News

Meltdown & Spectre: Neue Sicherheitslücke als Bedrohung für Smartphones?

Sicherheitslücke Meltdown / Spectre betrifft auch Smartphone-Prozessoren

Meltdown & Spectre Sicherheitslücke Forscher, unter anderem von der TU Graz, haben erneut eine schwere Sicherheitslücke entdeckt. De facto handelt es sich bei Meltdown und Spectre sogar um zwei Phänomene, die aktuelle Prozessoren angreifen. Die Sicherheitslücken ermöglichen das Auslesen von Daten, die auf dem entsprechenden Computer, in der Cloud oder auf dem Tablet oder Handy abgelegt sind. Dazu gehören unter anderem auch Passwörter. Besonders perfide: Antivirenprogramme können die Sicherheitslücke wahrscheinlich nicht erkennen oder blockieren.

Meltdown & Spectre: Smartphones betroffen?

Um zu verstehen, worum es geht, lohnt es sich, sich mit beiden Problemen auseinanderzusetzen:

Was ist Meltdown?

Meltdown setzt die Sperre für den Zugriff auf den Systemspeicher durch unberechtigte Anwendungen außer Kraft. Theoretisch wird damit der Zugriff auf den Speicher und auf abgelegte Daten des Betriebssystems sowie einzelner Programme möglich. Fast jeder Intel-Prozessor ab 1995 sei von dieser Sicherheitslücke betroffen, so spiegel.de. Lesenswert ist auch dieser Blogbeitrag (englisch).

Was ist Spectre?

Klingt nach Bond-Film − und ist spannend: Spectre ermöglicht es Anwendungen, auf beliebige Speicherinhalte zuzugreifen und diese auszuspionieren.

Während die Meltdown-Sicherheitslücke durch Updates behoben werden kann, sieht es bei Spectre schon ein wenig komplizierter aus − immerhin bekannte schädliche Anwendungen können durch Anti-Virenprogramme geblockt werden. Neben Notebooks und PCs sind von Spectre auch Tablets und Handys betroffen.

Neben Intel-Chips konnten die Forscher die Lücken auch auf AMD-Chips nachweisen.

Meltdown & Spectre: Die Sicherheitslücken bedrohen auch Smartphones

Meltdown & Spectre: Die Sicherheitslücken können auch Smartphones bedrohen

Google: Fix der Sicherheitslücke für Android-Handys im Januar-Update

Google empfiehlt Nutzern der Nexus- und Pixel-Smartphones das Januar-2018-Update. Damit sollen Attacken auf ARM-Prozessoren unterbunden werden. Wer andere Geräte nutzt, sollte sich für Updates an die jeweiligen Hersteller wenden. Für Gmail, den Google Kalender oder Google Docs wird kein Update erforderlich sein.

Eine Anleitung für Nutzer des Google Chrome Browsers (PC, Android und iOS) stellt Google ebenfalls auf der Infoseite bereit. Weitere Informationen gibt es in englischer Sprache im Google Project Zero Blog.

Intel: Lösung geplant!

Auch Intel arbeitet derzeit an einer Lösung und dementiert in einer Stellungnahme Berichte, denen zufolge die Performance der Prozessoren nach dem Update deutlich nachlasse (muss man wohl auch in Zeiten der iPhone-Akku-Debatte).

Weitere Hinweise und Informationen zur Funktionsweise der Sicherheitslücken findet ihr auf der offiziellen Infoseite unter Meltdownattack.com. Ganz unten auf der Seite findet sich auch ein  Verzeichnis aller Stellungnahmen und Sicherheitshinweise betroffener Unternehmen .

Tipp: Wer sich allgemein für das Thema Sicherheit auf dem Smartphone interessiert, kann sich dazu gern ein paar Minuten unserem verlinkten Beitrag widmen.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (3521 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / hat auf derselben Schule wie Pinar Atalay (ARD Tagesthemen) Abitur gemacht / nicht mit dem Torwart vom HSV zu verwechseln / zahlt monatlich 16,25 € für seine 10 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.



*



HandyRaketen ist eine eingetragene Marke der convertimize GmbH (Registernummer: 302018026933)
bekannt aus RTL, n-tv, CHIP und GIGA | Top-Bewertungen bei Trustpilot und Facebook

 Impressum    Über uns    Kontakt    Presse
Datenschutz    Handy Newsletter
Haftungsausschluss