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Tethering: Was ist das? Ist Tethering kostenlos?

Tethering

Fürs Tethering eignet sich entweder das Handy als Modem oder ein Extra-WLAN-HotSpot (Router)

Tethering ist eine feine Sache, wenn ihr zum Beispiel unterwegs am Laptop arbeiten wollt und dazu einen Internetzugang benötigt. Oder wenn euer Internetrouter zuhause ausfällt und ihr dennoch online bleiben wollt.

Der Ausdruck Tethering leitet sich dabei aus dem Englischen to tether ab und bedeutet anbinden oder anleinen – eben eine Verbindung herstellen.

Doch wie funktioniert Tethering überhaupt? Und was sollte beim Tethering beachtet werden? Wir stellen die wichtigsten Informationen für euch zusammen.

Tethering: Was ist das überhaupt?

Mittels Tethering stellt ihr eine Verbindung zwischen eurem Smartphone und einem weiteren Gerät, etwa einem Laptop, einem Computer oder einem Tablet her, und nutzt euer Handy, um mit diesem Gerät ins Internet zu gehen. Auch mit einem extra WLAN-Router ist das möglich.

Wie funktioniert Tethering?

Eine Tethering-Verbindung könnt ihr auf unterschiedlichen Wegen herstellen. Üblich ist die Einrichtung eines mobilen WLAN-Hotspots. Aber auch mittels Bluetooth oder per USB-Kabel kann eine Tethering-Verbindung eingerichtet werden.

Tethering ist immer dann eine Option, wenn ihr einen Handyvertrag mit ausreichend Datenvolumen nutzt und dieses Datenvolumen auf einem weiteren Gerät verwenden möchtet.

Tethering: Achtung bei der Datenautomatik!

Achtet beim Tethering unbedingt auf euer Datenvolumen. Gerade wenn ihr euer Handy als Hotspot für den Computer oder das Notebook nutzt, können schnell hohe Datenmengen im Hintergrund (etwa bei Downloads oder Updates) verbraucht werden. Falls ihr einen Handyvertrag mit Datenautomatik nutzt, kann das schnell ins Geld gehen!

Wenn ihr nur wenig Datenvolumen zur Verfügung habt, solltet ihr eure Surfgewohnheiten entsprechend anpassen und etwa beim Video-Streaming die Qualität reduzieren.

Beachtet auch: Euer Handy verbraucht beim Tethering ordentlich Energie. Bestenfalls habt ihr eine Steckdose in der Nähe oder eine Powerbank dabei.

Tethering: Kein Ersatz für DSL-Anschlüsse

Tethering ist somit kein Ersatz für DSL-Tarife und klassische Internetanschlüsse. Tethering ist eher für Spezialfälle vorgesehen, zum Beispiel, wenn ihr vorübergehend im Café, der Bibliothek oder im Freien arbeiten wollt oder euer Internetrouter kurzfristig ausfällt.

Tethering-Verbindung einrichten

Ihr wollt einen mobilen Hotspot einrichten? Das ist im Prinzip mit jedem aktuellen Smartphone mit iOS-, Android- oder Windows-Betriebssystem möglich. Ältere Handys benötigen gegebenenfalls spezielle Apps. Smartphones ab Android 4.01 bringen jedoch grundsätzlich eine Tethering-Unterstützung mit.

Um eine Verbindung einzurichten, ruft ihr in den Einstellungen die Netzwerkverbindungen auf. Je nach Handy-Version sind diese Punkte unterschiedlich benannt, ihr findet den richtigen Menüpunkt zum Beispiel unter »Tethering & Netzwerke«, »Drahtlos und Netzwerke« und »Tethering & mobiler Hotspot«.

Dort findet ihr verschiedene Möglichkeiten, die Tethering-Verbindung herzustellen.

Was ist Tethering?

Tethering per mobilem WiFi-Hotspot / Smartphone

Die einfachste und wohl bekannteste Möglichkeit ist die Einrichtung eines WiFi-Hotspots. Dazu vergebt ihr einen Netzwerknamen und wählt ein Sicherheitszertifikat aus. Wichtig: Nutzt zu eurer Sicherheit unbedingt ein verschlüsseltes Netzwerk und richtet ein Passwort ein.

Mehr ist gar nicht notwendig: Nach dem Speichern der Einstellungen geht ihr an das Gerät, an dem eine Internetverbindung hergestellt werden soll. In den Netzwerkverbindungen findet ihr einen neuen Eintrag, nämlich den von euch zuvor eingerichteten Netzwerknamen. Wählt diesen aus und stellt die Verbindung her. Gegebenenfalls müsst ihr noch das von euch vergebene Passwort eintragen.

