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Wie viel Datenvolumen brauche ich eigentlich? Wie viel Datenvolumen verbrauchen WhatsApp, spotify, Google Maps & Co.?

Wie viel Datenvolumen?

Bei der Wahl eines neuen Handyvertrags fragt ihr euch sicherlich, wie viel Datenvolumen ein Tarif haben sollte.

In den letzten Monaten ist der Mobilfunkmarkt ordentlich in Bewegung gekommen. Waren Tarife mit viel Datenvolumen ab 5 Gigabyte aufwärts lange Zeit eine teure Seltenheit, könnt ihr mittlerweile Tarife mit immer mehr mobilen Daten abschließen. Die Angebote reichen von wenigen Hundert Megabyte bis hin zu 10, 15 oder sogar 25 Gigabyte monatlich.

Klar, bei dieser Auswahl stellt sich die Frage: Wie viel Datenvolumen verbrauche ich (überhaupt)? Denn weder Drosselung und Datenautomatik noch eine Überversorgung (und damit verbunden ein zu hoher Monatspreis) sind wünschenswert.

Wer sich gar nicht erst Gedanken darum machen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Seit dem 6.3.2018 bietet die Telekom mit Magenta Mobil XL einen Handyvertrag mit unbegrenztem Datenvolumen an.

Wie viel Datenvolumen brauche ich?

Wieviel Datenvolumen braucht man?

Wie viel Datenvolumen braucht man? Wie viel GB sind ausreichend?

Eins vorweg: Pauschal lässt sich die Frage nach dem Datenverbrauch nicht beantworten. Sie ist sehr individuell zu beantworten − denn es kommt immer auf eure Surfgewohnheiten an.

Dazu kommt: Grundsätzlich steigt der Datenverbrauch jährlich an, datenintensive Apps und Anwendungen werden immer beliebter.

Deshalb solltet ihr eher einige Megabyte zu viel einplanen − gerade wenn ihr einen Laufzeitvertrag abschließen wollt, euch also für die nächsten zwei Jahre bindet. Wer das Smartphone jedoch selten unterwegs nutzt und sich vor allem mit WLAN-Netzen verbindet, kommt nach wie vor mit eher wenig Datenvolumen aus.

Wir stellen die wichtigsten Nutzertypen vor.

Wie viele mobile Daten brauchen diese Nutzertypen? Wie weit kommt man mit 500 MB Datenvolumen?

Wenignutzer: Gelegenheitsnutzer und Vieltelefonierer

Ihr habt euer Handy zwar häufig dabei, doch nutzt es eher selten? Ihr wollt zwar erreichbar sein, doch setzt eher auf Telefonate?

Wollt ihr mit anderen in Verbindung bleiben, reichen euch Textnachrichten und ein gelegentliches Bild. Unterwegs verzichtet ihr auf datenhungrige Dienste und verbindet euch lieber mit WLAN-Netzen. Zwar streamt ihr hin und wieder Musik − doch dazu reichen euch wenige Stunden im Monat aus.

Auch zu Hause greift ihr über das WLAN auf das Internet zu

In diesem Fall gehört ihr zu den Wenignutzern. Ein Handytarif mit  bis zu 500 Megabyte Datenvolumen  reicht vollkommen aus. Diese Pakete sind meistens für wenig Geld buchbar. Im Telefónica-Netzverbund ist es mittlerweile sogar schwierig geworden, Tarife mit weniger als 1 Gigabyte zu finden. Eine Allnet-Flat ist dann meistens sogar bereits inkludiert.

Normalnutzer

Als Normalnutzer seid ihr auch unterwegs erreichbar. Ihr steht in ständigem Austausch mit euren Freunden und versendet das eine oder andere Bild. Meistens streamt ihr unterwegs Musik und an der Kasse im Supermarkt lässt sich der Facebook-Newsfeed super aktualisieren. Unterwegs nutzt ihr Karten-Dienste, um zum Ziel zu navigieren. Außerdem fragt ihr die Nachrichten ab, verzichtet dabei aber weitestgehend auf Videos.

