News

Handynutzung im Ausland: Wichtige Handy-Tipps und Smartphone-Einstellungen innerhalb und außerhalb der EU

Handynutzung im Ausland

Was solltet ihr bei der Handynutzung im Ausland beachten? Zwar gilt seit Sommer 2017 bereits das Prinzip Roam Like at Home, heißt: Ihr könnt euren Handytarif in der EU wie zu Hause nutzen.

Doch was passiert, wenn ihr euch außerhalb der EU aufhaltet oder aber von Deutschland ins Ausland telefonieren wollt? Was ist mit Sonderrufnummern und warum entstehen auf Kreuzfahrten noch immer hohe Kosten auf der Handyrechnung?

Wir tragen die wichtigsten Infos und Fakten zum Thema Handy im Ausland und dem Telefonieren im Ausland zusammen.

Handy im Ausland nutzen

Was ist zu beachten, wenn ihr euer Handy im Ausland nutzen wollt? Dieser Frage versuchen wir in den nächsten Abschnitten nachzugehen. Denn: Nach wie vor gibt es einige Fallstricke und Kostenfallen. Unser Tipp: Bereitet euch vor dem Auslandsaufenthalt vor und informiert euch. So ist die Reise auch wirklich entspannend für euch!

Smartphone-Auslandsnutzung: Tipps

Welche Tipps für die Auslandsnutzung des Handys solltet ihr beachten? Bevor wir Details zu den einzelnen Punkten zusammenstellen, hier die wichtigsten Punkte in der schnellen Übersicht:

  • Datenfresser abschalten: Klar, aus einer Folge Netflix wird schnell mal eine ganze Staffel. Und dann noch schnell auf Google Maps die nächste Route und die besten Sehenswürdigkeiten checken. Außerdem sind da noch die lästigen Updates im Hintergrund. Unser Tipp: Datenroaming ausschalten, Karten auf Google Maps oder Folgen auf Netflix offline speichern.
  • Absolute Rufumleitung einrichten: Anrufe auf die Mailbox können euch teuer zu stehen kommen, speziell im Nicht-EU-Ausland. Wie ihr Rufumleitungen abschaltet oder eine absolute Anrufumleitung einrichtet, verraten wir in einem eigenen Beitrag.
  • Wichtige Nummern aufschreiben und Daten sichern: Falls das Handy verloren geht, könnt ihr dank Zusatz-Zettel eure Kontakte dennoch erreichen. Außerdem solltet ihr vor Reiseantritt die wichtigsten Daten sichern.
  • Richtigen Tarif finden: Auslandspakete und EU-Roaming senken die Handy-Kosten im Ausland.
  • Prepaid-Karte, Hotspots und öffentliche WLAN-Netze statt teure Zusatzpakete: Es gibt so einige Alternativen zu den Auslandspaketen der Provider. So könnt ihr euch im Ausland billig mit Prepaid-Karte und Datenvolumen eindecken. Oder auf Hotspots und WLAN-Netze zugreifen. Passt jedoch auf, welche Daten ihr dort preisgebt.
  • Kostenfalle Flugzeug und Schiff: 12 Seemeilen vor der Küste und im Flugzeug bucht sich euer Handy in das Satelliten-Netz ein. Das kann teuer werden, auch wenn ihr euch vermeintlich innerhalb der EU aufhaltet.
  • Handy-Einstellungen checken: Datenroaming abschalten, Flugmodus aktivieren.

Handynutzung im Ausland: EU ≠ Europa

Aufgepasst, die Europäische Union ist nicht gleich Europa. Soll heißen: Nicht überall in Europa gilt die Roaming-Regulierung. Die Bundesnetzagentur weiß dazu:

»Die Verordnung gilt in den Mitgliedsländern der EU sowie in weiteren Ländern, die sich der EU-Roaming-Verordnung angeschlossen haben (insb. Liechtenstein, Norwegen, Island).«

Heißt aber auch: Per Gesetz ist die Schweiz nicht dabei, wer dort Urlaub macht, kann allenfalls auf die (vergleichsweise teuren) Auslandspakete der Provider zurückgreifen. Ausnahmen bestätigen die Regel, so sind die Telekom MagentaMobil Tarife in der Regel mit Schweiz-Roaming ausgestattet.

