News

Bezahlen mit Handy und Smartphone und über die Handy-Rechnung: So geht’s!

Bezahlen mit Handy und Smartphone

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, das eigene Smartphone im Alltag einzusetzen. Zu einer der zunehmend beliebter werdenden Optionen gehört das Bezahlen mit Handy. Unter anderem könnt ihr digitale Einkäufe direkt über die Handyrechnung begleichen. Aber auch im Supermarkt kann das Handy zur Kreditkarte umfunktioniert und für die Zahlung eingesetzt werden. Wer fleißig Paypack-Punkte sammelt, für den ist die passende App vielleicht schon längst ein Ersatz für’s Kleingeld.

Wir haben mal nachgeschaut, wie wir mit unseren Handys bezahlen können – und erklären Begriffe wie Carrier Billing und mobile Payment.

Bezahlen mit Handy über die Handyrechnung

Insbesondere digitale Dienstleistungen könnt ihr über die Handyrechnung bezahlen. Nutzt ihr diese Option, dann bezahlt ihr den Kaufpreis für Apps oder Fahrkarten nicht direkt an den jeweiligen Anbieter, bei dem ihr einkauft. Stattdessen wird der Kaufbetrag auf der nächsten Handyrechnung ausgewiesen.

Kauft ihr zum Beispiel eine App im Google Play Store und wählt als Zahlungsmethode die Zahlung per Handy-Rechnung aus, dann geht der Betrag nicht direkt von eurem Bankkonto oder der Kreditkarte ab. Stattdessen werden mit der nächsten Mobilfunkrechnung nicht nur die Grundgebühr sowie eventuell zusätzlich verbrauchte Einheiten abgerechnet, sondern auch der Kaufpreis der App. Euer Handyanbieter leitet die Zahlung dann an den Drittanbieter weiter.

Das Bezahlen per Handy-Rechnung ist für den Kauf verschiedener digitaler Artikel möglich.

Carrier Billing im App Store: Bezahlen ohne Kreditkarte

Wichtigste Anwendungsmöglichkeit der auch als Carrier Billing bezeichneten Methode dürfte die Zahlung im App-Store sein. So unterstützen etwa Google Play oder iTunes die Bezahlmethode (wobei ausgerechnet die Telekom nicht zu den Apple-Partnern in Sachen mobil bezahlen gehört). Wichtig ist, dass ihr in der Regel erst die Zahlung aktivieren müsst.

Bei Google Play ruft ihr dazu beispielsweise eure Konto-Übersicht und dort die Zahlungsmethoden auf. Wählt euren Tarifanbieter aus – falls die Zahlung durch euren Provider unterstützt wird, könnt ihr die Einrichtung dort abschließen.

Sowohl Google als auch Apple stellen detaillierte Anleitungen sowie Hinweise zur Zahlung per Carrier Billing zur Verfügung. Wer Apps über Amazon oder den Windows Marketplace kauft, kann ebenfalls über die Handyrechnung bezahlen.

Tickets und Eintrittskarten per Handyrechnung bezahlen

Weitere Möglichkeiten sind der Kauf von Eintrittskarten und Fahrscheinen. So nennt Vodafone beispielsweise eine Kooperation mit der Rheinbahn für den Ticket-Kauf. Bei der Telefónica werden unter anderem die Deutsche Post und Maxdome als Beispiele für die Zahlung per Mobilfunkrechnung aufgeführt.

Unterstützen alle Anbieter das Bezahlen über die Handy-Rechnung?

Grundsätzlich funktioniert das sogenannte Carrier Billing bei allen Netzbetreibern. Ihr bekommt alle entsprechenden Informationen auf eigens eingerichteten Infoseiten:

  • Telekom: Alternative Bezahlmethode per Mobilfunk-Rechnung im Google Play Store
  • Vodafone: So funktioniert mobiles Bezahlen
  • Telefónica / o2: Bezahlen über die o2 Handyrechnung

Die Zahlung ist sowohl mit Laufzeitvertrag als auch mit Prepaid-Karten möglich. Im zweiten Fall wird der Betrag von eurer Guthabenkarte abgebucht.

Zahlen per Mobilfunkrechnung beim Mobilfunk-Discounter?