Falls ihr euch wiedererkennt, solltet ihr einen  Tarif mit 1 bis 3 Gigabyte Datenvolumen  abschließen. Viel mehr solltet ihr jedoch nicht einplanen.

Streamer und Social-Media-User

Ihr wollt auch unterwegs auf keine Anwendung verzichten, die ihr zu Hause im WLAN ohnehin nutzt? Ihr wollt euch beim Streamen von Video-Inhalten nicht einschränken und auch über das mobile Netz auf HD-Inhalte zugreifen? Ihr aktualisiert Facebook und Instagram regelmäßig, seid auf Snapchat aktiv und unterhaltet euch via WhatsApp & Co. am liebsten mithilfe von Bildern, GIFs und Video-Clips? In diesem Fall solltet ihr nicht am Datenvolumen sparen. Ein Handytarif mit viel Datenvolumen ist euer Pflichtprogramm.

Unsere Empfehlung:  Mindestens (!) 5 Gigabyte  sollten es sein. Mittlerweile geht die Auswahl über 10 Gigabyte und 15 Gigabyte bis hin zu 25 Gigabyte pro Monat. Es gibt also durchaus weitere Abstufungen für Vielnutzer. Wer alles auf einmal und täglich nutzt, kann mittlerweile zum zweistelligen Gigabyte-Paket übergehen.

Wie hoch ist der Datenverbrauch im Durchschnitt?

Rund  850 Megabyte  verbraucht der deutsche Handynutzer 2017 im Durchschnitt monatlich − so zumindest die VATM-Studie, die jährlich im Herbst veröffentlicht wird. Wenn ihr euch also selbst zu den Durchschnittsnutzern zählt und euch fragt, wie viel Datenvolumen ihr benötigt, dann seid ihr aktuell mit einem Tarif mit 1 Gigabyte Datenvolumen gut ausgestattet. Aber: Wer einen Vertrag auf Zweijahressicht schließt, bemerkt bereits jetzt: Es darf ruhig ein wenig mehr sein!

Studie: Steigender Datenverbrauch seit 2011

Die VATM-Studie erscheint jährlich und untersucht unter anderem den Mobilfunkmarkt. Spannend sind die Daten zum jährlichen Datenverbrauch. Seit 2011  steigt dieser um rund 40 bis 50 Prozent pro Jahr an . Von unter 100 Megabyte pro Monat auf durchschnittlich rund 850 Megabyte im Monat im Jahr 2017.

Gerade wenn ihr euch für zwei Jahre an einen Provider bindet, solltet ihr deshalb lieber einen Datenpuffer einplanen − denn die Durchschnittswerte bestätigen, was wir bereits weiter oben beobachtet haben: Der Handy-Datenverbrauch steigt.

Wenn aktuell noch Tarife mit 1 Gigabyte satt ausreichen, dürfte das Datenvolumen in einem oder zwei Jahren bei deutlich über einem Gigabyte pro Monate liegen.

JahrDatenverbrauch ∅
2017850 Megabyte (+43,8%)
2016591 Megabyte (+46,3%)
2015404 Megabyte (+39,8%)
2014289 Megabyte (+48,2%)
2013195 Megabyte (+71,1%)
2012114 Megabyte (+50%)
201176 Megabyte (+46,2%)

Nicht zu vergessen: In anderen europäischen Ländern liegt der mobile Datenverbrauch weitaus höher. Das hat eine aktuelle OECD-Studie ermittelt. Deutschland liegt hier unterdurchschnittlich auf den abgeschlagenen Plätzen, während Finnen monatlich 11 GB verbrauchen (veranschaulicht bei Statista).

Wie viel Daten verbrauchen Telefónica-Kunden?

Im März 2017 stellt die Telefónica einen monatlichen Durchschnittsverbrauch von 1,8 Gigabyte fest, was einem Anstieg von 52 Prozent innerhalb von nur einem Jahr entspricht. Im dritten Quartal 2017 war der Wert auf 2,4 Gigabyte angestiegen (was einem Anstieg um 33 Prozent in nur einem halben Jahr entspricht). Auch in Zukunft dürften zumindest beim Netzbetreiber o2 ähnliche Sprünge zu beobachten sein, denn im Jahr 2017 wurden ja die o2 Mega Tarife veröffentlicht, die bis zu 25 Gigabyte Daten zur Verfügung stellen.