Logo, die Türkei ist ebenfalls nicht mit dabei. Für Türkei-Urlauber gilt aber noch eine mögliche Kostenfalle. Denn: Oft geht’s mit dem Auto quer durch Europa in die Türkei. Und nicht alle Länder auf der Strecke gehören zur Europäischen Union. Passt also auf, wann ihr welche Grenze überquert. Kommt ihr durch Serbien oder Mazedonien, kann die Handy-Nutzung teuer werden.

EU mit Roam like at Home Prinzip

Das Roam-Like-at-Home-Prinzip sieht vor, dass im EU-Ausland die gleichen Gebühren beim Surfen, Telefonieren und SMS schreiben anfallen, wie zu Hause. Roaming-Aufschläge gehören damit der Vergangenheit an.

Übrigens: Dabei gilt die Fair-Use-Policy. Damit soll verhindert werden, dass ihr dauerhaft einen günstigen ausländischen Tarif in einem anderen Land nutzt – euch also im Urlaub eine günstige SIM-Karte holt und diese Zuhause weiternutzt. Die Fair-Use-Policy sieht vor, dass ihr ein bestimmtes Datenkontingent im Ausland nutzen könnt. Bei Missbrauch können zum Beispiel Aufschläge erhoben werden. Relevant ist diese Sonderregelung eher für Kunden, die den Großteil des Jahres im Ausland verbringen. Oder die einen Unlimited-Tarif mit echter Internet-Flat gebucht haben. Das Auslands-Datenvolumen wird dann auf ein bestimmtes Kontingent begrenzt.

Roaming-Sperre für Neukunden?

Roam like at Home – allerdings könnt ihr euch nicht immer ganz von Anfang an »wie zuhause fühlen«. Denn: Einige Provider schalten das Roaming erst nach einem gewissen Zeitraum frei. Darunter etwa die Drillisch-Marken wie smartmobil.de, winSIM oder PremiumSIM. Auch Klarmobil schaltet die Auslandsnutzung erst verspätet frei. Wer seinen Vertrag neu abschließt und kurz darauf ins Ausland will, kann beim Kundenservice nachhaken: Oft lässt sich das Auslandsroaming früher freischalten – mitunter gegen eine Zusatz-Gebühr oder -Kaution. So heißt es bei Klarmobil in den FAQ:

»In den ersten 6 Wochen nach Vertragsbeginn sind die Auslandstelefonie (Roaming) sowie nationale Gespräche ins Ausland mit Ihrer klarmobil.de SIM-Karte nicht möglich. Die Freischaltung dieser Dienste erfolgt nach 6 Wochen automatisch durch klarmobil.de. Eine vorzeitige Freischaltung ist gegen eine Kautionszahlung in Höhe von 95,- Euro möglich.«

Übrigens: Möglich, dass ihr noch einen alten Tarif nutzt. In diesem Fall solltet ihr euch beim Provider informieren, ob tatsächlich auf die EU-Roaming-Regulierung umgestellt wurde. Sicher ist eben sicher. Solltet ihr tatsächlich in ein kostenpflichtiges EU-Paket eingebucht sein, dann muss der Wechsel kostenlos und innerhalb eines Werktages stattfinden, so die Verbraucherzentrale.

Kosten-Airbag bei Datenroaming ab 60 € – weltweites Kosten-Limit?

Der sogenannte Kosten-Airbag deckelt die maximalen Gebühren für Datenverbindungen auf rund 60 €. Genauer: Maximal 50 € plus Mehrwertsteuer (= 59,50 €), wenn ihr kein anderes Kostenlimit beim Provider vorgebt. Diese Regelung gibt es schon seit 2010 und sieht vor, dass Datenverbindungen nach Benachrichtigung des Verbrauchers automatisch unterbrochen wurden, sobald das Kostenlimit erreicht wurde. Allerdings funktionierte das speziell weltweit nicht immer reibungslos, wie etwa die Stiftung Warentest bereits 2012 feststellte.

