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BNetzA: Kosten für Rufnummernmitnahme (abgehend) ab 20.4.2020 nur noch 6,82 Euro – ein Meilenstein

Rufnummernmitnahme wird billiger: Portierungsentgelt sinkt auf unter 7 €

Kosten für die Rufnummernmitnahme UPDATE VOM 20.4.2020 Es ist so weit: Die Bundesnetzagentur hat nun auch für die verbliebenen Mobilfunkunternehmen angeordnet, die abgehenden Portierungsentgelte auf 6,82 € zu limitieren. Heißt also: Wenn ihr eure Rufnummer von einem alten Anbieter mitnehmen wollt, dürfen euch nur noch maximal 6,82 Euro dafür berechnet werden. Nach vielen freiwilligen Absenkungen zuvor nennt  die BNetzA in ihrer jüngsten Pressemitteilung noch mal explizit die sich wehrenden Nachzügler, die nun auch zu einer Senkung verdonnert werden:

»Mit Wirkung ab heute hat die Bundesnetzagentur den Mobilfunkanbietern  freenet, 1&1 Drillisch, 1&1 Telecom und Telefonica  die Portierungsentgelte in von 6,82 Euro (brutto) angeordnet. Die bisher erhobenen Entgelte in Höhe von etwa 30 Euro wurden untersagt.«
Das ist natürlich ein gutes Zeichen für Verbraucher, andererseits dürfte sich die Spirale für die Rufnummernmitnahme-Boni nach unten entwickeln; hier lohnt es also, in den kommenden Tagen und Wochen diese Entwicklung genau zu beobachten; oftmals dürfte die Bonus-Regelung noch falsch vermerkt sein.

Kosten für die Rufnummernmitnahme (abgehend) ab 20.4.2020 nur noch 6,82 Euro? BNetzA möchte Portierungsgebühren drastisch senken!

UPDATE VOM 1.4.2020 Es wird ernst: Auch Telekom, congstar (ja! mobil, Penny Mobil, HIGH Mobile) haben die Kosten für die abgehende Portierung auf 6,82 € abgesenkt, womit die Ziellinie zum 20.4.2020 ziemlich konkret wird. So dürfte es also ziemlich wahrscheinlich sein, dass die Kosten für die Rufnummernmitnahme auf unter 7 € sinken werden. Natürlich ist auch ein Preis unter 6,82 € möglich (in der HIGH Mobile Preisliste sehen wir bspw. 6,80 €).

Abgehende Portierungskosten maximal 6,82 Euro

UPDATE VOM 28.2.2020 Nun geht es den Kosten für die abgehende Rufnummernmitnahme tatsächlich an den Kragen. Wie eine Pressemitteilung die Runde macht, soll das Entgelt auf konkret maximal 6,82 Euro festgelegt werden (nachlesen z.B. bei der FAZ). Dem Willen der Bundesnetzagentur (BNetzA) nach, soll dies sogar bis zum 20.4.2020 geschehen.

Bereits Mitte Februar »habe man schon alle betroffenen Unternehmen aufgefordert, die Preise zu senken. Die Mehrzahl sei diesem Appell gefolgt.«

Einige Anbieter weigern sich jedoch, darunter Telefónica, 1&1 Drillisch, easyTel, Lebara, Newsim, Lycamobile, SH Telekommunikation und die freenet AG − gegen sie laufen aktuell Verfahren, wie auf der Seite der BNetzA einzusehen ist. Bis zum 11.3.2020 müssen diese Stellungnahmen abgeben.

Wir sehen in der Herabsenkung der abgehenden Portierungsgebühren jedenfalls die notwendige Voraussetzung, sollte ein Gesetz für Handyverträge mit kurzer Laufzeit kommen (auch wenn wir nur noch 6 Monate Vertragslaufzeit oder 12 Monate generell in einer Pauschalregelung für falsch halten) − sonst wäre die Neuregelung für kurze Laufzeiten aber vollkommen absurd.

Denn nur durch niedrige Wechselgebühren kann dies zu einem „Wechselsport“ und damit auch Wettbwerb führen. Die Frage ist nur, warum es der BNetzA auf einmal möglich ist, die Kosten um gut 25 € herabzusenken. Hier ist vielen wechselfreudigen Verbrauchern schon eine Menge Geld durch die Lappen gegangen.

Wegfall der Kosten für die Rufnummernmitnahme? BNetzA erwartet „deutliche Absenkungen“ bei Portierungsgebühren

URSPRÜNGLICHER BEITRAG VOM 30.9.2019 Werden die Kosten für die Rufnummernmitnahme zu einem neuen Mobilfunkanbieter bald drastisch sinken, evtl. sogar komplett wegfallen?

Die Bundesnetzagentur deutet dies in einer Pressemitteilung vom heutigen Montag (30.9.2019) an: Im konkreten Fall ging es hier zwar um ein Vodafone-Entgelt, die Entscheidung könnte aber durchaus Signalwirkung auf die gängige Praxis haben. Interessant: Im Beispiel-Fall ordnete die BNetzA aufgrund eines europäischen Vergleichs ein Entgelt von nur 3,58 € (netto) an.