Auch Telekom beobachtet Anstieg des Datenverbrauchs

Eine ähnliche Erhöhung ist auch bei der Telekom zu beobachten: Der Quartalsbericht der Telekom weist eine Erhöhung des Datenverbrauchs um 63 Prozent vom ersten Quartal 2016 bis zum ersten Quartal 2017 aus.

Als Lesetipp: Weitere statistische Daten zum mobilen Datenverbrauch gibt es auch in der Wikipedia.

Wie viel Datenvolumen habe ich noch?

Wo hoch ist euer mobiler Datenverbrauch? Um den eigenen Datenverbrauch herausfinden zu können, lohnt sich der Einsatz von Apps, die dies aufzeichnen. Vor allem, wenn auch noch eine Datenautomatik im Spiel ist.

So lässt es sich auch beurteilen, zu welcher der oben genannten Gruppen ihr gehört.

Wenn ihr euch nicht sicher seid, wie sich euer Datenverbrauch in Zukunft entwickeln wird, dann empfehlen wir einen Tarif ohne Datenautomatik oder einen entsprechend großen Puffer. Unter dem Strich ist es günstiger, den nächstbesseren Tarif zu buchen, anstatt die Datenautomatik regelmäßig in Kauf zu nehmen.

Welche App braucht viel Datenvolumen? Echte Datenfresser ermitteln!

Um herauszufinden, wie viel Datenvolumen ihr tatsächlich benötigt, lohnt es sich, eine Liste der eigenen Apps im Hinterkopf zu behalten. Denn der Datenverbrauch ist vor allem davon abhängig, was ihr im mobilen Internet so treibt. Textnachrichten können auch mit geringem Datenbudget gesendet werden. Doch wer viel streamt, Bilder oder sogar Videos verschickt, benötigt deutlich mehr Daten.

Als generelle Faustregel gilt:

Je mehr Medieninhalte ihr konsumiert, desto höher ist der Datenverbrauch.

GIF-Dateien verbrauchen mehr als Bilder, und Videos sind größer als GIFs. Der höchste Verbrauch kommt durch das Streamen von HD-Inhalten zustande.

Die folgende Liste verschafft euch einen ungefähren Überblick der wichtigsten Dienste, zeigt aber auch: Ihr könnt ständig mobil online sein und zum Beispiel mit euren Freunden chatten, dabei aber dennoch wenig Datenvolumen verbrauchen.

Spar-Tipp: Ruft beim mobilen Surfen die entsprechend für Handys optimierte mobile Internetseite auf. Denn dabei handelt es sich um eine vereinfachte Version der klassischen Webseiten, die schneller lädt und weniger Daten verbraucht. Weitere Informationen bekommt ihr zum Beispiel bei der Stiftung Warentest.

Wie viel Datenvolumen verbraucht Google Maps?

Ihr lasst euch gern anhand der Online-Navigation von Google Maps durch die Straßen navigieren? Dann müsst ihr mit einem erhöhten mobilen Datenverbrauch rechnen. 3,1 MB pro Minute rauschen durch, bei einer Fahrzeit von gut einer halben Stunde sind es also schon fast 100 MB allein dafür.

Tipps, wie man Google Maps ohne Datenverbrauch nutzen kann, findet ihr beim SWR oder im Saturn-Magazin turn-on.

Wie viel Datenvolumen vebraucht WhatsApp?

Nun, es kommt darauf an: Textnachrichten sind mit etwa 10 kB recht schlank, datenvoluminöser wird es hingegen mit Bildern, Videos und Sprachnachrichten. Hier ist es also schwer, eine Regel zu definieren.

Wie viel Datenvolumen verbraucht spotify?