Immerhin ist teures Datenroaming innerhalb der EU weitestgehend Geschichte. Auch weltweit soll der Kostendeckel greifen. Doch: Auf Kreuzfahrten, auf Fähren und im Flugzeug gibt’s das Kostenlimit in der Regel nicht. Dort hilft nur: Abschalten.

Die Bundesnetzagentur weiß dazu:

»Diese Kostenbegrenzungsfunktion für mobiles Datenroaming ist seit dem 1. Juli 2012 grundsätzlich auch weltweit gültig. Das bedeutet, dass die Kostenobergrenze beim Datenroaming auch im außereuropäischen Ausland greift. Die Regelung findet jedoch keine Anwendung, wenn der Betreiber eines besuchten Netzes in dem besuchten Land außerhalb der EU es nicht zulässt, dass das Nutzungsverhalten des Roamingkunden in Echtzeit erfasst. In diesem Fall wird dem Kunden bei der Einreise mitgeteilt, dass die Kostenbegrenzungsfunktion nicht zur Verfügung steht.«

Tipp: Im Zweifelsfall bei Aufenthalten außerhalb Europas unbedingt vorher beim Provider nachfragen, ob es einen Kosten-Airbag gibt und wie dieser gehandhabt wird. Vorsicht ist hier besser als eine hohe Handyrechnung. Und: Der Kosten-Airbag gilt in der Regel nur bei Datenverbindungen. Nicht für Telefonate und SMS. Auch die Verbraucherzentrale informiert über das Kostenlimit.

Roaming und Sonderrufnummern

Sonderrufnummern fallen in der Regel nicht unter die Roaming-Regulierung. Hier können hohe Zusatzkosten entstehen, obwohl die Sonderrufnummer im Inland kostenlos erreichbar wäre. Zum Beispiel, wenn ihr im Reiseland eure Airline, euren Provider oder das Buchungsportal über eine 0800-Nummer erreichen wollt.

Besser: Viele Unternehmen stellen alternative Rufnummern speziell für Anrufe aus dem Ausland bereit. Kostenlose Anrufe funktionieren aus dem Ausland über die Vorwahl 00800. Eine weitere Möglichkeit ist, das Unternehmen über die reguläre Ortsrufnummer (also nicht unter der Sonder-Vorwahl) zu erreichen, innerhalb der EU gilt dann wie gewohnt der Inlandstarif.

Ausnahme Telefonieren ins Ausland

Ob Geschäftspartner oder Familie auf Reisen: Gründe gibt es sicherlich genug, mal im Ausland durchzuklingeln. Allerdings gelten bei Anrufen ins Ausland besondere Regelungen: Die EU-Roaming-Regulierung greift (noch) nicht, auch nicht, wenn ihr ein »deutsches Handy« im Ausland anrufen wollt.

Daraus ergibt sich eine recht zwiegespaltene Situation, denn während Telefonate aus dem EU-Ausland nach Deutschland (mit deutschen Handyvertrag, versteht sich) von der Roaming-Regelung abgedeckt sind, gilt das nicht für Anrufe von Deutschland ins EU-Ausland. Was mitunter zu hohen und ungewollten Posten auf der Mobilfunkrechnung führen kann – bis zu 1,49 € pro Minute sind möglich.

Immerhin: Die EU ist dran, vervollständigt die schrittweise Anpassung der Kosten. Ab 2019 sollen die Kosten pro Minute auch für Telefonate ins Ausland angepasst werden und bei maximal 19 Cent liegen. Details dazu lest ihr bei der EU-Kommission und beim Europäischen Parlament nach.

Netzwechsel als Grenzgänger vermeiden

Mit der EU-Roaming-Regulierung ist zumindest für Grenzgänger das Problem des mobilen Datenverbrauchs weitestgehend Geschichte. Ausnahme bildet in den meisten Tarifen die Schweiz, hier können beim ungewollten Wechsel ins ausländische Netz noch immer Kosten anfallen. Wer an der Grenze zur Schweiz unterwegs ist, sollte nicht nur beim Surfen, sondern auch bei Telefonaten darauf achten und gegebenenfalls das Datenroaming abschalten.