Bundesnetzagentur spricht sich für Senkung der Portierungsgebühren aus

Nur zur Erinnerung: Aktuell werden euch miest 25 € (netto) in Rechnung gestellt, wenn ihr den Mobilfunkanbieter wechselt. Hier steht die Branche also vor einer grundlegenden Umkehr, sollte sich die Überprüfung für eine Absenkung, evtl. sogar einen kompletten Wegfall, aussprechen.

Auszüge aus der Mitteilung zur Rufnummernmitnahme im Wortlaut:

»Die Entscheidung betrifft unmittelbar zwar nur die Entgelte, die Vodafone anderen Mobilfunkdiensteanbietern für die Portierung einer Mobilfunkrufnummer in Rechnung stellen darf. Dennoch sind die Entgelte aller am Markt tätigen Mobilfunkdiensteanbieter anhand der nunmehr ermittelten Preisobergrenze zu messen. Der Entscheidung kommt damit eine Signalwirkung für alle anderen Mobilfunkdiensteanbieter zu.

Da die zwischen den Anbietern vereinbarten Entgelte üblicherweise an die Endkunden weitergereicht werden, wird die Bundesnetzagentur nunmehr  auch die von den Mobilfunkdiensteanbietern gegenüber den Endkunden in Rechnung gestellten Entgelte für die Mitnahme einer Mobilfunkrufnummer einer Überprüfung unterziehen . Nach der jetzigen Entscheidung dürften auch dort  deutliche Absenkungen  zu erwarten sein.«

Wie konkret die Gedankenspiele der BNetzA tatsächlich sind, konnten namhafte Medien (u.a. der SPIEGEL) bislang noch nicht klären.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (4190 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / zahlt monatlich 16,25 € für seine 10 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999 / nutzt aktuell ein iPhone

Was meint ihr: Sind 25 € (oder mehr) wirklich zu viel für eine Portierung?

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20 Kommentare zu BNetzA: Kosten für Rufnummernmitnahme (abgehend) ab 20.4.2020 nur noch 6,82 Euro – ein Meilenstein

  1. Hey,
    sauber ist das nicht, was die da machen. Tarif- oder Markenwechsel ginge allenfalls, wenn innerhalb der Vertragslaufzeit ohne Kündigung gewechselt wird. Ich habe nach mehrfachen Beschwerden an unterschiedliche Adressen die Markenwechselgebühr ersetzt bekommen. Wenn gekündigt ist, kann für den Wechsel nix verlangt werden. Das ist keine besondere Leistung f den Kunden, sondern nicht bepreisbare Verwaltungskosten, die bei Kündigung und Neuabschluss eh anfallen. Erfolgt der Wechsel ohne Kündigung, lässt sich drüber streiten. Ärgere mich heute noch, dass ich keinen monatl. kündbaren Vertrag nahm. Übrigens sollen die Portierungskosten ab 2021 ganz entfallen.

  2. So, Die BNetzA weist bzgl. Rufnummernmitnahme darauf hin, dass künftig von Endkunden gar keine Entgelte für eine Rufnummernmitnahme erhoben werden dürfen. Die Umsetzung dieses EU-Rechts solle vorauss. Ende 2020 erfolgen.

    Hinsichtlich der Markenwechselgebühr entscheide sie nicht, weil dieses Entgelt nicht ihrer Regulierung unterfalle. Gesetzlich reguliert sei nur der Anbieter(netz)wechsel mit seiner Rufnummernmitnahme. Ich denke, dass der Gesetzgeber einen Markenwechsel gar nicht auf dem Schirm hatte.

    Zivilrechtlich bleibt ggf vor Gericht zu prüfen, ob genau diese Markenwechselgebühr im Preisverzeichnis bei Vertragsabschluss (!) überhaupt vereinbart war (bei mir nicht).
    Beweispflichtig ist der Anbieter. In meinem persönl. online-Kundenbereich sind nur die akt. Preislisten u AGBs, nicht die akzeptierten Dokumente hinterlegt. Läuft also auf einen Rechtsstreit hinaus. Mal sehen. Evtl ist diese Gebühr sogar unwirksam, wenn intransparent oder dadurch ein Anbieter/Markenwechsel behindert werden könnte.

    • Ah, gibt es dazu eine offizielle Stellungnahme?

      • Ja, das war die zusammengefasste Antwort auf meine Beschwerde. Zur Markenwechselgebühr entscheide man nicht, das sei zivilrechtlich zu lösen. Der letzte Absatz sind meine Gedanken, Ansätze, wie ziviltechtlich argumentiert werden könnte. Evtl kümmert sich die Verbraucherzentrale drum, wenn dort genügend Beschwerden vorliegen und die Gebühr abmahnfähig sein sollte.

        • Danke Dir für diese Rückmeldung, Erik.

          Wenn das zivilrechtlich zu lösen ist, dann müssen für viele wohl tatsächlich die Verbraucherzentralen ran. Deine Argumentation ist nachvollziehbar, aber ich kann’s gar nicht einschätzen, ob das Bestand haben kann.

