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Transparenzverordnung: Was ist das? Die wichtigsten Fragen & Antworten aus Verbraucher-Sicht

Transparenzverordnung

Schon im Juni 2017 trat die Transparenzverordnung für Festnetz-, Internet- und Mobilfunkverträge in Kraft. Seit Januar 2018 ist die Bereitstellung wichtiger Tarif-Informationen auf einem Informationsblatt nun Pflicht für alle Anbieter.

Doch die Umstellung klappte längst nicht reibungslos, wie die Stiftung Warentest ermittelt hat. Wir erklären die Inhalte der Transparenzverordnung und verraten, welche Informationen die Provider zur Verfügung stellen müssen.

Transparenzverordnung Mobilfunk seit Januar in Kraft

Die Transparenzverordnung im Telekommunikationsbereich (TK-Transparenzverordnung) hat die Bundesnetzagentur schon im Dezember 2016 verabschiedet. Nach dem Inkrafttreten im Sommer 2017 hatten Mobilfunkanbieter ein halbes Jahr Zeit, um die Bedingungen umzusetzen. Spätestens seit Januar 2018 müssen sich die Tarif-Anbieter also an die TK-Transparenzverordnung halten.

Transparenzverordnung 2017 verabschiedet – und die Umsetzung?

Die Stiftung Warentest hat sich 2018 angeschaut, wie die Provider die Informationspflicht umsetzen. 31 Mobilfunk- und Festnetz-Anbieter wurden im Januar 2018 geprüft. Insbesondere in Handy-Shops vor Ort gab es viel zu beanstanden − die wenigsten Berater wussten laut Warentester überhaupt über die Pflicht Bescheid, Informationsblätter bereitzuhalten. Beim Online-Abschluss sah es nicht viel besser aus: Im Test fielen fehlerhafte Verlinkungen, Abweichungen von den Vorgaben und weitere Formfehler auf.

Das Urteil der Stiftung Warentest stützt dabei unsere Beobachtungen. Denn: Immer wieder finden Sonderaktionen statt, bei denen dann das Produktinformationsblatt von den tatsächlichen Leistungen abweicht. Somit wird der Verbraucher mehr verwirrt denn aufgeklärt.

Sollte man wirklich ernst machen wollen, lautet unser Rat für Verbraucher, sich bloß nicht darauf zu verlassen, was irgendwo verlinkt ist, sondern nur das zu glauben, was bestätigt wird.

Transparenzverordnung laut TKG: Was sind die Vorteile?

Der Vorteil der neuen Transparenzverordnung (es handelt sich um eine Umsetzung des Telekommunikationsgesetzes, kurz TKG – speziell der Norm § 45n) soll eine bessere Übersichtlichkeit bei der Tarif-Wahl bieten. Profitieren sollen vor allem die Kunden. Denn ein Extra-Datenblatt soll Aufschluss über alle Tarif-Details geben − eben für die notwendige Transparenz sorgen, wenn es darum geht, einen Handy- oder auch Internet-Anbieter zu finden.

Die wichtigsten Informationen sollen auf einem eigenen Datenblatt verständlich aufgelistet werden. Dies soll einen Vergleich einzelner Tarife erleichtern, ohne dass ihr als interessierter Kunde erst noch das Kleingedruckte studieren müsst.

Mehr Transparenz, bessere Vergleichbarkeit

Laut Netzagentur-Information soll die Transparenzverordnung

»eine transparente, vergleichbare, ausreichende und aktuelle Information in einer klaren, verständlichen und leicht zugänglichen Form«

bieten. Was muss konrket im Produktinformationsblatt stehen? Die Verordnung (abrufbar als PDF) sieht folgende Punkte vor:

  • Vertragslaufzeit
  • monatliche Kosten
  • Name und Anschrift des Providers
  • inkludierte Dienste, Preise von Zusatzdiensten
  • verfügbare Datenübertragungsraten im Download und Upload
  • Angaben, wann gedrosselt oder Datenvolumen nachgebucht wird
  • Datenübertragungsrate nach Drosselung
  • Dienste, die Teil des vertraglich vereinbarten Datenvolumens sind
  • Voraussetzungen für die Vertragsverlängerung
  • Voraussetzungen für die Kündigung
  • Datum der Markteinführung

Auch auf die Überprüfbarkeit der Datenübertragungsraten, also die Möglichkeit, einen Handy-Speedtest durchzuführen, müssen die Anbieter hinweisen. Die Bundesnetzagentur stellt Muster-Vorlagen für die Anbieter zur Verfügung, in die die jeweiligen Informationen lediglich eingetragen werden müssen.

Für wen gilt die Transparenzverordnung?

Seit Januar 2018 müssen sich sowohl Telefon- (Festnetz und Mobilfunk) als auch Anbieter von Internet-Verträgen an die Transparenzverordnung halten. Die entsprechenden Informationsblätter müssen zum Download bereitgestellt sowie in Handyshops vor Ort ausgehändigt werden.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (3498 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / hat auf derselben Schule wie Pinar Atalay (ARD Tagesthemen) Abitur gemacht / nicht mit dem Torwart vom HSV zu verwechseln / zahlt monatlich 16,25 € für seine 10 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999

Erfahrungen mit der Transparenzverordnung gemacht? Wenn ja, welche?

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