Keine Auslandsnutzung im National-Handytarif

Sie sind zwar selten, doch es gibt sie nach wie vor: Nationale Handytarife, die ausschließlich im Inland gültig sind. Prominentes Beispiel ist etwa der DeutschlandSIM National-Tarif für dauerhaft unter 5 € klingt attraktiv, keine Frage. Allerdings solltet ihr euch vor Abschluss überlegen, ob demnächst Aufenthalte im Ausland anstehen und ob ihr euren Handytarif dort nutzen wollt. In diesem Fall ist ein Tarif ohne Roaming nichts für euch – so günstig dieser auch sein mag.

Prepaid-Karte im Ausland vor Ort besorgen

Wer auch außerhalb der EU nicht aufs mobile Surfen verzichten will, kann zu einer Prepaid-Karte mit vor-Ort-Tarif greifen. Diese Prepaid-Karten könnt ihr in der Regel vergleichsweise problemlos in der Stadt, am Bahnhof oder am Flughafen erwerben. Mitunter gibt es Tarife mit richtig viel Datenvolumen für wenig Geld – was definitiv günstiger ist, als das Ausreizen der sogenannten Weltzone-Tarife über euren inländischen Anbieter.

Auch hier gilt: Vergleicht vor Reiseantritt die Preise und schaut mal nach, wie der Kauf einer Prepaid-Karte im Ausland vonstatten geht, ob zum Beispiel die Ausweispflicht gilt.

Sicher surfen: Hotspots und WLAN Netze

Eine Alternative zum Datenvolumen-Verbrauch ist das Zugreifen auf WLAN-Netze. In vielen Städten gibt es mittlerweile kostenlose Hotspots. Auch Cafés, Flughäfen, Bahnhöfe oder andere öffentliche Einrichtungen, nicht zu vergessen Hotels und Unterkünfte sind mit WLAN ausgestattet.

Doch aufgepasst: Speziell offene Hotspots können Sicherheitslücken mit sich bringen. Verzichtet besser auf die Eingabe sensibler Daten. Soll heißen: Bankgeschäfte oder Transaktionen solltet ihr vermeiden, auch persönliche Daten nach Möglichkeit nicht eingeben. Und: Sicher ist sicher, ändert am besten eingegebene Passwörter, spätestens wenn ihr zurück zu Hause seid.

Übrigens: Einige Tarife kommen mit weltweiter Hotspot-Flat. Angebote gibt’s zum Beispiel mit der freenet Hotspot-Flat oder der Telekom-Hotspot-Flatrate. Im md / Vodafone Smart-Surf zum Beispiel bereits ab oftmals schon 4,99 € Grundgebühr.

Smartphone im Flugzeug und auf dem Schiff

Schon auf dem Weg in den Urlaub solltet ihr Vorsicht walten lassen. Im Flugzeug oder auf dem Schiff gelten andere Regeln. Selbst wenn es sich um einen innereuropäischen Flug, etwa von Deutschland nach Spanien, handelt, kann es teuer werden. Der Grund: Nutzt ihr das Handy im Flugzeug oder auf einer Fähre, bucht sich euer Smartphone nicht in ein reguläres Netz, sondern ins Satelliten-Netz ein. Der Fachbegriff lautet non-terrestrisches Roaming, also außerhalb des Festlandes und außerhalb der Reichweite von Mobilfunk-Masten.

Ist ein Handy im Flugzeug überhaupt erlaubt?

Jeder kennt den Begriff Flugmodus. Und die Durchsagen, das Handy bitte abzuschalten oder eben in den Flugmodus zu versetzen, gehören ebenfalls zur Reise dazu. Das gilt aber eben nur für Start und Landung. Während des Flugs könnt ihr das Smartphone theoretisch nutzen, seid also weiterhin erreichbar. Gespräche sind laut Verbraucherzentrale bei vielen Fluglinien untersagt, um andere Passagiere nicht zu stören.

Wohl möglich sind aber mobile Datenverbindungen. Hier kann zwischen WLAN-Verbindungen, die durch die Fluglinie bereitgestellt werden und mobilen Datenverbindungen ins Satellitennetz unterschieden werden. Wer unbedingt surfen will, sollte lieber zu den (ebenfalls nicht günstigen!) WLAN-Paketen greifen. Zur Verfügung stehen entweder Datenpakete oder die Nutzung über eine bestimmte Zeitspanne. Abgerechnet wird dann über die Kreditkarte.