          Ich frage mich immer wieder, wie man Dinge gut für die Verbraucher regeln kann, ohne etwaige (und so offensichtliche) Schlupflöcher mitzudenken wie die aktuellen.

      • Könnte mir vorstellen, dass Abmahnung der Tarif- und Markenwechselgebühren erfolgt, wenn sich genügend Leute beschweren: https://www.verbraucherzentrale.de/beschwerde. Wie ich sehe, ist Drillisch in anderer interessanter Sache unterlegen:
        https://www.vzbv.de/urteil/mobilfunk-kein-freibrief-fuer-einseitige-preiserhoehungen

        • Eine Idee wäre es, das Thema wird rege diskutiert:
          > https://www.handyraketen.de/handytarife/ratgeber/drillisch-tarifwechsel/

          Aber juristisch ist das vermutlich leider wasserdicht, sofern zum Vertragsschluss in den Preislisten die Wechselgebühr ausgewiesen wurde, und die BNetzA sei hier nicht zuständig. Das verlinkte Urteil vom vzbv zeigt (leider auch mal wieder), dass man sich dort des Öfteren in theoretischen Gedanken verzettelt (da wurde nur ein Passus angegangen, der gar nicht zum Tragen kam), statt genau solch sinnvolle Dinge praktisch anzugehen. Im Mobilfunksektor agiert die Verbraucherzentrale (persönliche Meinung) für meinen Geschmack zu lethargisch (Prozesses ziehen sich wohl) und praxisfern, aber es ist definitiv gut, die Fälle dort aufzuzeigen.

  3. Habe heute ebenfalls saftige Rechnung für Portierung/Markenwechsel zum 1.6. innerhalb der Drillisch_ Gruppe bekommen, obwohl nicht mal das Netz gewechselt wird. Habe der Rg widersprochen. Ggf noch Beschwerde ggü BNetzA, wenn Drillisch nicht erstattet. Vor 5 J hatte die BNetzA das Markenwechselentgelt noch genehmigt. Heute aber mehr zu nehmen als beim Netzwechsel ist sehr frech.

    • Da sind wir auch gespannt, wie das gehandhabt werden soll. Drillisch weist ja eine extra „Markenwechsel-Gebühr“ aus und wird sich darauf berufen, dass kein Anbieterwechsel vorliegt. Letztlich dürfte dies – auch die Handhabung einer vorzeitigen Portierung (siehe mobilcom-debitel, dort fallen aktuell Kosten an, wenn man vorzeitig (!) portiert) – nur von der BNetzA geklärt werden können. Und vor allem, was Verbraucher konkret tun können.

      • Ja es steht die Markenwechselgebühr im System des alten Anbieters. Aber weder wurde ich über diese Änderung informiert, noch wurde dies in der Bestellzusammenfassung beim Wechsel bepreist. Wenn es alles ein Konzern mit gleicher Wechselgebühr ist, dann muss darüber auch informiert werden. Ach ja 4x so teuer wie Rufnummernmitnahme für gleiche Portierungs-Leistung ist sittenwidrig!

        • Hey Erik, ich sehe das im Kern wie du. Vermutlich wird aber nur die BNetzA das global für alle Verbraucher(innen) klären können (und übrigens auch müssen), damit es sich durchsetzt. Halt uns mal auf dem Laufenden, was passiert.

  4. Zum 14.04. habe ich meinen 1&1-Vertrag gewechselt und habe meine bisherige Rufnummer mitgenommen. Nun hat mir 1&1 in der Abrechnung vom 10.05. 30 € dafür berechnet? In meinen Augen nicht in Ordnung oder?

    Vielen Dank

  5. Ab wann werden die portierungsgebühren fällig? Erst mit der Portierung oder bereits mit kündigungsdatum?

    • Kündigung und Portierung sind zwei unterschiedliche Dinge. Ein Portierungswunsch ersetzt keine Kündigung. Vermutlich macht es jeder Anbieter individuell, ich würde darauf achten, bei Einrichten der Rufnummernmitnahme auch mit dem Einzug der Kosten zu rechnen, damit die Portierung nicht fehlschlägt.

  6. Kerstin Walther // 8. Mai 2020 um 12:14 // Antworten

    Ist das Datum der Portierung maßgebend oder das Antragsdatum?

    • Alles andere als das Portierungsdatum wäre ja (m.E.) für Verbraucher ein Witz – aber das scheint die BNetzA nicht ausdrücklich zu formulieren. Welche Erfahrungen hast du gemacht?

  7. Rainer Brors // 7. Mai 2020 um 12:32 // Antworten

    Ich habe von Debitel nach freenet ab 19.5.gewechselt.Freenet hat mir den Betrag von 29.99€in Rechnung gestellt.Was kann ich da machen? Über eine Antwort ihrerseits wäre ich sehr dankbar.

  8. Ja, auf jeden Fall sind 25€ viel zu teuer.


Externe Quellen und Bild-Hinweise: Pressemitteilung der BNetzA, Abruf am 30.9.2019


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