarten wird dies ebenfalls, wobei sich mitunter laut Preislisten und AGB Schlupflöcher ergeben. Der öffentliche Druck dürfte aber so groß sein, dass alle Anbieter ihre bestehenden Verträge günstiger machen werden.
Welcher Mehrwertsteuer-Satz gilt für Handytarife?
Für Handytarife gilt ein Mehrwertsteuersatz von 19%, d.h. du sparst 3% vom 1.7.2020 bis 31.12.2020 ein. Bei einem 10-Euro-Tarif entspricht dies dann etwa 26 Cent.
Werden Prepaid-Tarife durch die MwSt.-Senkung billiger?
Ja, auch Prepaid-Tarife profitieren von der Absenkung der Mehrwertsteuer vom 1.7.2020 bis 31.12.2020. Auf den Kauf von Guthaben-Karten (Prepaid-Guthaben) wirkt sich die MwSt.-Senkung jedoch nicht aus - denn diese werden eh nicht besteuert (du tauschst ja Bargeld gegen Guthaben und würdest sonst doppelt profitieren).
Werden die Kosten für die Rufnummernmitnahme durch die MwSt.-Senkung geringer?
Wir nehmen an, dass die Kosten für die Rufnummernmitnahme von brutto 6,82 € ebenfalls sinken werden durch die Mwst.-Senkung; ein Tarifwechsel würde dann (noch) günstiger (6,65 €).

Mit welcher Ersparnis durch die Mehrwertsteuersenkung für deinen Handytarif rechnest du?

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