Wie sieht es aber bei einer gewünschten Handy-Zahlung bei den Mobilfunk-Discountern aus? Wenn ihr euren Handyvertrag nicht beim Netzbetreiber direkt abgeschlossen habt, ist das mobile Payment ebenfalls möglich – aber nicht grundsätzlich und uneingeschränkt. Hier kommt es auf den jeweiligen Provider sowie auf euren Tarif an.

So bestätigte congstar im eigenen Forum bereits, dass entsprechende Zahlungen an Google Play zwar theoretisch möglich sind, jedoch nicht von allen Kunden und in allen Tarifen genutzt werden können. Grundsätzlich lohnt es sich, beim eigenen Provider nachzufragen und die Option, falls möglich, gesondert freischalten zu lassen.

Über die Mobilfunkrechnung zahlen: Nur bei Drittanbieter-Freischaltung

Damit die Zahlung vorgenommen werden kann, ist es zwingend erforderlich, Drittanbieter zuzulassen. Und hier liegt der Knackpunkt der ganzen Sache: Denn eine Drittanbietersperre ist grundsätzlich empfehlenswert, wenn ihr eventuelle Kostenfallen vermeiden wollt.

Neben App-Käufen oder Eintrittskarten schleichen sich immer wieder ungewollte Zahlungen auf der Handyrechnung ein. So kann das Surfen auf weniger seriösen Seiten im Hintergrund ein Abonnement aktivieren – von dem ihr erst nach einem Blick auf die nächste Handyrechnung etwas merkt. Abhilfe verschafft eben die sogenannte Drittanbieter-Sperre.

Tipp: Wer Kostenfallen ausschließen, aber dennoch per Handy-Rechnung bezahlen will, kann bei einigen Providern spezielle Kategorien von Drittanbietern ein- oder ausschalten. Je nach Provider stehen unterschiedliche Optionen zur Verfügung. So unterscheidet die Telefónica unter anderem etwa zwischen Unterhaltung (Horoskope, Gewinnspiele) und Tickets (Fahrscheine, Eintrittstickets).

Auch bei Zahlungen mit Handy-Rechnung den Überblick behalten

Bei Zahlungen per Mobilfunkrechnung oder per Prepaid-Guthaben wird euer Bankkonto nicht direkt belastet. Auch auf der Handy-Rechnung können sich entsprechende Posten mitunter gut verstecken. Speziell Kinder und Jugendliche tappen oft in die Kostenfalle, da die Abrechnung eben im Hintergrund erfolgt. Spiele-Apps, die In-App-Käufe unterstützen, können so, teils ungewollt, für hohe Zusatzkosten sorgen. Wenn ihr die Drittanbieter-Dienste beibehalten wollt, solltet ihr eure Rechnungen und Abbuchungen im Auge behalten.

Bezahlen per Handyrechnung

Wer online shoppt, nutzt wohl weiterhin seine Bankkarte. Doch das Bezahlen per Handyrechnung wird im Alltag immer angesagter und bequemer

Mobile Payment und NFC: Das Smartphone an der Supermarkt-Kasse

Nicht nur über die Handy-Rechnung könnt ihr Zahlungen vornehmen. Auch direkt an der Supermarkt- oder Discounter-Kasse vor Ort könnt ihr euer Handy zum Bezahlen nutzen. Das Stichwort lautet NFC.

Falls euer Handy mit NFC-Chip ausgestattet ist, könnt ihr das Mobile-Payment-Prinzip nutzen und den Wocheneinkauf ohne Bargeld oder Kreditkarte direkt über das Smartphone bezahlen. Dazu haltet ihr das Smartphone direkt über das Bezahlterminal an der Kasse. Ihr benötigt außerdem eine passende Wallet-App, also eine digitale Geldbörse, in der eure Konten- oder Kreditkarten-Daten hinterlegt sind – sodass die Zahlung eben gesendet werden kann.

Mobile Payment ist aber nicht zwangsweise an ein Handy mit NFC-Chip gebunden. So können Bezahlvorgänge auch via QR-Code oder mit einem kurz vor dem Bezahlvorgang generierten und nur wenige Minuten gültigen PIN abgewickelt werden. Was dem mobile Payment jedoch in vielen Fällen entgegensteht, ist die fehlende mobile Internetverbindung, die etwa für die Generierung eines PINs in der entsprechenden App notwendig ist.

Mobile Payment ist zum Beispiel in den Märkten von

möglich.

