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Telekom Education: Bildungs-Flatrate (Unlimited-Datentarif) kommt nach den Sommerferien – und wird kostenlos

Education-Tarif: Telekom setzt Bildungs-Flat kostenlos um

Telekom Education Die Telekom hat ihren neuen Mobilfunktarif Telekom Education (oder etwa Magenta Education) angekündigt (siehe Pressemitteilung vom 21.8.2020) − der vor genau einer Woche als Telekom Bildungs-Flatrate die Runde machte und von uns StreamON Edu getauft wurde. Mittlerweile ist klar: Der Unlimited-Datentarif, der  ausschließlich für Lern- bzw. Bildungsinhalte  nutzbar sein soll, wird doch nicht 10 € kosten, sondern ist demnach komplett gratis (wir vermuten eine Verrechnung mit den Trägern, aber das ist reine Spekulation). Aufkommende Kritik- und Knackpunkte hat man sich anscheinend in der letzten Woche zu Herzen genommen. Denn nebem dem Stichwort Netzneutralität ging es ja vor allem um die Auswahl: Wer soll entscheiden, was Bildungsinhalte sind, die fürs Unlimited-Surfen infrage kommen. Jetzt wird klar:

»Die Bereitstellung ist kostenlos und das Datenvolumen unbegrenzt. [...] Dieser neue Mobilfunktarif „Education“ ist ein vom Vertragspartner gemanagter Tarif. Er dient ausschließlich der Datennutzung und ist nur für Bildungsinhalte nutzbar.  Welche Inhalte das konkret sind, wird von unserem Vertragspartner definiert 
Und wer ist nun konkret der Vertragspartner? Dazu sagt die Telekom:
»Die Bildungs-Flatrate für Schüler*innen ist ein weiterer Baustein, mit Schulen und Schulträgern als unsere Vertragspartner.«
Heißt also: Die Schulen und Schulträger bestimmen, was mit der Unlimited-Flat aufgerufen werden kann. Klingt irgendwie kompliziert und nach viel Chaos, aber vermutlich wird die Telekom den Trägern mit einer sinnvollen Vorauswahl unter die Arme greifen. In jedem Fall hat Deutschlands Netzbetreiber damit das Thema für meinen Geschmack zum Guten gedreht − mit gehörigem Image- bzw. Prestigegewinn als Sahnehäubchen.

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (4440 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / zahlt monatlich 20 € für seine 20 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999 / nutzt aktuell ein iPhone

Wie findet ihr den Datentarif "Telekom Education"?

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4 Kommentare zu Telekom Education: Bildungs-Flatrate (Unlimited-Datentarif) kommt nach den Sommerferien – und wird kostenlos

  1. Hallo,
    der Artikel bzw. die Diskussion ist von Aug. 2020. Der nächste Lockdown bzw. vorallem der Distanzunterricht ist da. Haben Sie weitergehende Informationen wie der Stand zur Bildungsflatrate ist? Ich habe hierzu nichts weiter gefunden.

    • Die Telekom selbst schreibt dazu am 24.8.2020 ja: „Dieser Tarif wird ausschließlich staatlich erkannten Schulträgern und Bildungseinrichtungen angeboten. Unsere SIM-Karten sollen mit den geförderten Endgeräten aus dem DigitalPakt zum Einsatz kommen. Die Kosten für die Schulträger belaufen sich auf 10 Euro pro Monat und Vertrag. Es fallen darüber hinaus keine Bereitstellungskosten an.“

      Der Schulträger muss also den Tarif buchen, seit dem 15.10.2020 ist das möglich > https://public.telekom.de/unsere-loesungen/digitale-schule/endgeraete/mobilfunk-tarif-education. Der Schulträger kann ihn dann zur Verfügung stellen, wobei also Nachfragen als Eltern wohl an die Schule zu richten sind.

      Ich kann mir aber vorstellen, dass viele Schulträger die 10 € pro Monat UND pro SIM-Karte als Kosten scheuen, außerdem gibt es auch technische Hürden – nicht jede Schule verfügt evtl. über einen Administrator mit Kenntnissen wie gefordert („Der Kunde verpflichtet sich zur Einrichtung und dem Betrieb einer geeigneten Enterprise-Mobility-Management-Lösung (EMM-Lösung) oder Mobile-Device-Management-Lösung (MDM-Lösung), um eine Beschränkung der Datennutzung auf digitalen Unterricht und Zugang zu Bildungsinhalten sicherzustellen und um Missbrauch durch Nutzung zu anderen Zwecken zu verhindern. Das Angebot gilt ausschließlich für staatlich anerkannte Schulträger und Bildungseinrichtungen, das Angebot gilt nicht für Privatpersonen.“)

      Wenn ich mir das jetzt unter diesem Blickwinkel adhoc neu anschaue (der weder besonders tief greifend noch ausführlich recherchiert ist), finde ich, dass die Telekom da ein sehr gutes Geschäftsmodell (10 € pro Schüler pro Monat) inmitten voller Digitaltöpfe entwickelt hat, das nach außen hell und gönnerhaft strahlt – da für die zu erreichenden Schüer*innen kostenfrei. Die Haushalte der Schulträger dürfte der Tarif aber sehr wohl „belasten“ (selbst wenn das Geld aus Fördertöpfen kommt). Das größere Problem als der Etat dafür dürfte aber wohl die Beantragung / Bereitstellung darstellen.

      Wie die Bildungspolitik hier die Beantragung / Administration (für die Schulträger) erleichtert und unterstützt, damit es schneller vorangeht, dazu habe ich auf die Schnelle keine Hinweise finden können.

      Aus konstruktiver Sicht kann ich nur sagen: Eine Unlimited-Flat gibt es aktuell für Privatkunden ab 14,99 € monatlich im o2-Netz, allerdings nur mit zweijähriger Tarifbindung (sonst 19,99 € im Monat) – das mag für viele Frustrierte eine Alternative sein, wenn der Schuh wirklich drückt. Erster Ansprechpartner für die Bildungs-Flat sollte aber immer zuerst der Schulträger sein – der müsste ja auch generell wissen, wie der aktuelle Stand ist (ob sie einzusetzen geplant wird und wie lange das noch dauert).

  2. Antje Keicher // 7. November 2020 um 21:17 // Antworten

    Hallo Daniel,

    ich möchte gerne deine ehrliche Beratung in Anspruch nehmen.

    Schöne Grüße
    Antje


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