Aufgepasst: Am besten mobile Daten ganz abschalten. Denn: Wer sich aus Versehen ins Satellitennetz einwählt, zahlt womöglich doppelt. Dann wird über eure Handyrechnung abgebucht. Einen Kosten-Airbag gibt es nicht, die Kosten-Deckelung greift also nur für terrestrische Verbindungen.

Kosten: Teure Satellitenverbindungen auf Schiff, Fähre und Flug!

Nur für eine ungefähre Vorstellung der Kosten und Preisstruktur: In der unten stehenden Tabelle haben wir die Kosten bei den drei Netzbetreibern zusammengetragen. Ihr seht die Kosten pro abgehenden und eingehenden Anruf, jeweils pro Minute. Außerdem die Kosten für mobile Datenverbindungen, also für’s Surfen.

Schaut euch gerne auch nochmal die verlinkten Preislisten im Detail an. Bei der Telefónica ist es zum Beispiel etwas tricky, dort werden die Preislisten monatlich (!) aktualisiert, Gebühren werden dort außerdem nach Satelliten-Netz aufgeführt, können also deutlich schwanken – daher die Unterteilung in Maximal- und Minimal-Preis.

Die Richtung dürfte jedenfalls klar sein: Das sind ganz schöne Happen, speziell wenn ihr bedenkt, dass beim Surfen in 0,05-Megabyte- bzw. 50-Kilobyte-Schritten abgerechnet wird. Pro Megabyte würden bei der Telekom also 19,80 €, bei der Telefónica sogar 25 € berechnet!

ProviderAnruf abgehendAnruf eingehendSurfen je 0,05 MB
Telekom3,99 €1,99 €0,99 €
Vodafone6,09 €1,82 €1,18 €
Telefónica maximal5,20 €5,90 €1,25 €
Telefónica minimal1,21 €1,59 €1,25 €

Die Daten wurden am 19. September 2018 erhoben und können sich mittlerweile verändert haben.

Übrigens: Berichte über hohe Handyrechnungen nach Kreuzfahrten machen jeden Sommer die Runde. Die Telefónica stand zuletzt in der Kritik, hat laut eigenen Aussagen das Datenroaming auf Schiffen und Flugzeugen in der Folge seit Mai 2018 gesperrt (siehe golem.de). Teure Anrufe sind jedoch nach wie vor möglich.

Smartphone im Ausland: Einstellungen vornehmen

Wer ins Ausland fährt, sollte vor Reiseantritt seine Handy-Einstellungen checken. So vermeidet ihr speziell außerhalb der EU hohe Kosten durch versehentliche Datenverbindungen. Diese müssen nicht einmal durch das aktive Öffnen von Apps zustande kommen, sondern können ihre Ursache auch in Updates haben, die automatisch im Hintergrund durchgeführt werden.

Datenroaming bei Android deaktivieren

Wer kein Datenpaket gebucht hat und auch keine Auslands-Prepiad-Karte verwenden will, sollte das Datenroaming lieber komplett ausschalten. Bei Android-Smartphones deaktiviert ihr das mobile Internet im Menü Einstellungen. Geht dort zum Punkt »Drahtlos und Netzwerke« und dann weiter zum Eintrag »Mobilfunknetz«. Dort könnt ihr das Datenroaming über den Schieberegler deaktivieren – und somit eine Einwahl ins ausländische Datennetz unterbinden.

Hinweis: Je nach Android-Version kann sich die Bezeichnung der Einträge im Menü Einstellungen unterscheiden.

Alternativ: Flugmodus bei Android einschalten

Der Flugmodus ist eine feine Sache, lässt er doch keinerlei Datenverbindungen zu. Wer sein Handy also beispielsweise nur dabei hat, um im Urlaub Schnappschüsse zu schießen, kann direkt über die obere Menüleiste oben per Wischgeste nach unten den Flugmodus aktivieren. Alternativ geht’s auch über das Einstellungen-Menü. Vorteil: Ihr seht jederzeit, dass der Flugmodus eingeschaltet ist – nämlich am kleinen Flugzeug-Symbol. Nachteil: Es werden wirklich alle Datenverbindungen blockiert. Einschließlich Verbindungen in WLAN-Netze und Anrufe.