Bezahlen mit Apple Pay und Android Pay

So richtig hat sich das mobile Bezahlen nicht durchgesetzt. Einer der Gründe war wohl auch die große Anzahl an verschiedenen Lösungen. So stellten sowohl die Telekom als auch die Telefónica ihre eigenen Wallet-Apps ein. Auch mpass ist seit 2016 nicht mehr verfügbar. Das Vodafone Wallet ist die derzeit einzige Netzbetreiber-Lösung, dort wird sogar PayPal unterstützt. Über den App-Umweg könnt ihr euren Einkauf somit auch per PayPal bezahlen.

Apple Pay oder Android Pay sind in Deutschland bislang ebenfalls weniger geläufig. Vor allem auch deswegen, weil Apple und Google eigene Systeme und Bezahl-Terminals erfordern. Immerhin: Zu Apple Pay gibt es mittlerweile eine eigene Infoseite auf Deutsch – Gerüchteweise wird die Einführung der Zahlung via iPhone oder Apple Watch bald in Deutschland erfolgen.

Sparkassen GiroCode statt Überweisung

Einige Rechnungen tragen den sogenannten Sparkassen GiroCode. Dabei handelt es sich um einen QR-Code, den ihr über die SparkassenApp abscannen und damit die Zahlung in Auftrag geben könnt. So spart ihr euch etwa das Abtippen der IBAN. Voraussetzung ist ein Sparkassen-Girokonto sowie die Sparkassen-App.

Mit Handy App bezahlen – bequem, aber auch sicher?

Klar, die Zahlung per Handy-App ist bequem. Das Smartphone ist meistens ohnehin dabei, ihr spart die Suche nach Kleingeld und müsst auch nicht zwischen Personalausweis, Bibliothekskarte und Versichertenausweis nach euren Konto-Karten suchen. Dem Gegenüber stehen nach wie vor die Sicherheitsbedenken vieler Nutzer – schließlich hinterlegt ihr eure Bankverbindung in der entsprechenden App. Ein weiterer Punkt ist die in vielen Märkten schlechte Internetverbindung – oft ist Geduld gefragt.

Bezahlen mit Payback-Punkten und Payback-App

Gesammelte Payback-Punkte könnt ihr unter anderem in Gutscheine umwandeln und an der Kasse im teilnehmenden Handel einlösen. Aber auch über die Payback-App sind Zahlungen sowie verschiedene Boni möglich. Unter anderem sind Coupons in der Payback App hinterlegt, die ihr beim Einkauf nutzen könnt.

Payback geht mittlerweile noch einen Schritt weiter und erlaubt das Bezahlen des gesamten Einkaufs – unabhängig von eurem Punktestand. Das nennt sich Payback Pay.

Um an Payback Pay teilzunehmen, müsst ihr die Payback-App (Google Play, iTunes) herunterladen, euch registrieren und eure Bankverbindung hinterlegen. Um eine Zahlung durchzuführen, benötigt ihr entweder eine von euch selbst festgelegt Payback Pay Pin oder aber euren Fingerabdruck (falls euer Handy über einen entsprechenden Fingerabdruck-Sensor verfügt). Die Bezahlung wird direkt an der Kasse teilnehmender Händler durchgeführt.

Payback Pay Partner (Auswahl)

Diese Anbieter unterstützen Payback Pay bereits:

  • dm
  • Galeria Kaufhof
  • Real
  • Alnatura
  • Rewe
  • Thalia
  • Aral

Übrigens: Ihr sammelt bei allen Bezahlvorgängen über Payback Pay Punkte, teils spendiert Payback sogar Extra-Punkte.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (3508 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / hat auf derselben Schule wie Pinar Atalay (ARD Tagesthemen) Abitur gemacht / nicht mit dem Torwart vom HSV zu verwechseln / zahlt monatlich 16,25 € für seine 10 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999

Habt ihr schon einmal mit dem Handy bezahlt? Könnt ihr es weiterempfehlen?

Bewerten & kommentieren:
Beachte unsere Datenschutzerklärung vor deiner Bewertung.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne

Rakete zu 70,00%
(10 Bewertungen, Ø: 3,50)

Loading...

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.



*



HandyRaketen ist eine eingetragene Marke der convertimize GmbH (Registernummer: 302018026933)
bekannt aus RTL, n-tv, CHIP und GIGA | Top-Bewertungen bei Trustpilot und Facebook

 Impressum    Über uns    Kontakt    Presse
Datenschutz    Handy Newsletter
Haftungsausschluss