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Mobilfunkgipfel 2018 angekündigt: Das Digitalisierungs-Alibi kommt! (Kommentar)

Mobilfunkgipfel

Verkehrsminister Scheuer (CSU) kündigt für 2018 einen Mobilfunkgipfel an, bei dem Netzbetreiber ins Ministerium geladen werden, um den Zustand der Mobilfunknetz-Versorgung zu besprechen − bzw. wie die flächendeckende Versorgung auch in der Peripherie gewährleistet werden kann.

Als Puzzlestück für eine bessere Netzabdeckung sieht die GroKo die Einführung einer sogenannten Funkloch-App, mit der die weißen Flecken der Netzbetreiber aufgespürt und gesammelt werden.

Mobilfunk-Gipfel 2018 noch vor dem Sommer

Schon allein die Formulierung »noch vor dem Sommer«, für die dieser Mobilfunk-Gipfel 2018 angekündigt wird, bringt einen zum Schmunzeln. Denn nicht einmal der Frühling ist angebrochen, da schiebt man schon zentrale Themen auf die lange Bank.

So soll der Gipfel die Netzprobleme vieler Verbraucher wirksam angehen.

Nur: Diese »Probleme« sind eigentlich schon seit einiger Zeit bekannt, und ein Gipfel wird wohl eher einen Langfristplan hervorbringen, anstatt rasche Abhilfe zu leisten. Zumal dieser Gipfel vor der Sommerpause im Kabinett stattfinden soll − heißt wohl im Umkehrschluss: Im Sommer wird dann keiner überwachen bzw. forcieren, was besprochen wurde … oder etwa doch?

Lassen wir uns überraschen, was das Ministerium zusammen mit Telekom (D1), Vodafone (D2) und Telefónica (o2) ausbaldowern wird. Was wir nicht brauchen: Neue Reportings, wie schlecht es um den Status quo steht, sondern welche Maßnahmen effizient als Problemlösung aufgezeigt werden.

Mobilfunkgipfel als Teil der GroKo-Pläne

Nun muss auch nicht gleich sämtliches gebasht werden, was die Regierung hier digital auf die Strecke bringen möchte. Aber: Skepsis darf angebracht sein.

Hier klingt vieles mehr nach noch mehr Behörde, Aufzeichnen und großen Plänen denn um schnelle Hilfe. Zumal mit dem nächsten Mobilfunkstandard 5G ja auch noch eine weitere Frequenzversteigerung ins Haus steht. Hier könnte man sich (zugunsten vieler Versprechungen) ja zu gegenseitigen Gefälligkeiten hinreißen lassen.

Worin gipfelt denn der Mobilfunk?

Die berechtigte Frage, die Verbraucher sich stellen sollten, ist: Was soll so ein Mobilfunkgipfel 2018 bewirken? Mit welchen Maßnahmen ist zu rechnen? De facto gibt es ja nicht einmal ein einfaches Sonderkündigungsrecht für Mobilfunkverträge, wenn kein Netz vorhanden ist. Allein hier sind Fristen zu setzen, statt fristlos kündigen zu können. Und wer gibt sich dem langwierigen Procedere überhaupt hin?

Tatkräftiges Anpacken klingt anders.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (4143 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / zahlt monatlich 16,25 € für seine 10 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999 / nutzt aktuell ein iPhone

Was erwartet ihr von einem Mobilfunkgipfel?

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