Mobiles Datenroaming am iPhone deaktivieren

Auch am iPhone könnt ihr Roaming-Verbindungen deaktivieren. Wählt unter Einstellungen den Punkt »Mobiles Netz« und anschließend »Datenoptionen« aus.

Alternative: Flugmodus am iPhone aktivieren

Auch am iPhone lässt sich der Flugmodus aktivieren. Und zwar über das Flugzeug-Symobl im Kontrollzentrum. Auch hier nochmal der Hinweis: Im Flugmodus werden alle Verbindungen blockiert, eben auch Anrufe oder Zugriffe aufs WLAN.

Verbindungen am Smartphone im Ausland ausschalten: Vieles läuft auch offline

Am besten nehmt ihr euch noch vor der Reise kurz Zeit, um wichtige Anwendungen herunterzuladen. Ihr wollt im Urlaub bestimmte Apps nutzen? Wichtige Sicherheitsupdates stehen bereit? Nehmt Downloads am besten noch Zuhause vor, das spart am Reiseort wertvolles Datenvolumen (und die Suche nach einer Internetverbindung). Vor allem Reiseführer, Navigations-Apps und Stadtpläne solltet ihr herunterladen. Google Maps bietet zum Beispiel eine nützliche Funktion an, mit der ihr Kartenausschnitte offline verfügbar machen könnt.

Absolute Rufumleitung einrichten, Mailbox abschalten

Mit der Einrichtung einer Rufumleitung umgeht ihr hohe Kosten, die bei Anrufen auf der Mailbox eingehen können. Ideal für’s Ausland ist die absolute Rufumleitung. Oder ihr schaltet Rufumleitungen ganz ab, deaktiviert somit aber auch eure Mailbox.

Vom Ausland aus Anrufen: Vorwahl wählen

Wer im Ausland telefonieren will, braucht die richtige Vorwahl. Denn: Das Handy muss wissen, dass es zum Beispiel nach Deutschland telefonieren soll. Statt der üblichen Vorwahl hängt ihr entweder die 0049 oder die +49 dran und lasst die erste Null der Vorwahl weg.

Heißt: Wer die Telefonnummer 0171 111 222 33 erreichen will, wählt die +49 171 111 222 33.

Gehört ins Gepäck: Reiseadapter und Notfall-Zettel

Das Smartphone hat Hunger – auf Strom. Wer ins Ausland fährt, sollte sich rechtzeitig um Auflademöglichkeiten für’s Handy kümmern. Reiseadapter sind das Stichwort. Idealerweise greift ihr zum Multi-Adapter, der lässt sich dann in ganz unterschiedlichen Ländern verwenden. Falls vergessen: In den meisten Ländern könnt ihr euch ebenfalls um den Adapter kümmern, etwa am Flughafen.

Welche Nummern sind wichtig? Notiert euch für alle Fälle wichtige Nummern, etwa von ADAC, Versicherung, Bank und eurer Familie. Und zwar nicht nur im Handy-Adressbuch, sondern auch auf einem Zettel. Denn: Sollte euer Handy verloren gehen (ohne dass die Handy-Ortung Erfolg verspricht), einen Hitzeschaden erleiden, im Meer baden gehen oder schlicht und ergreifend geklaut werden, habt ihr wenigstens wichtige Nummern parat. Außerdem wichtig: Die IMEI-Nummer. Diese benötigt ihr, wenn ihr einen Handy-Diebstahl bei der Polizei anzeigen wollt.

 

Nutzt ihr euer Smartphone im Ausland? Worauf achtet ihr hier besonders?

Bewerten & kommentieren:
Beachte unsere Datenschutzerklärung vor deiner Bewertung.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne

Rakete zu 80,00%
(1 Bewertungen, Ø: 4,00)

Loading...

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.



*



HandyRaketen.de | (c) convertimize GmbH
 Impressum    Über uns    Presse
Datenschutz    Handy Newsletter
Haftungsausschluss