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Nachträgliche Rufnummernmitnahme: Kann ich eine Handynummer in einen bestehenden Telekom-, Vodafone- oder o2-Vertrag portieren?

Nachträgliche Rufnummernmitnahme

Ihr habt bereits einen neuen Handyvertrag abgeschlossen, die SIM-Karte aktiviert und entscheidet euch erst jetzt, euren alten Vertrag zu kündigen und die Rufnummer in den neuen Tarif zu übertragen? Dann greift ein Sonderfall, denn nicht alle Provider unterstützen die nachträgliche Rufnummernmitnahme.

Die generellen Fristen beziehen sich auf die Kündigung bzw. Freigabe der alten Handynummer beim bisherigen Provider. Ob die Mobilfunknummer nach Abschluss in den neuen Vertrag portiert werden kann, hängt von eurem Handyanbieter ab. Viele Provider unterstützen jedoch die verspätete Mitnahme.

Handynummer nachträglich mitnehmen

Manchmal ist es notwendig, einen Handyvertrag kurzfristig abzuschließen. Zum Beispiel, weil ihr ein besonders gutes Angebot ausfindig gemacht habt, das aber nur zeitlich befristet oder in limitierter Stückzahl bereitsteht. Viele Mobilfunkkunden entscheiden sich dann dafür, vorerst zwei Handytarife parallel zu nutzen und den alten Tarif erst später zu kündigen.

Was dabei oft vergessen oder verpasst wird, ist die Rufnummernportierung. Wollt ihr eure alte Mobilfunknummer nicht verlieren, solltet ihr euch am besten noch vor dem Wechsel informieren, ob ihr eure Handynummer nachträglich portieren könnt. Denn nicht alle Mobilfunkanbieter unterstützen die nachträgliche Rufnummernmitnahme.

Adress-Check vor Portierungsauftrag

Ihr kennt das Vorgehen vielleicht bereits aus unserer Anleitung für die klassische Rufnummernmitnahme oder die Handynummernportierung aus Prepaid-Tarifen: Bevor ihr euch um eine nachträgliche Portierung kümmert, solltet ihr einen Adressabgleich vornehmen. Stellt sicher, dass die beim alten Provider hinterlegten persönlichen Daten noch stimmen und 1:1 beim neuen Anbieter eingetragen sind. Wenn sich euer Name etwa durch Heirat geändert hat oder falls ihr umgezogen seid, ist eine Änderung von Name bzw. Adresse erforderlich. Der Datenabgleich erfolgt automatisch im Rahmen der Rufnummernübertragung. Sollten die Angaben nicht exakt übereinstimmen, schlägt die Portierung fehl.

Rufnummerportierung nachträglich vornehmen: Fristen

Generell könnt ihr euch an den klassischen Fristen zur Rufnummernportierung orientieren, die sich am Ende der Laufzeit eures alten Handyvertrags orientieren:

  • mindestens bis zu 30 Tage nach Vertragsende beim alten Anbieter
  • bis zu 120 Tage vor Vertragsende beim alten Anbieter oder
  • per Opt-In, das bedeutet, dass ihr keine klassische Kündigung vornehmt, sondern den alten Vertrag behaltet – der alte Provider gibt eure Handynummer zur Portierung frei und weist euch eine alte Nummer zu

Wurde euer alter Vertrag beispielsweise schon vor Monaten deaktiviert, ist eine nachträgliche Rufnummernmitnahme generell nicht mehr möglich. Die Mobilfunknummer wird nach spätestens 90 Tagen endgültig deaktiviert und kann dann nicht mehr zurückgefordert werden.

Portierung nachträglich: Manchmal sogar Pflicht

Viele Provider wollen direkt bei Vertragsschluss eine Information darüber, ob ihr eine alte Rufnummer mitbringen wollt. Ihr gebt die Portierung somit bereits bei der Bestellung einer SIM-Karte in Auftrag. Andere Handyanbieter schalten die neue SIM-Karte sofort frei, sodass ihr erst unter einer neuen Rufnummer zu erreichen seid. Die Portierung erfolgt in diesem Fall eben nachträglich.