Für Musik-Streamingdienst wie spotify, Napster, Deezer & Co. rechnet mit ca. 1 MB pro Minute. Am besten also Musik herunterladen, auch wenn dafür der Dienst kostenpflichtig genutzt werden muss. Es lohnt sich meist.

Wie viel Datenvolumen verbraucht Facebook?

Wie bei allen sozialen Medien entscheidet auch hier ihr selbst über den Daten-Verbrauch. Sind viele Bilder, Videos etc. im Spiel, dann steigt der Verbrauch sprunghaft an.

Wie viel Datenvolumen verbraucht Instagram?

Schon ohne Instagram-Videos hochzuladen, sondern nur die Bildchen zu laden, zieht am Datenvolumen. Eine Einschätzung ist schwierig, weil jeder anders schnell streamt und scrollt. Je mehr Bilder, desto mehr Daten rauschen durch. Sollte man einfach nicht unterschätzen.

Hier noch einmal ein paar Richtwerte, von wenig bis viel Datenverbrauch:

  • WhatsApp-Text-Nachricht: etwa 10 kB
  • E-Mails checken (sehr unterschiedlich, bspw. ohne Anhang): etwa 50 kB
  • Facebook-Text-Nachrichten: etwa 200 kB
  • Google-Suche: etwa 200 kB
  • Musik-Streaming: etwa 1 MB (pro Minute)
  • Laden einer durchschnittlichen Webseite: etwa 2,5 MB
  • Skype-Anruf (Sprachübertragung ohne Bild pro Minute): etwa 3 MB
  • Videos auf YouTube anschauen (abhängig von der Auflösung): etwa 2 bis 10 MB (pro Minute)
  • Video-Streaming von HD-Filmen pro Stunde: etwa 2 GB

Tipp: In den Netzbetreiber-Tarifen von Vodafone und der Telekom gibt es die sogenannten Zero-Rating-Angebote. Der Vodafone Pass erlaubt zum Beispiel den Zugriff auf Social-Media-Apps, Musik- oder Video-Streaming, ohne dabei mobile Daten zu verbrauchen. Gleiches gilt für das Telekom Stream On Angebot. Schließt ihr also einen entsprechenden Vertrag ab, könnt ihr auch mit einem kleinen Datenvolumen mobil streamen.

Ungewollt hoher Datenverbrauch: Updates und Aktualisierungen auch im Hintergrund

Apps sollten in regelmäßigen Abständen auf den neuesten Stand gebracht werden. Etwa aus Sicherheitsgründen oder um neue Funktionen nutzen zu können. Updates werden oft im Hintergrund durchgeführt, ohne dass ihr etwas davon bemerkt. Logisch, dass dafür auch mobile Daten draufgehen können.

Doch nicht nur klassische Updates zehren am Datenvolumen. Apps wie Facebook oder Instagram verbrauchen nicht nur Daten, wenn ihr Nachrichten beantwortet oder Bilder hochladet: Wer seinen Newsfeed häufig aktualisiert, muss mit einem hohen Datenverbrauch rechnen. Das gilt insbesondere, wenn viele Bilder, GIFs oder speziell automatisch startende Videos in eure Timeline gespült werden. Snapchat lädt Bilder beispielsweise sogar im Hintergrund, ohne dass ihr aktiv werdet.

Tipp: Über die App-Einstellungen lässt sich in vielen Fällen angeben, ob die App Updates auch mobil empfangen kann. Wenn ihr eigene Fotos zum Beispiel über Google Fotos in der Cloud sichert, dann könnt ihr festlegen, ob die Bilder nur dann hochgeladen werden, wenn ihr euch im WLAN befindet. Auch über WhatsApp könnt ihr den automatisierten Download von Bildern und Videos abschalten.

Datenvolumen-Rechner nutzen!

Wenn ihr es ganz genau wissen wollt, nutzt doch einfach einen guten Datenvolumen Rechner. Folgende Lösung (eigentlich fürs DSL/Festnetz-Internet gedacht) finden wir sehr charmant, weil ihr einfach per Schieberegler eure Nutzung angeben könnt.


Wie viel Datenvolumen benötigt ihr - wisst ihr's?

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