Solange ihr mit diesem Netzwerk verbunden seid, greift ihr auf das mobile Datenvolumen eures Smartphones zurück, über das ihr den Hotspot eingerichtet habt. Da Smartphones jedoch nur über ein einziges WLAN-Modul verfügen, könnt ihr nicht zeitgleich den WiFi-Hotspot nutzen und per Handy in einem weiteren WLAN surfen (Achtung: WLAN-Netz verschlüsseln!). Das würde allerdings auch nicht allzuviel Sinn ergeben. Denn steht ein WLAN-Netz zur Verfügung, könnt ihr euch den Umweg über den mobilen Hotspot ohnehin sparen.

Übrigens: Die Neu-Einrichtung am Handy ist nur einmalig notwendig. Ihr könnt also beliebig oft auf den mobilen Hotspot zugreifen.

Bluetooth-Tethering

Per Bluetooth-Tethering nutzt ihr das Datenvolumen eures Handyvertrags an einem weiteren Gerät, das natürlich über eine Bluetooth-Schnittstelle verfügen muss.

Üblich ist Bluetooth zum Beispiel, wenn ihr euer Datenvolumen an einem zweiten Handy verbrauchen wollt, ohne die SIM-Karten auszutauschen. Ihr könnt per Bluetooth aber auch Tethering an einem Tablet nutzen oder an einem Computer, der über keine WLAN-Karte verfügt – Bluetooth-Empfänger lassen sich ja recht einfach über den USB-Anschluss des Computers nachrüsten.

Aktiviert für die Einrichtung an beiden Geräten (Handy, Tablet, Computer oder Laptop) Bluetooth. Die Einrichtung funktioniert ansonsten wie im oberen Abschnitt beschrieben. Wählt in jedem Fall den Eintrag Bluetooth-Tethering aus und folgt den Anweisungen.

Tethering per USB-Kabel

Ihr ahnt es bereits: Tethering per USB-Kabel funktioniert wie oben beschrieben. Nur dass ihr statt einer Bluetooth-Verbindung ein Kabel verwendet. Insbesondere am Computer oder Laptop kommt diese Form des Tetherings zum Einsatz. Allerdings ist die Einrichtung nicht ganz einfach, denn je nach Handymodell und Computer-Betriebssystem benötigt ihr gegebenenfalls zusätzliche Treiber.

Ist Tethering erlaubt? Darf ich einen mobilen Hotspot überhaupt einrichten?

Es bleibt dem Provider überlassen, ob dieser Tethering überhaupt gestattet. Logisch, dass die Handy-Anbieter eher daran interessiert sind, für Zweit- und Drittgeräte MultiSIM-Karten, Partnerverträge oder mobile Hotspots wie den GigaCube von Vodafone zu verkaufen – also weitere kostenpflichtige Tarife zu vermitteln.

Datentarife-Tethering mit Zusatzkosten?

Aus diesem Grund schlossen viele Anbieter in der Vergangenheit Tethering aus. Oder verlangten Zusatzkosten, bspw. fürs Datentarife-Tethering.

Das hat sich jedoch mittlerweile (etwas) geändert: Immer mehr Anbieter erlauben Tethering explizit im Kleingedruckten oder in den Tarifdetails. Prinzipiell dürfte die Kontrolle auch recht schwierig sein.

Tethering in den meisten Mobilfunk-Tarifen erlaubt

Alle drei Netzbetreiber erlauben Tethering, auch wenn im Kleingedruckten der o2 Free Tarife (siehe Preisliste, Fußnote 6 auf Seite 13) darauf hingewiesen wird, dass »Im Rahmen von o2 Free Datenverbindungen Tethering […] nicht zugesichert werden« kann – in der Community dagegen heißt es in mehreren Beiträgen, dass Tethering ohne Aufpreis in den o2 Free Verträgen möglich sei. Bei Vodafone und der Telekom gib es dagegen keine Widersprüche.

Weitere Provider wie congstar, simply, Tarifhaus und discoPLUS gestattet Tethering explizit. Bei mobilcom-debitel ist Tethering vom gewählten Tarif abhängig. Einige Anbieter wie Klarmobil geben dagegen gar keine Informationen heraus, ob Tethering gestattet ist. Da hilft nur eine Nachfrage beim Kundenservice.

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