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Brexit Roaming: Wie geht es mit der Handy-Nutzung nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU weiter?

Brexit RoamingDer Austritt Großbritanniens aus der EU ist eine schier unendliche Geschichte, das Chaos ist längst vorprogrammiert. Was ist eigentlich mit dem Thema Brexit Roaming? Müssen Reisende in England, Wales, Schottland oder Nordirland in Zukunft mit teuren Minutenpreisen und hohen Kosten für das mobile Surfen rechnen? Wir nehmen uns des Themas an und zeigen Möglichkeiten auf, wie das Thema Roaming nach dem Brexit umgesetzt werden könnte.

Brexit Roaming: Hohe Handy-Gebühren?

Noch bleibt unklar, ob der Brexit chaotisch Ende Oktober 2019 ablaufen wird – oder ob es doch noch zu einer halbwegs geregelten Einigung kommt. Früher oder später wird Großbritannien dann aber wohl die Europäische Union verlassen. Und das bedeutet: Die von der EU verabschiedete Roaming-Regulierung gilt dann nicht mehr. Was solltet ihr in Sachen Brexit Roaming also beachten?

Aufgepasst: Auch wenn eine Roaming-Regelung gefunden wird, im Flugzeug oder auf Fährverbindungen nach Großbritannien ist nach wie vor Vorsicht geboten. Denn in diesen Fällen wählt ihr euch ins Satelliten-Netz ein. Und diese Verbindungen sind teuer. Details zur Handynutzung im Flugzeug gibt’s in einem eigenen Beitrag.

Roaming nach dem Brexit: Verschiedene Szenarien

Führt Roaming nach dem Brexit zwangsweise zu hohen Handy-Gebühren? Müsst ihr also im Urlaub in London, Edinburgh, Manchester oder in Cornwall mit hohen Kosten für Telefonate oder für das mobile Surfen rechnen?

Auch die Antwort auf diese Frage ist noch Zukunftsmusik. Denn: Was der EU-Austritt Großbritanniens für den Mobilfunkmarkt bedeutet, steht aktuell noch nicht fest. Stattdessen sind verschiedene Szenarien für das Brexit-Roaming denkbar.

Beim Großbritannien-Roaming bleibt alles, wie es ist (EWR-Lösung)

1. Durchaus möglich: Auch in Zukunft bleibt beim Großbritannien-Roaming alles, wie es ist. Das wäre dann die EWR-Lösung. Großbritannien tritt in diesem Fall aus der EU aus, verbleibt aber im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR, Details beim Europäischen Parlament).

Zu diesem gehören Länder, die nicht Mitglied in der EU sind. Das erklärt auch, warum das EU-Roaming auch in Liechtenstein, Island und Norwegen gilt. Möglich, dass die bisherigen Roaming-Regelungen dann bestehen bleiben, ihr euch um euren Handytarif im Ausland dann keine Gedanken machen müsst.

Roaming in Großbritannien nach dem Brexit: Kulante Provider-Lösung

2. Ob vielleicht (kulante) Regelungen gefunden werden, ist auch abhängig von eurem Provider. So ermöglicht die Telekom in ihren MagentaMobil Handyverträgen auch das Roaming in der Schweiz. Allerdings bildet die Telekom da eher die Ausnahme.

Andere Provider bieten optional hinzubuchbare Pakete, die dann unter anderem die Handy-Nutzung in der Schweiz (also außerhalb der EU) abdecken. Dann wäre es etwa möglich, Europa-Pakete oder Auslandspakete kostenpflichtig hinzuzubuchen.

Handytarif nach Brexit – die teure Lösung: Europa- oder Weltzone?

3. Die teure Lösung für Reisende dürfte dann zum Einsatz kommen, wenn euer Handy-Provider Großbritannien in die Europa- oder gar Weltzone schiebt. Denn klar: kommt es zum Brexit, können die Handyanbieter im Prinzip selbst entscheiden, wie die Roaming-Gebühren gestaltet werden sollen. Entweder mit zubuchbaren Tages- oder Wochenpässen oder mit hohen Minuten- und Paketpreisen.

Roaming bei den Netzbetreibern & Mobilfunk-Anbietern nach dem Brexit: So könnte es ausssehen!

Nachfolgend nur einige Beispiele, wie teuer das Roaming nach dem Brexit werden könnte. Das sind alles noch Zukunftsszenarien. Aber man sieht: Es könnte durchaus ans Geld gehen.

Brexit-Roaming bei der Telekom

Möglich, dass die Telekom Großbritannien wie die Schweiz behandelt. Aber wie könnte das Brexit-Roaming bei der Telekom noch aussehen? Das sind die aktuellen Preise beim D1-Netzanbieter.

  • Für die Nutzung außerhalb des EU-Roamings gibt es verschiedene Pässe. 50 MB für 24 Stunden kosten etwa 2,95 €. 300 MB für 7 Tage werden mit 14,95 € berechnet.
  • Die Minutenpreise liegen bei bis zu 2,99 € und für eingehende Gespräche werden mindestens 1,79 € pro Minute fällig.
    Zu den Telekom-Roaming-Pässen

EU-Roaming nach Brexit bei Vodafone

Und wie sieht es mit dem EU-Roaming nach Brexit bei Vodafone aus?

  • Mit dem Easy Travel Tagespass nutzt ihr euren Inlandstarif auch in Ländern wie der Schweiz, der Türkei, USA oder Kanada. Das kostet 5,99 € pro Tag bzw. 19,99 € pro Woche.
  • Die restliche Welt wird jedoch teurer: Je nach Reiseland kosten die Auslandspakete bis zu 29,99 € pro Tag für nur 10 Megabyte.
    Zu den Vodafone-Roaming-Tarifen

o2: Brexit-Roaming

Auch bei o2 wird das Brexit-Roaming früher oder später zum Thema. Hier die Übersicht der aktuellen Preise.

  • o2: 50 MB Daten in der Schweiz (Weltzone 2) kosten 1,99 € je Kalendertag. In der übrigen Welt zahlt ihr 4,99 € je 24 Stunden.
  • Anrufe nach Deutschland kosten je nach Weltzone zwischen 54 Cent und 2,49 € pro Minute, eingehende Anrufe zwischen 26 Cent und 1,59 €.
    Zum o2 Auslandsroaming

Brexit Roaming bei congstar

Ob das Brexit Roaming bei congstar dann auch über die gewohnten Datenpässe abgewickelt wird?

  • congstar: Bei congstar kostet der Schweiz-Pass 3 € und beinhaltet 100 MB pro Tag. 600 MB pro Woche kosten 15 € und 2 GB pro Woche kosten 30 €.
  • In den weiteren Länderzonen bleiben die Preise gleich, nur das inkludierte Datenvolumen reduziert sich auf 50 MB, 300 MB bzw. 1 GB.
    Zu den congstar-Roaming-Angeboten
Christian
Über Christian (Redaktion) (3617 Artikel)
Ist spätestens seit dem Studium der Kommunikations-Wissenschaft (ab 2004) dem Mobilfunk-Sektor verfallen / war als "Mystery Shopper" bzw. Test-Kunde in Handy-Shops undercover / journalistisches Handwerkszeug unter anderen bei DeWeZet (lokal), taz & WELT (überregional) verfeinert / war als stellv. Chefredakteur bei der SPARWELT an Bord / probiert aktuell einen Unlimited-Tarif aus


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