Nachträgliche Rufnummernmitnahme nicht immer möglich

Das Telekommunikationsgesetz verpflichtet Provider nicht grundsätzlich dazu, eine nachträgliche Rufnummernportierung anzubieten. Wer seine Mobilfunknummer nachträglich mitnehmen will, sollte sich im Vorfeld bei seinem (neuen) Provider informieren, ob das überhaupt möglich ist. Nachfolgend die Regelungen zur nachträglichen Rufnummernmitnahme bei einigen ausgewählten Mobilfunk-Anbietern.

Handynummer nachträglich zur Telekom mitnehmen

Bei der Telekom ist keine nachträgliche Portierung möglich. Wenn ihr in einen Telekom-Vertrag wechselt, dann achtet unbedingt darauf, die Portierung rechtzeitig in Auftrag zu geben. In der Telekom Community gibt es weitere Informationen, dort werden u.a. auch Spezialfälle diskutiert. Fazit: Portierungen auf aktivierte SIM-Karten werden von der Telekom seit 2012 nicht mehr unterstützt.

Rufnummernportierung nachträglich zu Vodafone

Auch Vodafone erlaubt die nachträgliche Rufnummernmitnahme. Diese könnt ihr bequem online beantragen, allerdings nur, wenn ihr einen Laufzeit-Vertrag bei Vodafone nutzt. Auf der zugehörigen Infoseite heißt es:

Das klappt, wenn Sie: Schon unser Kunde sind und einen Mobilfunk-Vertrag mit Mindestlaufzeit haben. Wenn Sie CallYa haben, Geschäftskunde oder Kunde in einem Rahmenvertrag sind, können Sie Ihre Rufnummer leider nicht nachträglich mitbringen. Das hat technische Gründe.

Wie ihr dabei genau vorgeht, könnt ihr auf der zugehörigen Infoseite von Vodafone nachlesen.

Handynummer nachträglich zu o2 mitnehmen

Wenn ihr eine Handynummer mit in einen o2 Tarif nehmen wollt, ist das sogar bis zu 90 Tage nach Vertragsende möglich. Die Telefónica schreibt dazu:

Du bist bereits O2 Kunde und dein Vertrag bei deinem bisherigen Anbieter ist gekündigt und bereits deaktiviert? Dann kannst du O2 bis 90 Tage nach Vertragsende mit der Rufnummernmitnahme beauftragen – und das ganz einfach und schnell über Mein O2.

Den Details zufolge ist eine nachträgliche Portierung auch vor Ende des alten Vertrags per Opt-In möglich. o2 listet alle notwendigen Schritte dazu auf. Details bekommt ihr direkt bei der Telefónica auf der o2-Infoseite.

Nachträgliche Portierung zu Drillisch

Ihr habt die Möglichkeit, eine Handynummer nachträglich in einen Drillisch-Handyvertrag (zum Beispiel zu winSIM oder PremiumSIM) zu übertragen. Den Vorgang setzt ihr am besten über den Online Log-In in die persönliche Servicewelt in Gang.

Bei PremiumSIM heißt es beispielsweise in der persönlichen Servicewelt unter dem Punkt »Rufnummer mitbringen«:

Hier können Sie Ihre Rufnummer aus einem anderen Vertragsverhältnis oder Mobilfunknetz zu uns, in Ihren bestehenden Vertrag mitbringen. Wir leiten Sie Schritt für Schritt durch den Vorgang der nachträglichen Rufnummernmitnahme.

Nachträgliche Handynummernmitnahme zu otelo beantragen

In den FAQ von otelo heißt es, dass eine nachträgliche Portierung in einen bereits aktivierten Vertrag nicht möglich sei. Allerdings haben wir von Reseller Handyflash die Information erhalten, dass sich dieses Vorgehen zum 26.10.2017 geändert hat. Da auch otelo-Mutter Vodafone die nachträgliche Rufnummernportierung erlaubt, ist es also gut möglich, dass sich hier in Zukunft Änderungen ergeben werden. Bis dahin: Geht eher davon aus, dass ihr eine alte Handynummer nicht nachträglich mitbringen könnt. Fragt im Zweifelsfall rechtzeitig bei der otelo Hotline nach.


Von welchen Erfahrungen mit einer nachträglichen Rufnummernmitnahme könnt ihr berichten?

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