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Keine Überraschung: EU-Roaming soll über den 30.6.2022 hinaus verlängert – und mit derselben Netzgeschwindigkeit im In- wie im Ausland verbessert werden

Roaming-Verordnung endet am 30.6.2022 - neue Regelung soll es (noch) besser machen

Die EU-Roaming-Verordnung steht vor einer Verlängerung ab 2020 für weitere 10 Jahre - und vor einer Verbesserung Seit 2017 entfallen die Roaminggebühren in der EU − und das soll nach Meinung der EU-Kommission in der Zukunft (logischerweise) auch so weitergehen, wie es in der Mitteilung vom 24.2.2021 heißt. Das bestehende EU Roaming aus den bis 2022 geltenden Roamingvorschriften (Motto: Roam like at Home) soll nicht nur um 10 Jahre erweitert, sondern auch verbessert werden. Hättet ihr gedacht, dass ohne Neu- bzw. Weiterregelung das EU-Roaming am 30.6.2022 vorbei wäre? Der neue Vorschlag zur Verlängerung der EU-Roaming-Verordnung mit Verbesserung über den 30.6.2022 hinaus wird nun mit FAQ diskutiert (Englisch). Eine der Verbesserungen der Neuregelung soll die Surfgeschwindigkeit bzw. Netzgeschwindigkeit (die Thematik 4G/5G erhält wohl zusätzliche Brisanz) betreffen:

»Den jüngsten Eurobarometer-Daten zufolge gaben 33 Prozent der Befragten an, dass sie auf Auslandsreisen in der EU eine geringere Internetgeschwindigkeit als gewöhnlich in ihrem Heimatland hatten. 28 Prozent gaben an, dass der Netzstandard niedriger war als zu Hause (z. B. 3G statt 4G). Mit den heutigen Vorschlägen soll erreicht werden, dass Bürger und Unternehmen überall die gleiche Dienstqualität bekommen wie zu Hause. Wenn sie im Rahmen ihres Handyvertrags also 4G- und zunehmend 5G-Geschwindigkeit haben, so sollte die Netzgeschwindigkeit auch beim Roaming nicht niedriger sein, wo immer solche Netze verfügbar sind.«
Darüber hinaus hat man auch Serviceleistungen im Blick − letztlich allesamt lobenswerte, gute Ideen, wie wir finden:
»Mit der vorgeschlagenen Verordnung soll sichergestellt werden, dass Roamingkunden nahtlos und kostenlos die Notdienste erreichen können, auch auf andere Weise als per Telefonanruf, z. B. auch per SMS oder Notruf-Apps. Überdies sollten Reisende darüber informiert werden, wie sie in dem besuchten EU-Land Notrufdienste erreichen können, auch über Notrufarten, die für Menschen mit Behinderungen konzipiert sind. [...] Reisende sollten auch während des Roamings vertrauensvoll Mehrwertdienste und sogar gebührenfreie Rufnummern anrufen können, z. B. technische Helpdesks und Kundendienste von Fluggesellschaften oder Versicherungen, was mit unerwarteten Roamingentgelten einhergehen kann. Nach den neuen Roamingvorschriften sollen die Betreiber ihre Kunden ausreichend auf höhere Kosten hinweisen, die bei der Inanspruchnahme von Mehrwertdiensten beim Roaming entstehen können.«

Daniel
Über Daniel (Redaktion) (4396 Artikel)
Mobilfunk-Experte und Schnäppchen-Fan seit 2009 / viel zu ehrlich, um euch einen zu teuren Handytarif anzuschnacken / kennt die Tricks der Mobilfunkanbieter und weist euch auf Kostenfallen hin / 2019 als Mobilfunkexperte für RTL im Einsatz / zahlt monatlich 20 € für seine 20 GB Allnet-Flat im Telekom-Netz / Rufnummernportierer seit 1999 / nutzt aktuell ein iPhone

Wie findet ihr die EU-Roaming-Verordnung? Habt ihr noch Vorschläge, wie sich Roaming EU-weit (noch) verbessern ließe?

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Externe Quellen und Bild-Hinweise: EU-Roaming-Vorschriften laufen aus: EU-Kommission will Regeln verlängern und verbessern, https://ec.europa.eu/germany/news/20210224-eu-roaming-vorschriften_de, Pressemitteilung vom 24.2.2021, letzter Abruf am 24.2.2021


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